Daniela Eckstein
Publiziert am 1. März 2011 von unter:

Aufbruchstimmung bei QSC: SensorCloud-Projekt gewinnt Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie

SensorCloud: Cloud-Computing-Projekt unter Führung der QSC AGAuf der CeBIT dreht sich in diesem Jahr fast alles um die Wolke. Cloud-Computing zählt zu den wichtigsten Wachstumstreibern der internationalen IT-Industrie.

Mit dem Wettbewerb „Trusted Cloud“ unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium diesen Trend und hat 50 Millionen Euro für zukunftsweisende Projekte ausgelobt, mit denen sichere Internet-Dienste und sicheres Cloud-Computing für den Mittelstand und den öffentlichen Sektor gefördert werden. Einer der Ausgezeichneten heißt QSC – als Führer des Konsortiums „SensorCloud“.

Großes Lob für den Pioniergeist des Teams

Andreas Schmidt, Projektleiter von SensorCloud bei QSC

Andreas Schmidt, Projektleiter von SensorCloud bei QSC

„Wir sind unglaublich stolz und glücklich, dass wir uns mit unserem Konzept durchsetzen konnten,“ sagt Projektleiter Andreas Schmidt. Nur wenige Wochen – von Ende Oktober vorigen Jahres bis Mitte Januar – hatten er, Roland Hänel, Frank Radeck, Uli Hacker und Stefan Barth Zeit. „Wir haben wirklich sehr hart an diesem Projekt gearbeitet, denn solch eine Chance bekommt man nicht so oft.“

Am 14. Januar war Einsendeschluss – bis dahin hatten die Cloud-Pioniere ein internes Team auf die Beine gestellt, externe hochkarätige Partner für das Konsortium gefunden und nicht zuletzt gemeinsam die inhaltliche Idee sowie Umsetzungsstrategien entwickelt: Projektidee ist die Entwicklung einer zentralen, hochskalierbaren Plattform für global vernetzte Sensoren, Steuerungsdaten und –anwendungen – genannt „SensorCloud“. Seit heute ist es klar: Das Bundeswirtschaftsministerium zeichnet das Konsortium mit einem hochdotierten Innovationspreis aus. Drei Jahre lang erhält es mehrere Millionen Euro Förderung.

Roland Hänel, Leiter Netzdesign bei QSC und Cloud-Computing-Experte

Roland Hänel, Leiter Netzdesign bei QSC und Cloud-Computing-Experte

QSC-Chef Bernd Schlobohm kümmert sich als Schirmherr um das Projekt: „Die SensorCloud wird uns einen großen Schritt weiterbringen, QSC zu einer ServCo zu entwickeln, vom TK- zum ITK-Anbieter.“ Dabei lobt er die unbürokratisch-kreative Vorgehensweise der kleinen Gruppe und ihr Know-how: „Was mich besonders freut: Man spürt einen Pioniergeist wie in den ersten Tagen der QSC. Wenn uns so etwas gelingt, können wir QSC immer wieder neu erfinden!“

Hochkarätige Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft

Das Konsortium unter Führung der QSC AG besteht aus hochkarätigen Partnern und einer sehr produktiven Kombination aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Partner aus der Wirtschaft sind die Bielefelder symmedia GmbH und die Kölner Unternehmensgruppe Dillenburger. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der RWTH Aachen und der Fachhochschule Köln.

Die symmedia GmbH wird im Rahmen des Projektes als unabhängiger Anwendungsentwickler (ISV) eine Anwendung zur Steuerung von Industriemaschinen am Beispiel von Kranen entwickeln.

symmedia GmbH

Die Unternehmensgruppe Dillenburger ist in der technischen Gebäudeausrüstung und im Gebäudemanagement tätig – und deckt dabei die Bereiche Solar, Klima, Heizung, ebenso ab wie Green Facility Management ab.

Die Unternehmensgruppe Dillenburger wird im Rahmen des Projektes als mittelständischer Anwender die Integration von Energie-Management in Gebäuden in die SensorCloud vorantreiben.

Unternehmensgruppe Dillenburger

Prof. Dr. Georg Hartung und Prof. Dr. Gregor Büchel vom Institut für Nachrichtentechnik der Fachhochschule Köln beschäftigen sich im Rahmen des Projekts mit eingebetteten Systemen, Datenbanken und Algorithmen.

Fachhochschule Köln

Prof. Dr. Bernhard Rumpe vom Lehrstuhl für Software Engineering der RWTH Aachen arbeitet in diesem Projekt vorrangig am effizienten Design der Cloud-Software.

Sein RWTH-Kollege Prof. Dr. Klaus Wehrle vom Informatik-Lehrstuhl für Communication & Distributed Systems kümmert sich um die Herstellung der notwendigen Sicherheitsinfrastruktur und die Integration der Lösungen in bestehende Sicherheitsstandards.

RWTH Aachen

Soziologisch begleitet wird der Markteintritt, der das Ziel des drei Jahre laufenden Projektes ist, von Prof. Dr. Roger Häußling vom Lehrstuhl für Technik- und Organisationssoziologie der RWTH Aachen: Untersuchen wird er die Wechselwirkung zwischen Angebot, Vermarktungsstrategie und aktuellen Akzeptanzprofilen von Cloud Computing.

Große wirtschaftliche und gesellschaftliche Chancen

QSC hat die Führung des Konsortiums. Inhaltlich übernimmt sie die technische Entwicklung der Plattform, die Formulierung des Produktes und die Schaffung der rechtlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen.

Und warum gerade SensorCloud? „Die neue Plattform wird eine völlig neue Möglichkeit der Erfassung, Speicherung und Weiterverarbeitung von Messdaten aus unterschiedlichsten Branchen und Anwendungsbereichen bieten – von Umwelt über Verkehr, Produktionsmaschinen, Energie bis hin zu Mobilität“, erläutert Andreas Schmidt.

Bislang würden diese Daten in isolierten Systemen gespeichert. Die SensorCloud ermögliche weltweit die Anbindung von Sensoren und Aktoren sowie eine multidimensionale Verwertung dieser Daten. „Der technische Fortschritt in diesem Technologiefeld verspricht große wirtschaftliche und gesellschaftliche Chancen. Denken Sie nur an das sogenannte ‚Internet der Dinge’“, betont er.

Einladung zu Diskurs und Information

Nach der Preisverleihung während der Cebit am 1. März geht die Arbeit erst richtig los. „Wir werden nun sehr schnell die Projektorganisation aufsetzen und mit unseren Konsortialpartnern das Projekt im Detail planen“, sagt Schmidt.

Er schätzt, dass im gesamten Konsortium 40 bis 50 Mitarbeiter in den nächsten drei Jahren an dem Projekt SensorCloud arbeiten werden. Auch bei QSC wird das Team der SensorCloud verstärkt – mit Software-Entwicklern ebenso wie mit Projektmanagern. Denkbar sei sowohl, dass QSC-Mitarbeiter ins Projektteam wechseln, als auch, dass von außerhalb Verstärkung geholt wird. Das Projekt läuft bis Mitte 2014. Dann soll die Plattform reif für den Markt sein.

Bis dahin steht noch viel Arbeit an. Andreas Schmidt und sein Team sind für Diskussionen über das Thema und Anregungen von Kollegen und Interessierten offen und dankbar. Wer über den Fortgang des Projekts informiert werden möchte, kann über den folgenden Link einen Newsletter abonnieren: http://www.qsc.de/de/sensorcloud/newsletter.html

Die offizielle Pressemitteilung von QSC zur Teilnahme des Konsortiums am Innovationswettbewerb des Wirtschaftsministeriums lesen Sie auf der QSC-Website.

Trusted Cloud: Programm des BMWiDas BMWi-Technologieprogramm „Trusted Cloud“ ist Teil des Aktionsprogramms Cloud Computing, welches das BMWi im Oktober 2010 gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft gestartet hat. Details über das Programm finden sich in der Pressemitteilung des Ministeriums und auf der Website www.trusted-cloud.de.

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