Jürgen Eßer
Publiziert am 27. April 2012 von unter:

PAC-Studie: Cloud-basierte Zusammenarbeit etabliert sich

Deutsche Unternehmen setzen zur Unterstützung ihrer Zusammenarbeit sowie für Web- und Videoconferencing immer häufiger auf netzbasierte Anwendungen. So das Ergebnis der PAC-Studie „Communication & Collaboration aus der Cloud“. Für uns als Anbieter und Entwickler von Cloud-Lösungen ist dies zunächst eine gute Nachricht: Unsere Services und Produkte werden tatsächlich benötigt und eingesetzt; es handelt sich nicht nur um ein Hype-Thema.

PAC-Studie "Communication und Collaboration aus der Cloud - Wie weit sind deutsche Unternehmen?"Dennoch geben die rund 200 für die Studie befragten ITK-Verantwortlichen unserer Branche auch Hausaufgaben auf: Sie befürchten mangelnde Sicherheit und fehlende Netzverfügbarkeit. Gefragt sind zudem vor allem integrierte Cloud-Services, die Tools sowohl zur Kommunikation als auch zur Kollaboration bieten.

Repräsentative Befragung deutscher ITK-Verantwortlicher

Die neue, repräsentative Studie, die das Marktanalyse- und Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC) jetzt veröffentlichte und die von QSC mitfinanziert wurde, gibt einen Überblick über die aktuelle Nutzung von Cloud-Services in deutschen Unternehmen. Sie beschreibt auch die Wünsche von ITK-Verantwortlichen an webbasierte Tools für den Arbeitsplatz der Zukunft.

Interviewt wurden sie sowohl hinsichtlich von Kommunikations-Services (z.B. Mail und Telefonie) als auch von Kollaboration-Tools (z.B. Web- und Videokonferencing und virtuelle Projekträume). Außerdem wurde nach verschiedenen Betriebsmodellen (Eigenbetrieb, Managed Services und Dediziertes Hosting) gefragt. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Sichtbare Vorteile von Cloud-Lösungen:
    Als Vorteile von Cloud-Anwendungen gegenüber herkömmlichen Installationen sehen die Befragten Flexibilität, Skalierbarkeit, Unterstützung mobiler Szenarien und leichtere Anbindung neuer Standorte. Jedes zweite Unternehmen zeigte der Studie zufolge Interesse an Arbeitsplatzlösungen aus der Cloud.
  • Schwerpunkt Web- und Videoconferencing:
    Collaboration-Anwendungen aus der Cloud etablieren sich als ernsthafte Alternative. Jede vierte eingesetzte Anwendung zur webbasierten Zusammenarbeit und für Web- und Videoconferencing wird heute bereits aus der Cloud bezogen. Jedes fünfte deutsche Unternehmen hält es auch für wahrscheinlich, in den nächsten zwei Jahren erstmals Cloud-Dienste zur Durchführung von Web- und Videokonferenzen zu nutzen.
  • Großes Interesse an kompletten Arbeitsplatzlösungen aus der Cloud:
    Die Vorteile des Cloud-Modells werden auch bei Basisanwendungen wie E-Mail oder Telefonie gesehen. Allerdings sind die Anwender beim Einsatz noch zurückhaltend. Gleichzeitig zeigt jedes zweite Unternehmen grundsätzliches Interesse an integrierten Unified-Communications & Collaboration-Arbeitsplatzlösungen aus der Cloud – mit Telefonie und E-Mail sowie Web- und Videoconferencing als integrale Bestandteile.
  • Vorbehalte bzgl. der Netz-Verfügbarkeit, Sicherheit und Datenschutz:
    Viele ITK-Verantwortliche scheuen die erhöhte Abhängigkeit von der Verfügbarkeit des Internets und benennen zudem rechtliche Gründe und Datenschutz als wesentliche Hemmnisse. Zudem bestehen 60 Prozent der Anwender darauf, dass sich das Rechenzentrum des Cloud-Providers in Deutschland befindet.

 

Veränderte Arbeitswelten erfordern neue Arbeitsplatzkonzepte

Die Ergebnisse der Studie spiegeln auch unsere Erfahrungen wider: Das vergangene Jahr hat uns deutlich gezeigt, dass die Kunden offener für cloudbasierte Arbeitsplatzlösungen geworden sind und dieses Thema verstärkt selber nachfragen. Besonders, wenn es um die mobile und flexible Integration von Außendienst- und Home-Office-Mitarbeitern geht.

PAC-Studie "Communication und Collaboration aus der Cloud - Wie weit sind deutsche Unternehmen?"

Zentrale Wertversprechen cloud-basierter Telefonielösungen, wie technologische Aktualität, einfache Anbindung neuer Standorte und Integration mobiler Mitarbeiter, werden von den Anwendern durchaus wahrgenommen. Allerdings wird die Cloud-Telefonie nur selten als preisgünstige Alternative zu anderen Betriebsmodellen empfunden. Quelle: PAC-Studie "Communication und Collaboration aus der Cloud - Wie weit sind deutsche Unternehmen?"

Diese Nachfrage erklärt sich aus den aktuellen Entwicklungen in der Arbeitswelt: Zunehmende Mobilität, flexible Arbeitszeiten und Teleworking sowie weltweite Niederlassungen und Fusionen von Unternehmen erfordern völlig neue Arbeitsplatzkonzepte. Außerdem ermöglichen Smartphones, Tablets und Notebooks das Arbeiten unabhängig von Ort und Zeit. Der Übergang von Berufs- und Privatleben wird fließend.

Das bedeutet in der Praxis, dass Mitarbeiter aus verschiedenen Unternehmen und von unterschiedlichen Standorten aus trotz der räumlichen Trennung tagtäglich effektiv und effizient in Teams zusammenarbeiten müssen. Dafür braucht es veränderte IT-Infrastrukturen und Sicherheitskonzepte sowie Kommunikations- und Kollaborations-Tools, die ein hohes Maß an Flexibilität und Skalierbarkeit bieten. Services und Produkte aus der Cloud eignen sich dafür hervorragend.

Integrierten ITK-Lösungen gehört die Zukunft

Auch die Zurückhaltung der Kunden gegenüber reinen Kommunikationstools aus der Cloud ist uns selbstverständlich bekannt. Wir gehören zu den Pionieren IP-basierter, für den Business-Einsatz konzipierter Telefonielösungen in Deutschland. Doch der Weg ist klar: TK- und IT-Services verschmelzen, nur integrierten Lösungen gehört die Zukunft. QSC hat sich auf den Weg in die integrierte ITK-Welt gemacht.

Auch wenn wir derzeit noch nicht alle von IT-Verantwortlichen gewünschten Anwendungen anbieten können, arbeiten wir intensiv an ihrer Entwicklung und setzen dabei voll auf Cloud-basierte Lösungen. Dabei gehen wir auch Technologiepartnerschaften ein, zum Beispiel mit der ESTOS GmbH, einem führenden Hersteller von Unified-Communications & Collaboration-Produkten im deutschsprachigen Raum.

Die von ESTOS entwickelte ECSTA-TAPI-Middleware bietet die Möglichkeit, unsere prämierte, netzbasierte Telefonanlage IPfonie centraflex zusammen mit dem ESTOS-Produkt ProCall Enterprise einzusetzen. Daraus ergeben sich vollständige Unified-Communications-Funktionalitäten. Unternehmen, die sich für die kombinierte Lösung entscheiden, profitieren durch den erweiterten Leistungsumfang und ein erhöhtes Maß an Mobilität und Flexibilität: einerseits mit durch eine komfortable Computer-Telefonie-Integration, andererseits durch die weitestgehend freie Wahl des Telefonendgerätes.

Für das populäre Microsoft-Produkt Lync 2010 – ebenfalls eine Unified-Communications & Collaboration-Lösung – bietet die QSC AG als erster deutscher Carrier bundesweit passende SIP-Trunks und Telefonnummern an und realisiert über ihr Netz Gespräche in alle Welt. Microsoft hat unser entsprechendes Produkt IPfonie extended link vor Kurzem zertifiziert. Doch damit nicht genug: Gemeinsam mit Vertriebspartnern arbeiten wir an Lösungen, über die Lync multimandantenfähig wird. Das Ziel ist also ein cloudbasierter Betrieb von Microsoft Lync. Bereits ab Mai können Sie dieses Angebot ausprobieren: Details lesen Sie hier.

 

Eigene cloudbasierte Kommunikationsplattform Cospace ab Sommer 2012

Außerdem entwickeln wir derzeit unsere eigene cloudbasierte Kommunikations-Plattform Cospace. Derzeit ist sie als kostenlose Betaversion verfügbar. Ab Sommer dieses Jahres werden wir sie als vollständige „QSC-Cospace-Business“-Lösung anbieten.

Zum Leistungsumfang gehören dann u.a.: sicheres Dokumentensharing, Telefonkonferenzen, Tools auch für firmenübergreifende Projektteams, Faxfunktionen, Voicemail für alle vorhandenen Festnetz- und Mobilfunkanschlüsse. Außerdem wird es Speicherplatz für Personal Storage geben. Angedacht sind dafür zirka zehn Gigabyte. Ab Sommer werden wir in Cospace auch die netzbasierte Telefonanlage IPfonie centraflex integrieren, so dass damit dann auch Videotelefonie und Videokonferenzen möglich sein werden.

PAC-Studie "Communication und Collaboration aus der Cloud - Wie weit sind deutsche Unternehmen?"

Die Gewährleistung der Datensicherheit, Möglichkeiten zur Integration mit bestehenden Anwendungen und die mobile Unterstützung sind für die meisten Unternehmen ein Must-have. Durch Übernahme der Gesamtverantwortung und Ausbaumöglichkeiten zur UCC-Arbeitsplatzlösung können sich Cloud-Anbieter im Markt differenzieren.Quelle: PAC-Studie "Communication und Collaboration aus der Cloud - Wie weit sind deutsche Unternehmen?"

Ende-zu-Ende-Lösungen aus einer Hand

Was die Vorbehalte von ITK-Verantwortlichen gegenüber Cloud-Konzepten bezüglich der Verfügbarkeit des Internets betrifft: QSC ist gerade als Betreiber eines Next-Generation-Netzes ein idealer Partner. Wir realisieren seit Jahren komplette Standortvernetzungen, sog. Virtual Private Networks, betreiben erfolgreich IP-basierte Sprach- und Datendienste und stellen Access-Technologien in verschiedensten Bandbreiten zur Verfügung – drahtgebunden oder per Richtfunk.

So sind wir in der Lage, Ende-zu-Ende-Lösungen – also vom Internetanschluss bis hin zur Cloud-Anwendung – aus einer Hand anzubieten. Redundanzkonzepte mit unterschiedlichen Anbindungswegen, zu Lande oder per Richtfunk, sind ebenfalls kein Problem.

Rechenzentren made in Deutschland

Als mittelständischer ITK-Anbieter mit Rechenzentren nur in Deutschland haben unsere Kunden die Gewissheit, dass ihre Daten nach den strengen deutschen Datenschutzvorschriften gesichert werden.

Sicherheit in den Rechenzentren des QSC-Unternehmens IP Exchange ist auch das Thema eines Interviews mit IP-Exchange-Geschäftsführer Thorsten Grosse  – ebenfalls hier im QSC-Blog: Backups, Redundanzen und Natodraht sorgen für Sicherheit.

 

PAC (Pierre Audoin Consultants) erstellte die Studie "Communication und Collaboration aus der Cloud - Wie weit sind deutsche Unternehmen?"

Steckbrief der Studie:

„Communication und Collaboration aus der Cloud – Wie weit sind deutsche Unternehmen?“

  • Erstellung durch das unabhängige Marktanalyse- und Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC).
  • Finanziell unterstützt u.a. durch die ESTOS GmbH und die QSC AG.
  • Repräsentative Studie. Befragt wurden 203 ITK-Verantwortliche deutscher Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern.
  • Befragungszeitraum Februar/März 2012.
  • Umfang 63 Seiten.
  • Die Studie kann kostenlos bezogen werden unter http://bit.ly/IudglA .
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