Arbeitswelt 2.0: QSC-Zukunftsgespräch mit Markus Albers

Der Journalist Markus Albers hat vielzitierte Bücher über die Arbeitswelt der Zukunft geschrieben. Foto: (cc) Max Miller

Der Journalist Markus Albers hat vielzitierte Bücher über die Arbeitswelt der Zukunft geschrieben. Foto: (cc) Max Miller

„Wie bleiben wir erfolgreich? Wie entwickeln wir unser Unternehmen so weiter, dass wir Märkte weiter erschließen und neue Kunden gewinnen können? Wie müssen wir in Zukunft arbeiten, um das zu schaffen?“ Mit diesen Fragen im Hinterkopf lud QSC-Personalmanager Fred Schmidt Ende Februar eine Gruppe von QSC-Fach- und Führungskräften – allen voran Vorstandschef Bernd Schlobohm – zu einem ersten „Zukunftsgespräch“ ein.

Das Thema der Auftakt-Veranstaltung einer geplanten Reihe liegt ihm besonders am Herzen: Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Fachkräftemangel herrscht gerade in der ITK-Branche, die Burn-out-Fälle nehmen allerorten zu. „Wir dürfen nicht warten, bis uns solche Probleme bedrohen. Wir wollen jetzt die Weichen für unsere gemeinsame Zukunft stellen“, sagt Schmidt.

Als Gast zum „Zukunftsgespräch“ hatte er den Journalisten Markus Albers eingeladen, der seit etlichen Jahren über die Trends in der Arbeitswelt recherchiert und darüber vielzitierte Bücher verfasst hat. Seine Thesen befeuerten die Diskussion: „Die Meinungen gingen teilweise heftig auseinander“, berichtet Fred Schmidt.

Diskutieren Sie mit!

Das Gespräch im kleinen Zirkel hat gezeigt, wie wichtig das Thema „Arbeitwelt der Zukunft“ für QSC ist. Grund genug, es im QSC-Blog zu thematisieren. Dankenswerter Weise stellte sich Markus Albers exklusiv für ein Interview zur Verfügung und lies sich dabei auch kritische Fragen zu seinen Büchern und Thesen gefallen.

„Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Kollegen, aber auch Geschäftspartner der QSC dazu Stellung nähmen und sich in die Diskussion einklinkten“, appelliert Fred Schmidt. Kommentare sind also ausdrücklich gewünscht. Bitte nutzen Sie dafür die Kommentar-Funktion am Ende des Interviews!

Interview mit Markus Albers über die Arbeitswelt der Zukunft

Herr Albers, Sie behaupten, das Ende des normalen Bürojobs sei für die meisten von uns in absehbarer Zeit gekommen. Festangestellte würden zunehmend arbeiten, wann und wo sie wollten. Viele würden sich sogar selbstständig machen und nur noch projektweise für Unternehmen tätig sein. Woher nehmen Sie diese Gewissheit?

Albers: Ich habe für meine Bücher „Morgen komm ich später rein“ und „Meconomy“ mit vielen internationalen Trendforschern und Arbeitsmarktexperten gesprochen. Sie alle berichten von einem tiefgreifenden Wandel in der Arbeitswelt. Angestoßen wird er durch die inzwischen für jedermann leicht verfügbaren Informationstechnologien.

Allein wegen des Klimawandels und der steigenden Benzinpreise müssen wir uns fragen, warum wir uns deswegen jeden Morgen mit dem Auto während der Rushhour im Stau stehen, nur um uns im Büro an einen Computer zu setzen. Das können wir inzwischen ganz problemlos von zu Hause, aus dem Café, aus einem Park oder sogar vom Strand aus. Tragbare Computer, schnelle und mobile Internetzugänge und Mobiltelefone machen es möglich.

Das hört sich verführerisch an – nach wenig Kontrolle und viel Freizeit. Bricht jetzt für die Arbeitnehmer in unserem Land das Paradies aus?

Albers: Die Arbeit muss nach wie vor erledigt werden. Doch wo und zu welcher Uhrzeit wird immer unwichtiger. Das kann bedeuten, dass man nachmittags mit den Kindern ins Schwimmbad geht und dafür abends am Schreibtisch sitzt, wenn der Nachwuchs schläft. Der Alltag wird dadurch leichter. Ich nenne es folgerichtig „Easy Economy“.

Es handelt sich um das Ende der Präsenzkultur in den Unternehmen. Sicher gibt es auch viele Menschen, die sich im Büro wohl fühlen, denen feste Bürozeiten Sicherheit geben. Aber gerade junge Arbeitnehmer und vor allem die begehrten, raren Fachkräfte fordern zunehmend flexible Arbeitsbedingungen. Sie nutzen ohnehin ständig moderne Informationstechnologien. Und sie verlangen offensiv nach mehr Freizeit und Work-Life-Balance.

Was habe ich denn von einem Ortswechsel in den Park oder ins Home-Office?

Albers: Viele Studien belegen, dass es im Büro durch Ineffizienz und Ablenkung dramatische Verluste an Produktivität gibt. Wenn Sie sich hingegen Ihre Arbeit selbst einteilen können, wenn Sie dann arbeiten, wenn Sie sich am fittesten fühlen und nachdem sie dringende Privatsachen erledigt haben, dann schaffen sie die Arbeit von neun Stunden in fünf. Der Rest ist gewonnene Freizeit.

Buch "Morgen komm ich später rein" von Markus Albers

Foto: (cc) Max Miller

Dadurch steigt übrigens auch ihr relativer Stundenlohn dramatisch. Es gibt viele Möglichkeiten, die Produktivität zu steigern und die Ablenkung zu reduzieren. Studien zeigen zudem, dass die meisten Menschen in einer angenehmeren Umgebung viel kreativer sind und sich wohler fühlen. Letztlich werden sie dann auch seltener krank.

Aber Verkäufer oder Bauarbeiter müssen doch jeden Tag pünktlich zur Arbeit gehen.

Albers: Stimmt, Fluglotsen, Lehrer und Stahlkocher auch. Die Easy Economy gilt für alle Wissensarbeiter, auch Kreative Klasse genannt. Vereinfacht gesagt ist das jeder, der täglich vor einem Computer sitzt: Vom Ingenieur bis zum Marketing-Experten, vom Verwaltungsbeamten bis zum Grafiker. Diese Tätigkeiten machen schon heute etwa die Hälfte aller Jobs in Deutschland aus, Tendenz stark steigend.

Warum sollten Chefs ihre Mitarbeiter in die Freiheit entlassen?

Albers: Weil es sich für sie lohnt. Ich habe mit großen Unternehmen von BMW und Daimler über die Deutsche Bank bis SAP und IBM gesprochen, außerdem mit vielen Mittelständlern. Überall ist das, was ich „Easy Economy“ nenne, gerade ein Riesenthema: Wenn Mitarbeiter nicht mehr jeden Tag ins Büro gezwungen werden, sind sie nachweislich motivierter, produktiver, kreativer und loyaler. Sie leisten mehr, kündigen seltener, haben bessere Einfälle. Dem Unternehmen fällt es leichter, die besten Talente zu rekrutieren – angesichts des steigenden Fachkräftemangels ein zentrales Argument. Außerdem spart es bis zu 50 Prozent an Immobilienfläche und Energiekosten.

Also eine Sparmaßnahme der Arbeitgeber auf dem Rücken der Angestellten, die dann keinen eigenen Schreibtisch mehr haben?

Albers: Nein. Für die Arbeitnehmer zahlt sich das doppelt aus. Zum ersten Mal in der Geschichte können Festangestellte so arbeiten wie Freiberufler – ohne Anwesenheitspflicht und Schreibtischzwang. Ich nenne das die neuen „Freiangestellten“. Man geht immer noch manchmal ins Büro, aber vielleicht nur zwei Tage pro Woche oder nur drei Stunden am Tag.

So kann man zwischendurch Erledigungen machen, hat Zeit für Freunde und Familie. Man verbringt nicht mehr den größten Teil seiner wachen Zeit im Büro, wo man eh ständig durch Kollegen, Telefonate, E-Mails und Meetings abgelenkt wird und oft gar nicht richtig zum Arbeiten kommt.

Klingt verlockend, aber auch ziemlich utopisch.

Albers: Keineswegs. Ich habe mit Managern von Firmen gesprochen, die es bereits genau in dieser Weise handhaben. Eine so befreite und mobile Art zu arbeiten ist völlig realistisch, es gibt schon viele Menschen, die sie praktizieren und es werden immer mehr.

Sie sprechen von steigender Loyalität. Wie soll das bei freien Mitarbeitern funktionieren, die nur noch projektweise in Unternehmen tätig sind?

Albers: Da müssen wir genau unterscheiden. Für Freelancer trifft Ihre Skepsis sicher zu. Aber bitte verstehen Sie mich richtig: Ich gehe davon aus, dass die meisten Wissensarbeiter weiterhin in festen Arbeitsverhältnissen tätig sind. Es wäre den Unternehmen auch nicht zu raten, ihre Mitarbeiter weitflächig outzusourcen, um sie dann unter schlechteren Arbeitsbedingungen als Freelancer wieder zu beschäftigen. Mein zweites Buch „Meconomy“ ist auch keineswegs als Vorschlag gedacht so zu verfahren.

Buch "Meconomy" von Markus Albers

Foto: (cc) Katrin Hoffmann

Meine Intention mit diesem Buch war vielmehr zu zeigen: Durch die modernen Informationstechnologien ist es heute viel einfacher und billiger sich selbstständig zu machen als noch vor wenigen Jahren. Wer gerne aus seinem bisherigen Job aussteigen möchte oder nach der Ausbildung Probleme hat eine Festanstellung zu finden, kann über die Selbstständigkeit ein erfülltes und erfolgreiches Berufsleben führen.

Mit dem Begriff „Easy Economy“ dagegen beschreibe ich in meinem Buch „Morgen komm ich später rein“ die Situation und Motivation von Mitarbeitern, die festangestellt sind und trotzdem neue Freiheiten genießen. Für sie gilt: Wenn die Arbeitsbedingungen flexibel sind und sich ihren Bedürfnissen anpassen, steigt ihre Loyalität. Umgekehrt gilt eben nicht, dass jemand besonders loyal gegenüber seinem Arbeitgeber ist, nur weil er jeden Tag ins Büro geht.

Grundsätzlich gilt auch: So etwas wie lebenslange Loyalität gibt es kaum noch; die Angestellten wechseln viel häufiger als früher die Stellen.

Geht nicht auch viel inhaltliche Qualität verloren, wenn Kollegen zunehmend schriftlich – per E-Mail oder Messenger-Dienste – miteinander kommunizieren?

Albers: Na seien wir mal ehrlich! Viele Gespräche und Meetings im Büro drehen sich um Belanglosigkeiten oder sind schlecht vorbereitet. Wenn ich eine E-Mail schreibe, mache ich mir dagegen erst mal genau Gedanken, was ich da schriftlich weitergebe. Mailen bedeutet außerdem zeitversetzt zu kommunizieren: Man schreibt dann, wenn man Zeit hat, der andere antwortet, wann es ihm passt. All dies führt dazu, schonender mit der Ressource Zeit umzugehen. Erfahrungsgemäß fassen sich auch Anrufer im Home-Office deutlich kürzer als Kollegen im Büro. Ich sehe mündliche Kommunikation nicht unbedingt im Vorteil.

Trotzdem ist richtig: Für virtuelle Teamarbeit benötigen wir mehr Erfahrung und bessere Technologien als bisher. Wir müssen noch viel lernen: zum Beispiel keine unsinnigen Mails mit endlosen Antwortketten an riesige Verteiler zu verschicken. Außerdem fehlen teilweise noch gute Tools, mit denen sich virtuelle Teams optimal organisieren können. Ein ITK-Anbieter wie QSC könnte sie liefern.

Und wie verändert sich der Kontakt untereinander, wenn man sich nur noch selten trifft? Viele Leute motiviert doch gerade der Kontakt zu interessanten Kollegen.

Albers: Sicherlich werden sich die Beziehungen verändern: Kannte man früher wenige Kollegen ziemlich gut, wird man demnächst mehr Mitarbeiter oberflächlicher kennen lernen. Schwer zu sagen, was für die Arbeit und die Motivation besser ist.

Es kommen aber auch neue soziale Komponenten hinzu: Bei IBM gibt es eine Datenbank mit Angaben über alle Mitarbeiter weltweit. Die Mitarbeiter können darüber Kontakte zu Kollegen in anderen Ländern knüpfen, die am selben Thema arbeiten wie sie. Unternehmen können zudem Plattformen anbieten, auf denen sich die Mitarbeiter über ihre Hobbys austauschen und kennen lernen.

Wenn sich die Arbeitswelt wandelt: Welche Unternehmen werden die Veränderung am ehesten meistern? Große, kleine – oder eher mittelständische wie QSC?

Albers: Die Veränderung in der Arbeitswelt trifft kleine Unternehmen genauso wie große. Start-ups tun sich wahrscheinlich am leichtesten mit neuen Arbeitsformen, weil sie ohnehin wenig Strukturen benötigen. Kleinen Mittelständlern werden oft die Ressourcen fehlen, den Wandel zu vollziehen. Bei Großunternehmen hemmt vermutlich die Größe, sich schnell umzustellen. Eine mittlere Unternehmensgröße wie bei QSC ist wahrscheinlich ideal, um die Anpassung zügig zu vollziehen. Bei QSC speziell kommt hinzu, dass das Unternehmen auch die technische Expertise besitzt, das Thema nicht nur für sich zu entwickeln, sondern daraus auch für andere Produkte abzuleiten.

Eine gute Ausgangsposition für die Arbeitswelt der Zukunft!

Vita Markus Albers
Markus Albers (Jg. 1969) absolvierte nach dem Abitur ein Zeitungsvolontariat und studierte dann Politologie, Philosophie, Publizistik/Journalistik in Münster und Hamburg. Nach freiberuflicher Tätigkeit u.a. für den NDR, Spiegel und Stern arbeitete er als Ressortleiter und Zeitschriftenentwickler für die Verlage Milchstraße, Burda, Springer und Condé Nast. Seit 2008 ist Albers als freier Autor tätig. Bekannt wurde er durch seine Bücher „Morgen komm ich später rein“ und „Meconomy“, in denen er über die aktuellen Trends der Arbeitswelt berichtete.

Arbeitswelt 2.0: QSC-Zukunftsgespräch mit Markus Albers
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Daniela Eckstein

Über Daniela Eckstein

Die Kölnerin (Jg. 1961) ist gelernte Journalistin und studierte Diplom-Volkswirtin. Sie arbeitet als freie Journalistin und publiziert in verschiedenen Wirtschaftszeitschriften, Zeitungen und im Internet. Viele Jahre schrieb sie als Redakteurin des Wirtschaftsmagazins "Capital" regelmäßig über Telekommunikations- und Internetthemen.
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19 Antworten auf Arbeitswelt 2.0: QSC-Zukunftsgespräch mit Markus Albers

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  1. Jürgen Gutmayer sagt:

    Als Geschäftsführer eines kleinen IT Unternehmens kann ich die beschriebenen Trends absolut nachvollziehen. Junge Mitarbeiter, Talente von der Uni haben bereits heute genau das Verständnis von Easy Economy. Sie wollen flexibel sein, dafür ist es auch kein Problem sie am Wochenende oder Urlaub zu erreichen. Was zählt ist die erbrachte Leistung. Milestones, auf Basis einer fundierten Planung sind zu erreichen. Wie? – das ist die Verantwortung des Mitarbeiters. Wir gehen in diese Richtung und stellen die Präsenz dem Mitarbeiter frei. Basis dafür ist Vertrauen und Zielerreichung. Wir haben auch sogenannte Leistungspartner die auf verschiedenen Kontinenten arbeiten und sich in Telefonkonferenzen zusammenschalten. Wichtig dabei eine webbased Projectmanagement Lösung, damit Zeitpläne, Fortschritte, Meetingergebnisse festgehalten werden und jeder darauf Zugriff hat.
    Ich beobachte auch in Konzernen, dass Mitarbeiter mittlerweile die Freiheit haben sich auf 1-2 Tage / Woche aus dem Homeoffice zu melden. Und es stimmt, man hat Zeit für Arbeit.
    Wie gesagt, was zählt ist die zu erbringende Leistung, der Fokus auf das was wesentlich ist, was der Mitarbeiter zur Unternehmensentwicklung beiträgt.
    Mir hat auch der Artikel von Hrn.Stender sehr gut gefallen – die IPfonie centraflex mit der App ist eine wesentliche Lösung auch das Thema der Erreichbarkeit zu regeln.
    QSC als ITK company hat sicher die Chance von diesen Trends zu profitieren, indem man genau die Lösungen liefert, damit die für einige noch als Utopie erscheinende Arbeitswelt der Zukunft greifbar und real wird.

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  3. Rico sagt:

    Wenn man liest, wieviele Arbeitnehmer innerlich bereits gekündigt haben, sind solche Ansätze natürlich höchst erstrebenswert. Wer Leben und Arbeit in Einklang bringen und weitestgehend selbständig handeln kann, ist motivierter und steht für das Unternehmen ein. Ich fürchte dennoch dass diese Art des Arbeitens erst mit dem Generationswechsel in den Chefetagen funktionieren wird. Sowohl von der Zeit her (Tools, Erfahrungen) als auch von der inneren Überwindung bzw. der „Kunst loszulassen“ (dazu gibt es ein schönes gleichnamiges Buch von Willms Buhse und Sören Stamer. Schaun wir mal ; )

  4. Arbeitswelt 2.0 in Köln = Coworking Cologne

    Coworking Cologne (www.coworkingcologne.de) sucht gmeinsam mit allen an der Arbeitswelt 2.0 interessierten Kölner Akteuren nach kooperativen Mehrwertlösungen, die die Vision eines attraktiven & produktiven „Ökosystems für kreative Wissensarbeiter in Köln“ NRW und darüberhinaus Realität werden läßt. Wir freuen uns zu sehen, dass sich die Kölner QSC auch sehr intensiv mit diesem Thema beschäftigt.

    Aktueller Veranstaltungstip zur Arbeitswelt 2.0 in Köln:

    Am Samstag 7.Mai ist die Eröffnungsparty vom betahaus Köln. Alle Informationen dazu finden Sie hier: http://www.koeln.betahaus.de

  5. Pingback: Arbeitsplatz der Zukunft: Was auf die Führungskräfte zukommt « MBAlumni Universität Augsburg e.V.

  6. “Aus dem offenkundigen Versagen des historischen Liberalismus erwuchs die sozialistische Bewegung mit dem Ziel, die missbrauchten Freiheitsrechte einzuschränken zugunsten der Gesamtheit und besonders zugunsten der wirtschaftlich Schwachen. Diese Zielsetzung beruht jedoch auf einem Denkfehler; denn der historische Liberalismus versagte nicht, weil er zuviel, sondern weil er zuwenig Freiheit verwirklichte.”

    Dr. Ernst Winkler, aus “Theorie der Natürlichen Wirtschaftsordnung”, 1952

    Die Arbeitsteilung erhob den Menschen über den Tierzustand, und die Qualität der makroökonomischen Grundordnung bestimmt den Grad der Zivilisiertheit, die der Kulturmensch erreichen kann. Ist die Makroökonomie noch fehlerhaft, bedarf es einer künstlichen Programmierung des kollektiv Unbewussten (Religion), um das arbeitende Volk “wahnsinnig genug” für das Unternehmen “Arbeitsteilung mit Konstruktionsfehlern” zu machen:

    http://www.deweles.de/willkommen.html

    Am schlimmsten betroffen von der Religion sind – unabhängig vom so genannten Glauben (Cargo-Kult) – die Politiker, deren sinnfreie Existenz sich darin erschöpft, mit aller zur Verfügung stehenden Unvernunft etwas “regeln” zu wollen, was nicht geregelt werden kann, solange es sich durch das vom Kapitalismus befreite Spiel der Marktkräfte nicht selbst regelt.

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