Wirtschaftsuniversität EBS: Mehr Sicherheit durch Hosting und Housing

Die in Wiesbaden und im Rheingau angesiedelte private EBS Universität für Wirtschaft und Recht setzt in der Informationstechnologie und Telekommunikation konsequent auf Virtualisierung. Alle Voice-Anwendungen werden über eine IP-Telefonanlage gesteuert. Und statt eigene Server zu betreiben, nutzt die EBS im Rechenzentrum der IP Exchange in Nürnberg ein umfangreiches Angebot an Hosting und Housing der QSC AG.

Als Ralf Knoche vor fünf Jahren die Leitung der IT-Abteilung der renommierten damaligen European Business School übernahm, waren die IT und die TK dort noch klassisch aufgestellt: Jede Fakultät an den Standorten in Oestrich-Winkel und Wiesbaden war mit einer eigenen Telefonanlage und einem eigenen Mailsystem ausgestattet. So kamen sieben unterschiedliche Telefonanlagen von vier Herstellern zum Einsatz. Auch die IT war auf die verschiedenen Gebäude verteilt. Das unerfreuliche Resultat: Die Wartung der IT war aufwändig und teuer. Selbst Anrufe zwischen den Niederlassungen musste die EBS teilweise bezahlen. Und es gab weder eine einheitliche Stammrufnummer noch die Möglichkeit, Telefonate von einer Fakultät in die andere durchzustellen. CIO Ralf Knoche: „Das war alles kostspielig und wenig nutzerfreundlich.“

Mittlerweile ist viel passiert: Knoche modernisierte die ITK-Welt der Hochschule grundlegend und brachte sie technisch auf den neuesten Stand. Das war auch dringend nötig, denn die EBS wuchs rasant: In den vergangenen drei Jahren kamen rund 50 Prozent Studierende hinzu. Heute lassen sich hier rund 1.600 junge Leute ausbilden, vor allem zu Betriebswirten und Managern mit internationaler Ausrichtung. Seit Juni 2010 bietet die EBS zudem ein vollwertiges Jurastudium mit Schwerpunkt auf Wirtschaftsrecht an. Die Hochschule, die inzwischen den Rang einer Universität hat, verteilt sich auf sechs Standorte.

 

Konsequente Virtualisierung

Um dieses rasante Wachstum auch in der ITK abzubilden, geht CIO Ralf Knoche den Weg einer konsequenten Virtualisierung. Das bedeutet: Voice over IP statt klassischer Telefonanlage, Housing und Hosting statt eines eigenen Rechenzentrums.

Ralf Knoche, CIO der EBS Universität für Wirtschaft und Recht.

Ralf Knoche, CIO der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, setzt bei der Modernisierung der ITK konsequent auf Virtualisierung.

Die QSC AG spielt in diesem Szenario schon seit drei Jahren eine Rolle, denn sie liefert die Telefonanschlüsse für die IP-Telefonanlage der Universität. „Wir konnten unsere Telefonkosten damit dramatisch senken“, freut sich der studierte Wirtschaftsingenieur. Besonderer Pluspunkt seien die attraktiven Flatrates, die auch Telefonate in alle Mobilnetze und ins Ausland abdecken.

Im vergangenen Jahr erhielt QSC dann einen umfangreichen Housing- und Hosting-Auftrag von der EBS, der in diesem Frühjahr abgeschlossen wurde. Dass QSC von der Ausschreibung erfuhr und Ralf Knoche QSC als IT-Dienstleister in Erwägung zog, war auf die gute Zusammenarbeit im VoIP-Projekt zurück zu führen: „Wir hatten QSC nur als Carrier wahrgenommen, dann aber vom QSC-Vertrieb Informationen über die neuen IT-Angebote erhalten.“ Als QSC sich im Frühjahr 2011 um den Auftrag der EBS bewarb, war IP Exchange gerade erst Teil der Unternehmensgruppe geworden.

Gegen die Mitbewerber konnte sich QSC vor allem aus drei Gründen durchsetzen: „Erstens betreibt IP Exchange seine hochmodernen Rechenzentren in Deutschland und gewährleistet höchste Sicherheitsstandards. Eine Public Cloud etwa käme für unsere sensiblen personenbezogenen Daten niemals in Frage“, so Knoche. Zweitens könne das Unternehmen hervorragende Referenzen vorweisen. Und drittens habe QSC der EBS ein besonders umfangreiches Angebot für Housing und Hosting gemacht.

 

Anspruchsvolles Pilotprojekt

Das Projekt geht tatsächlich weit über das hinaus, was IP Exchange bisher üblicherweise an Outsourcing-Dienstleistungen zur Verfügung stellte: Die EBS wünschte sich nicht nur Rechenzentrumsfläche und übliche Housing-Dienstleistungen, sondern auch die gesamte Hardware und den virtualisierten Cluster auf Basis eines Mietmodells.

EBS Universität für Wirtschaft und Recht: Neben einer idyllischen Atmosphäre bietet die Universität ihren Studierenden und Mitarbeitern auch modernste ITK-Services. Foto: EBS.

Claudius Frick, Key Account Manager im Geschäftsbereich Indirekter Vertrieb von QSC, hatte den Vertrag mit der EBS verhandelt: „Bisher musste sich der Kunde – sogar in einem Managed-Service-Projekt wie diesem – seine Server über einen Leasingvertrag selbst besorgen. Jetzt beschaffen wir auch die Hardware, wenn es gewünscht wird, und gehen dafür in Vorleistung.“

In ihrem Nürnberger Rechenzentrum stellt die QSC AG der Privatuniversität jetzt dedizierte Server sowie ein Storage- und Backup-System zur Verfügung. Auf dieser Umgebung hält QSC einen virtualisierten Cluster bereit. Inzwischen wurden auf diesem 63 virtuelle Server eingerichtet, auf die alle Daten und Anwendungen übertragen wurden. Mit Hilfe einer Virtualisierungssoftware administriert die EBS diese Serverinstanzen als Private Cloud aus der Ferne selber. Die Betriebsfähigkeit des Clusters und der zu Grunde liegenden Hardware obliegt der QSC, und das bei Service Level Agreements (SLAs), die eine interne IT niemals einhalten könnte.

Ein Pilotprojekt war der EBS-Auftrag für QSC und IP Exchange auch in juristischer und organisatorischer Hinsicht. Es war das erste Mal, dass Housing und Hosting als Lösungsbausteine direkt von QSC verkauft wurden. So musste in einem Intercompany-Vertrag die Arbeitsteilung fixiert werden.

Die Zusammenarbeit stellte denn anfangs eine echte Herausforderung dar, berichten Manuel Jenne und Walter Bartole, die bei IP Exchange die technische bzw. vertriebliche Koordination verantworteten: „Wir haben bei diesem Projekt einen wichtigen Lernprozess durchlaufen. Seither wissen wir genau, wer was zu tun hat und können bestens zusammenarbeiten.“ Gute Voraussetzungen für die nächsten gemeinsamen QSC-Housing-und-Hosting-Projekte, zumal diese Produkte und Services jetzt auch über den QSC-Partnervertrieb angeboten werden.

 

Wertvolle Vertriebspartner

Von Anfang mit im Boot war das Beratungshaus „Intelligente Netze“ aus Erzhausen, das schon das VoIP-Projekt von QSC und EBS begleitet hatte. „Dies war wieder mal ein Beispiel dafür, wie wertvoll die Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern sein kann. Wir haben sehr davon profitiert, dass dieser Berater hervorragendes IT-Know-how besitzt und auch mit den besonderen Entscheidungsstrukturen von Privatuniversitäten vertraut ist“, sagt QSC-Key Account Claudius Frick.

Studierende der privaten Hochschule mit modernem Equipment. Foto: EBS.

Ralf Knoche schätzt das Beratungshaus auch noch aus einem anderen Grund. Es organisierte den zunächst erforderlichen Umzug der alten Server ins Rechenzentrum von IP Exchange, sicherte die Daten, baute die Server ab, verpackte und transportierte die Hardware, sorgte für Aufbau und Inbetriebnahme. Nach nur 36 Stunden rund um die Uhr an einem Wochenende standen alle Anwendungen wieder voll zur Verfügung. „Eine logistische Meisterleistung“, schwärmt Knoche. Diesen „Field-Support“ will das kleine Beratungshaus weiter ausbauen und irgendwann auch bundesweit anbieten.

Doch auch die Mitarbeiter von QSC und IP Exchange haben ihren Auftraggeber überzeugt. Knoche lobt das gute Fachwissen, die hervorragende Beratung und hohe Flexibilität: „Dass uns QSC so kompetent die Hardware-Beschaffung abgenommen hat, war eine große Hilfe für uns.“ Die Umsetzung des Projektes lief reibungslos. „Die QSC- und IP-Exchange-Mitarbeiter waren immer konstruktiv und partnerschaftlich. Das zeugt von einer hohen Professionalität und Kundenorientierung.“

Mit dem Ergebnis des Projekts ist der CIO hoch zufrieden: „Wir sparen an Wartung oder Neukauf und damit sicherlich rund 20 Prozent der Hardwarekosten. Die Systeme können wir beliebig erweitern und kennen jetzt schon den Preis dafür.“ Außerdem müsse er jetzt nicht mehr im Detail wissen, welche Hardware am Markt vorhanden ist.

Die Zeitersparnis kommt hinzu: Auf Hardwareschulungen könne er nun verzichten. Und wenn neue Software zu testen oder neue Server zu konfigurieren sind, sei das jetzt eine Sache von wenigen Minuten – statt früher von vielen Stunden. „So etwas ist gerade für ein mittelständisches Unternehmen wie die EBS als dynamische Universität von unschätzbarem Wert“, sagt Knoche.

Zeit bleibt ihm und seinem nur sechsköpfigen Team jetzt für die eigentliche Aufgabe, allen Universitätsangehörigen bestmöglichen ITK-Service zu bieten. Dazu zählt, dass alle Studierenden mit nur einer ID-Karte ausgestattet werden, die gleichzeitig als Türöffner, Parkausweis, Bus- und Bahnticket, Bibliotheksausweis und Zugang zu Fotokopierern dient. Das bedeutet auch, dass alle Studierenden und Professoren per WLAN mit all ihren eigenen, höchst unterschiedlichen Laptops und Smartphones problemlos auf Datenbanken und Kopierer der Uni zugreifen können. „Meine Kunden sind allesamt Digital Natives. Sie erwarten von uns das Neueste vom Neuen – und das können wir ihnen jetzt umso leichter bieten.“

 

EBS - Universität für Wirtschaft und Recht: Stammhaus in Schloss Reichartshausen im Rheingau (li.) und der geplante Universitätsneubau in Wiesbaden.

EBS – Universität für Wirtschaft und Recht: Stammhaus in Schloss Reichartshausen im Rheingau (li.) und der geplante Universitätsneubau in Wiesbaden. Foto: EBS.

Kurzportrait: EBS Universität für Wirtschaft und Recht

Die EBS – Universität für Wirtschaft und Recht – ging aus der 1971 in Offenbach gegründeten European Business School hervor.
Diese einzige private, von einer Stiftung getragene Wirtschaftsuniversität Deutschlands bietet Studiengänge in Wirtschaft und Rechtswissenschaften sowie MBA-Abschlüsse an.

Derzeit bilden sich dort rund 1.600 Studierende. Die Universität arbeitet mit mehr als 200 Partnerunternehmen zusammen, an denen die Studierenden Praktika absolvieren. Außerdem verbringt jeder Student und jede Studentin obligatorisch ein Semester an einer der 200 Partnerhochschulen im Ausland. Die Privatuni ist auf sechs Standorte im Rheingau und in Wiesbaden verteilt. www.ebs.edu

Weitere Informationen:

Nachtrag: Seit Juli 2016 ist die EBS nicht mehr Kunde der QSC AG.

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