QSC global: Netzwerkdienste verstärkt im Ausland

Dubai, Burj Al Arab

Dubai, Burj Al Arab, Foto: (cc) Nitin Badhwar/Flickr

Wussten Sie, dass man in Teilen Afrikas besser nicht auf Kupferkabel für Telekommunikations- und IT-Dienste setzen sollte? Die werden schnell Beute von Dieben, die sie als Altmetall verkaufen. Da werden nachts schon mal mehrere Kilometer Kabel aus der Erde gezogen und man setzt daher besser auf Richtfunk oder Satellit. In Teilen Osteuropas aber wäre Richtfunk eine schlechte Alternative, weil illegal betriebene Anlagen aus alten Militärbeständen zu starken Störungen führen. In Japan muss man wissen, dass Hochhäuser nur von speziellen Carriern bedient werden. Und in Australien gibt keine Flatrates für Internet-Leitungen.

Andere Länder, andere Sitten

Weshalb mich diese Unterschiede interessieren und ich Ihnen davon berichte, hat mit den verstärkten Aktivitäten von QSC im Ausland zu tun. Viele unserer Kunden gerade aus dem Mittelstand sind oder gehen mit Niederlassungen in andere Länder und möchten dort ebenfalls von QSC mit sicheren, zuverlässigen Telekommunikations- und IT-Diensten versorgt werden – ohne sich selber um die Besonderheiten des jeweiligen Landes kümmern zu müssen.

Schon seit fünf Jahren vernetzt die QSC Hunderte von Standorten ihrer Kunden im Ausland. Neu ist, dass wir unser Produktportfolio im Auslandsgeschäft deutlich erweitern. Dabei ist uns wichtig, zusammen mit dem Kunden eine gezielte Lösung zu erarbeiten, die auf die jeweilige Situation und seine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Kurz gesagt: QSC passt seine Lösungen an den jeweiligen Kunden an und nicht den Kunden an die Lösung.

Regionale und globale IP-Netze gibt es rund um den Globus reichlich. Im vergangenen Jahrzehnt haben verschiedenste Unternehmen Milliardensummen in diesen Bereich investiert. QSC baut selbst kein eigenes globales Netz auf, sondern nutzt den starken Wettbewerb der bestehenden Anbieter. Salopp gesagt, betreiben wir „Carrier-Picking“: Es gibt keinen einzelnen Anbieter, der wirklich alle Kundenanforderungen auf globaler Ebene adressieren kann – jeder hat Bereiche oder Regionen, in denen er besonders stark ist, und andere, in denen dies nicht der Fall ist.

Dies zu wissen und für den jeweiligen Kunden den richtigen Carrier in einem Land zu finden, ist die Aufgabe des neuen „Compentence Center I-WAN“ von QSC, dessen Leiter ich seit drei Monaten gemeinsam mit meinem Kollegen Sirus Linden bin. So kann es zum Beispiel sein, dass in den USA für den einen Kunden Verizon Business der beste Carrier ist, für einen anderen Kunden aber AT&T oder Sprint, weil er andere Bedürfnisse hat. Auch wenn wir mit rund einem Dutzend namhafter, internationaler Carrier intensiver zusammenarbeiten, erweitern wir diese Basis kontinuierlich und natürlich auch projektspezifisch, wenn es den Kundenbedürfnissen entgegenkommt. Selbstverständlich sehen wir uns nur nach wirtschaftlich soliden Partnern mit guter Infrastruktur um. Vorteil unserer Unabhängigkeit auch für die Kunden: Wir können flexibel auf geänderte Anforderungen und Marktsituationen reagieren.

Global unterwegs 

Besonders hervorzuheben ist, dass wir nicht nur in den klassischen Industrienationen kostengünstige Anbindungen realisieren können, sondern auch in Schwellenländern und stark wachsenden Regionen – in Südamerika ebenso wie in Asien, in China und Indien wie im Mittleren Osten und Afrika. QSC hat Draht zu mehr als 198 Ländern. Ausgenommen sind eigentlich nur Staaten, die mit einem Embargo versehen sind.

Der Anspruch ist hoch, die Stärken mehrerer Carrier-Sublieferanten zu kombinieren und ihre Infrastrukturen mit QSC-typischen Diensten zu veredeln – etwa IP-Telefonie, Applikationspriorisierung oder Firewalls. Doch ist für QSC das Management unterschiedlicher Infrastrukturen Alltagsgeschäft: in Unternehmen ebenso wie bei der Zusammenschaltung von Netzen. Seit kurzem praktizieren wir dies im Inland über unsere neue Open-Access-Plattform: QSC nutzt ihr Next Generation Network (NGN), um regionalen Infrastrukturanbietern wie HLKomm eine Möglichkeit für den Vertrieb ihrer Leistungen an Wiederverkäufer wie 1&1 zu ermöglichen. Software und Prozesse sind also vorhanden und erprobt, um die verschiedensten Netze zusammenzuschalten.

Ende-zu-Ende-SLA

Der zweite große Anspruch, den wir bei unseren I-WAN-Diensten einlösen: Wir realisieren Service aus einer Hand – selbstverständlich mit Ende-zu-Ende-SLAs. Aber was heißt das konkret?

Die Kollegen aus unseren Network Management Centern in Hamburg und Köln installieren, konfigurieren, überwachen und entstören jedes von uns aufgesetzte Netzwerk, egal, ob es sich um einen Standort in Köln oder Kalkutta handelt. Wer schon mal Erfahrungen mit anderen internationalen Anbietern gemacht hat, die Ihre Call-Center in Niedriglohnländer verlagert haben, wird die sprichwörtliche Qualität „Made in Germany“ zu schätzen wissen. Diese Qualität beschreiben wir auch in unseren Service-Level-Agreements (SLAs): Neben den klassischen, den technischen SLAs, die Verfügbarkeit oder Paketlaufzeiten beschreiben, definieren wir auch die Güte unserer Serviceleistungen, zum Beispiel im Bereich proaktive Netzwerküberwachung, Call-Back-Rate und Change-Management. Das Reporting erfolgt sowohl über den Servicemanager als auch über unser Onlineportal, das Informationen in Echtzeit bereitstellt.

Die Gegebenheiten vor Ort bestimmen, welche Qualität maximal möglich ist: Wenn in einem weniger entwickelten Land selbst mit dem besten Carrier nur geringere Verfügbarkeiten realisierbar sind als in Deutschland, wird das vorab geklärt und im SLA transparent gemacht. Von den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden wiederum hängt ab, was sie nutzen und wie viel sie dafür investieren wollen. Manchmal geht die Anbindung eben nur über Satellit – was seinen Preis hat, aber sicherer ist als Kupferleitungen, die morgen vielleicht nicht mehr existieren.

Haben Sie Fragen zum Thema „internationale Anbindungen“? Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Nutzen Sie dazu die Kommentarfunktion des Blogs. Oder rufen Sie uns einfach unter den bekannten Nummern an. Per E-Mail erreichen Sie uns unter email hidden; JavaScript is required und email hidden; JavaScript is required.

Foto im Text und Teaser auf Startseite: “Dubai, Burj Al Arab” (cc) Nitin Badhwar auf Flickr
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