Azubis fragen nach … bei Ingo Hattendorf

Egal ob gerade als „Frischling“ bei der QSC AG angefangen oder mit langer Berufserfahrung: Wir, zwei Auszubildende aus dem ersten und zweiten Lehrjahr, versuchen mit „Azubis fragen nach“ beide Extreme an einen Tisch zu bringen. Ingo Hattendorf, der seit 2005 QSC’ler ist, stellt sich unseren Fragen

„Azubis fragen nach“ soll eine Serie werden, bei der die „Kleinsten“ die „Größten“ fragen. Ingo Hattendorf, Leiter der Strategie, hat sich als Erster bereit erklärt, uns Rede und Antwort zu stehen. Es war ein nettes Beisammensein, wenn auch etwas holprig, da keiner von uns wusste, was ihn erwartete. Schließlich ist es ein Pilotprojekt.

Dr. Ingo Hattendorf im Interview

Dr. Ingo Hattendorf, Leiter Strategie der QSC AG, stellt sich den Fragen von Dorota und Jasin im Azubi-Interview. Foto: Dennis Knake/QSC

Herr Hattendorf, wie haben Sie den Weg zur QSC AG gefunden?

Hattendorf: Ich habe 2001 bei der celox Telekommunikationsdienste GmbH angefangen, welche 2005 von der QSC AG übernommen wurde. Seit dieser Übernahme bin ich QSC’ler.

Was machen Sie bei der QSC AG? Können Sie in einem Satz Ihren Job beschreiben?

Hattendorf: Wir gestalten – vor allem mit dem Vorstand, aber auch mit den anderen Führungskräften und den Mitarbeitern – die strategische Ausrichtung der QSC AG, also das, was unsere Ziele, deren Planung und Umsetzung angeht.

Welchen Background haben Sie?

Hattendorf: Ich habe Physik studiert und in Richtung Geowissenschaften promoviert.

Was begeistert Sie an Ihrer Arbeit?

Hattendorf: Ich bin sehr neugierig und habe in meinem Bereich nicht nur mit dem Geschäft von QSC zu tun. Ich suche vor allem Informationen, wie andere Unternehmen agieren, was diese richtig und falsch machen und was wir für QSC davon lernen können.

Sie müssen beruflich sicherlich viel reisen, an Meetings teilnehmen und mailen oder telefonieren. Was davon mögen Sie, was hassen Sie?

Hattendorf: Ich musste im letzten Jahr viel nach Nürnberg reisen, was sehr viel Spaß machte, weil ich viele neue interessante Menschen kennen gelernt habe. Allerdings hat das frühe Aufstehen weniger Spaß gemacht, da mein Wecker häufig schon um 4:30 Uhr klingelte. Durch die Verschmelzung der INFO AG mit der INFO Holding wird das Reisen jetzt allerdings abnehmen.

Ich bin eher ein Freund der spontanen Meetings, also bei jemandem ins Büro reinschneien und dann etwas besprechen. Ich bin kein Freund von angesetzten Meetings, mit wenig Inhalt, aber langer Dauer. Wenn ich nicht weiß, was der Sinn eines Meetings ist, dann bin ich auch ganz strikt und lehne das Meeting ab, wenn ich die Zeit dafür nicht habe.

In einer Mail sollte man in den ersten ein zwei Zeilen schon den Sinn der Mail erkennen. Dabei ist es dann auch nicht wichtig, wie lang die Mail als solche ist. Schlimm ist es, wenn ich erst zwei Seiten lesen muss, bis ich erkenne, um was es eigentlich geht.

Persönliche Gespräche von Mensch zu Mensch sind mir immer noch das Liebste.

Wie leben Sie Kommunikation?

Hattendorf: Ich versuche immer, das richtige Medium zu wählen, der Kommunikation eine Struktur zu geben und meinem Gegenüber zuzuhören – zumindest wenn ich nicht gerade selber zu gestresst bin.

Wie versuchen Sie, ein guter Chef zu sein?

Hattendorf: Als Hilfestellung habe ich ein Bild einer Waage im Kopf. Auf der einen Seite ist Effektivität, also die Leistung, die wir erbringen müssen. Auf der anderen Seite steht die Menschlichkeit. Denn ich glaube, nur wenn diese beiden Dinge auf der Waage im Gleichgewicht sind, fühlen sich meine Mitarbeiter wohl und können die Leistungen erbringen, die von Ihnen verlangt wird.

Was erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern?

Hattendorf: Für mich muss ein Mitarbeiter vor allem Eigenverantwortung zeigen. Daher versuche ich, meinen Mitarbeitern den notwendigen Freiraum zu geben. Der Mitarbeiter soll den Erfolg für seine eigene Leistung ernten, aber auch zu seinen Fehlern stehen.

An welches Ereignis der QSC AG erinnern Sie sich besonders gut und gerne?

Hattendorf: An meinen ersten Tag bei der QSC AG, als ich Projektleiter für das Projekt Freenet wurde.

Mit wem würden Sie gerne den Job tauschen und warum?

Hattendorf: Temporär würde ich gerne mit jedem den Job tauschen, einfach um herauszufinden, wie die Arbeit aus anderer Sicht erledigt wird. Vor allem würde ich gerne eine Zeit in den Job von Bernd Schlobohm hineinschauen, um zu erfahren, wie die QSC AG aus seiner Sicht aussieht. Ganz allgemein würde mich der Job eines Fußballtrainers reizen, auch wenn ich von Fußball nur begrenzt Ahnung habe.

Welche Eigenschaften braucht man, um Karriere zu machen?

Hattendorf: Früher habe ich immer gedacht, dass das Können das Wichtigste ist. Jetzt glaube ich immer mehr, dass das Wollen an erster Stelle steht, denn Können kann häufig erlernt werden.

Neben den persönlichen Fähigkeiten und der Ausbildung eines eigenen Profils spielt der Aufbau und die Pflege eines eigenen Netzwerks eine ganz wichtige Rolle.

Als ich klein war, wollte ich werden:

Hattendorf: Zoowärter

Mein Lieblingsspielzeug war:

Hattendorf: Schlümpfe, Playmobil und Lego

Mein Vorbild in der Jugend war:

Hattendorf: Richard Feynman, ein amerikanischer Physiker.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit?

Hattendorf: Ich versuche, viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen, da ich einen eineinhalb Jahre alten Sohn habe; ansonsten lese und wandere ich gerne. Wenn dann noch Zeit ist, gehe ich joggen und mache Fitness.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Hattendorf: Hope for the best, but plan for the worst.

Haben Sie ein paar Tipps für uns? Was ist das Wichtigste, um seine Arbeit in den Griff zu bekommen?

Hattendorf: Man sollte sehr breit aufgestellt sein und viele Informationen aufnehmen, aber dabei auch einen eigenen Filter entwickeln; denn nicht alles, was man aufnimmt, ist immer für einen wichtig. Sei offen für andere Meinungen und habe den Mut deine eigene Meinung immer wieder in Frage zu stellen und ggf. auch zu revidieren.

 

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