Gegen den Fachkräftemangel – Auszubildende herzlich willkommen

Für die Personalmanager in der QSC-Gruppe steht fest: Nur mit intensiver eigener Ausbildung können sie dem Fachkräftemangel begegnen. Derzeit beginnen 46 Azubis in den Unternehmen der QSC AG – an den Standorten Köln und Hamburg ebenso wie in Bremen, Frankfurt und Nürnberg. Wir haben uns umgehört, wie sie begrüßt wurden, in welche Berufe sie einsteigen und was während der Lehrzeit auf sie zukommt.

Bei ihren Willkommensaktionen für die neuen Azubis im August ließen sich die zuständigen Personalmanagerinnen nicht lumpen: Pamela Thurn bei der QSC AG in Köln sowie Barbara Nuhn und Silke Jacobsen bei der INFO AG in Hamburg bereiteten ihren Neuen einen freundlichen und informativen Empfang und präsentierten ihre Unternehmen dabei von den besten Seiten.

Welcome-Tage in Köln und Hamburg

Mitarbeiter aus den Unternehmen referierten über Geschäftsmodelle und Unternehmenswerte oder boten Führungen durchs Haus an. Auch die Vorstandschefs begrüßten die Youngsters: in Köln Dr. Bernd Schlobohm, in Hamburg Jürgen Hermann.

Die neuen Azubis der QSC AG in Köln.

Die neuen Azubis der QSC AG in Köln. Zum Vergrößern das Foto bitte anklicken.

Durch Kennenlern-Aktionen halfen die Personalbetreuerinnen bei der schnellen Vernetzung der jungen Leute und sorgten dafür, dass jede und jeder Neue einen Paten aus dem Kreis der Auszubildenden der zweiten und dritten Lehrjahre fand. Die Paten stehen den Neulingen bei den ersten Schritten in die Berufstätigkeit zur Seite.

Ein gelungener Start, finden auch Sebil Sahin und Nils Huisman. Sebil, die bei QSC in Köln gerade ihre Ausbildung zur Bürokauffrau in Kombination mit einem dualen Studium begonnen hat, fand ihren Einstieg im Unternehmen „sehr positiv“. Sie berichtet: „Die Kollegen waren alle nett und hilfsbereit. Der Azubi Welcome Day in der zweiten Woche hat mich inspiriert, denn alle Azubis lernten sich kennen und wir bekamen viele Informationen über die Produkte der QSC AG. Auch der anschließende IT-Kurs und die Arbeitssicherheitsschulung waren sehr nützlich.“

Die neuen Azubis der INFO AG in Hamburg.

Die neuen Azubis der INFO AG in Hamburg – zusammen mit ihren Personalmanagerinnen Barbara Nuhn (ganz links) und Silke Jacobsen (Mitte hinten). Zum Vergrößern das Foto bitte anklicken.

Nils Huisman kam in Hamburg in den Genuss eines dreitägigen Einführungsprogramms. Der angehende Wirtschaftsinformatiker, der seine Ausbildung bei der INFO AG ebenfalls mit einem Studium kombiniert, ist begeistert:  „Am coolsten war die Führung durch das Rechenzentrum; das war schon sehr beeindruckend. Außerdem nahmen wir an einem Kommunikationsworkshop teil, der uns auf Kundenkontakte vorbereitete. Da haben wir gelernt, ruhig und freundlich zu bleiben, auch wenn ein Kunde ärgerlich oder aggressiv sein sollte.“

Mehr Azubis denn je zuvor

Die Gesamtzahl der jungen Leute, die in der Unternehmensgruppe eine Ausbildung absolvieren, stieg mit dem Start der 46 Neuen auf insgesamt 107 – ein Rekord: QSC und INFO AG steigerten die Zahl ihrer Azubis in diesem Jahr deutlich. Dabei ist das erklärte Ziel, die Ausbildungsquote in den nächsten Jahren sogar auf zehn Prozent zu erhöhen.

Pamela Thurn: Schon während ihres Business-Management-Studiums spezialisierte sich die Ausbildungsleiterin der QSC AG auf den Bereich Human Ressources. Bei QSC stieg sie 2011 als Trainee ein.

Pamela Thurn: Schon während ihres Business-Management-Studiums spezialisierte sich die Ausbildungsleiterin der QSC AG auf den Bereich Human Ressources. Bei QSC stieg sie 2011 als Trainee ein.

Dabei geht es vor allem darum, den eigenen, steigenden Bedarf vor allem für die technischen Berufe zu decken. „Der Fachkräftemangel hat auch uns erreicht. Daher bilden wir unseren IT-Nachwuchs selber aus“, sagt Pamela Thurn. Wer die Ausbildung erfolgreich abschließt, hat daher eine gute Chance vom Unternehmen übernommen zu werden: „In eine unbefristete Vollzeitstelle“, wie Barbara Nuhn betont. Von den Ausbildungsabsolventen dieses Jahres nutzten fast alle in Hamburg und Köln diese Chance.

Ausbildung vor allem in technischen Berufen

Die meisten Azubis der Unternehmensgruppe gehen am Standort Köln bei QSC oder Plusnet in die Lehre: insgesamt 53 – davon 24, die gerade ins erste Lehrjahr loslegen. Außerdem beginnt je ein Youngster in den QSC-Niederlassungen in Frankfurt und Bremen.

In Hamburg bei der INFO AG freut man sich über 18 Neueinsteiger und kommt so auf insgesamt 44 Auszubildende. Hier starten sechs angehende Wirtschaftsinformatiker und drei Betriebswirte ihr duales Studium sowie sieben Fachinformatiker, ein Informatikkaufmann und ein IT-Systemkaufmann ihre Ausbildung.

Zwei junge Frauen fangen zudem im September in Nürnberg bei IP Exchange an, wo alles etwas kleiner ist und dann insgesamt acht junge Leute in die Lehre gehen. Kaufmännische Azubis werden dort von Ana Maria Pieper-Jelusic betreut, der Leiterin Personal Verwaltung, der technische Nachwuchs von Sascha Wertz.

Ausgebildet werden in den Unternehmen der QSC AG Bürokaufleute, Betriebswirte,  Fach- und Wirtschaftsinformatiker sowie IT-Fachleute, zum Beispiel IT-Systemelektroniker. Dabei fallen knapp zwei Drittel aller 107 Ausbildungsstellen auf die eher technischen Berufe. Nicht zuletzt deshalb sind auch in diesem Jahr viel mehr junge Männer am Start als junge Frauen – die sich nach wie vor seltener für IT und Technik begeistern. „Wir würden liebend gerne mehr Frauen in technischen Berufen ausbilden“, ermutigt Pamela Thurn den weiblichen Nachwuchs.

Ein Teil der Nachwuchskräfte – in Köln neun, in Hamburg 26 – absolviert nebenher ein Hochschulstudium und qualifiziert sich so für eine Führungslaufbahn. Die Hamburger Teilnehmer dieses Ausbildungsprogramms studieren im Semesterbetrieb an der Fachhochschule Wedel oder der Nordakademie in Elmshorn, die Kölner an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management.

Rotation durch das ganze Unternehmen

Barbara Nuhn: Die gelernte Kauffrau und studierte Juristin arbeitet seit November 2011 als Ausbildungsleiterin bei der INFO AG in Hamburg.

Barbara Nuhn: Die gelernte Kauffrau und studierte Juristin arbeitet seit November 2011 als Ausbildungsleiterin bei der INFO AG in Hamburg.

Während der Ausbildung erhalten die jungen Leute Einblick in die Arbeit und Abläufe des gesamten Betriebs. Bei QSC und Plusnet in Köln sind sie zwar jeweils einer Stammabteilung zugeordnet, in der sie den größten Teil der Ausbildung verbringen. Doch werden sie von dort aus monatsweise in andere Ressorts geschickt – je nach Ausbildungsberuf in eher technische oder kaufmännische.

„Durch diese Rotation lernen die Azubis das Unternehmen sowie die Verzahnung der einzelnen Abteilungen kennen. Außerdem können sie sich so ein sehr gutes Netzwerk aufbauen“, erklärt Pamela Thurn den Sinn dieses Systems.

Bei der INFO AG verzichtet man sogar ganz auf eine Stammabteilung. Die Azubis durchlaufen für jeweils sechs bis 15 Wochen eine Abteilung und wandern dann weiter. „Es gibt eine fixe Einsatzplanung für das erste Jahr, danach erfolgt die Planung in engerer Abstimmung mit den Auszubildenden und Fachabteilungen. Die Auszubildenden kümmern sich selbständig um eine Übernahmeabteilung und schreiben in diesen Abteilungen oft ihre Bachelorarbeit oder Fachaufgabe“, so Barbara Nuhn.

Selbstständiges Arbeiten – gefördert und gefordert

Eines versichern die Ausbildungsleiterinnen: Kaffee kochen oder stundenlanges Fotokopieren gehört nicht zu den Aufgaben ihrer Azubis. „Als innovativer ITK-Dienstleister sind wir in einem dynamischen Umfeld unterwegs, das Kreativität und Ideenreichtum fördert und fordert. Dazu wollen wir auch unseren Nachwuchs motivieren. Daher werden unsere Auszubildenden schon nach kurzer Einarbeitungszeit voll in die Abteilungen eingebunden und können hier eigenständig Aufgaben bis hin zu kleineren Projekten bearbeiten“, so Pamela Thurn.

Ebenso wird trainiert, Teamaufgaben selbstständig zu bewältigen. Bei der QSC AG sind die Auszubildenden des zweiten Lehrjahres zum Beispiel für die gesamte Organisation einer Bewerbermesse – des Ausbildungs-Speed-Days – zuständig, die bald zum dritten Mal gemeinsam mit anderen Unternehmen in den Kölner QSC-Räumen durchgeführt werden soll.

Vier Sterne für die gute Ausbildung bei der INFO AG. Auszeichnung als einer der Top-Ausbilder in Hamburg.

Vier Sterne für die gute Ausbildung bei der INFO AG. Auszeichnung als einer der Top-Ausbilder in Hamburg.

Auch bei der INFO AG sind die Berufseinsteiger am Werben weiteren Nachwuchses beteiligt und lernen dabei, wie man erfolgreich zusammenarbeitet – im Rahmen des Youngsters Marketing Teams. „Daraus resultieren bisher ein eigener Webauftritt, Flyer, ein Film sowie zahlreiche Messeaktivitäten und Inhouse-Veranstaltungen wie Girls Day oder Schulbesuche“, berichtet Barbara Nuhn: „Unsere eigene Azubiabteilung, das ACC, rundet das Programm ab; hier können Azubis erste Führungserfahrung sammeln.“

Vier Sterne für eine Top-Ausbildung

Das ACC (kurz für: Azubi Customer Care) erledigt den hausinternen IT-Support: Es stattet die Mitarbeiter mit Hard- und Software aus. Außerdem ist es erste Anlaufstelle für Kollegen, die Probleme mit ihrer IT haben. Die nur aus Auszubildenden bestehende Abteilung nimmt die Fehlermeldungen an, behebt Störungen und verwaltet Benutzerdaten. Jeder Azubi wird während seiner Ausbildungszeit mindestens einmal im ACC eingesetzt. Ein zweiter Einsatz als Supervisor kann folgen – eine erste Führungsaufgabe, denn der Supervisor ist dafür verantwortlich, dass alle Aufgaben des ACCs reibungslos ablaufen. Er koordiniert Aufgaben und ist erster Entscheidungsträger.

Dieses vielseitige Nachwuchskonzept hat der INFO AG sogar die Auszeichnung als einer der besten Nachwuchsschmieden Hamburgs eingebracht: Sie erreichte beim Wettbewerb „Hamburgs beste Ausbildungsbetriebe 2012“ den 12. Platz sowie ein Vier-Sternen-Siegel. An dem Wettbewerb, der vom „Hamburger Abendblatt“, der Helmut-Schmidt-Universität und dem IMFW Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt wurde, hatten 49 Top-Unternehmen aus Hamburg aus verschiedenen Branchen teilgenommen.

Silke Jacobsen arbeitet seit fast 20 Jahren bei der INFO AG. Sie ist in der Personalabteilung für die Betreuung der Azubis zuständig.

Silke Jacobsen arbeitet seit fast 20 Jahren bei der INFO AG. Sie ist in der Personalabteilung für die Betreuung der Azubis zuständig.

Jede Menge Extras im Programm

Die Ausbildungen in den Unternehmen von QSC erschöpfen sich aber nicht in Learning-by-doing und den obligatorischen Besuchen der Berufs- oder Hochschule. Zusätzlich werden den Azubis Trainings zu verschiedenen Themen angeboten.

Bei QSC in Köln stehen Englischkurse und Sozialkompetenz ebenso auf dem ständig umfangreicher werdenden Azubi-Weiterbildungskatalog wie Fachinformationen über QSC-Produkte oder IT-Wissen. Die INFO AG in Hamburg bietet Kommunikationsseminare und – wenn gewünscht – Englischkurse an. Geplant seien hier auch Projektmanagement-Schulungen.

Als besonderes Highlight arbeiten die Hamburger zunehmend an firmenübergreifenden Ausbildungsmodellen: So hat Marlitt Stolz, duale Studentin der INFO AG, gerade einen zweimonatigen Teil ihrer praktischen Ausbildung im Projektmanagement der QSC AG in Köln verbracht. Sie resümiert: „Ich wurde bei QSC sehr herzlich aufgenommen. Und mein Aufenthalt hier hat mir die Chance gegeben dazuzulernen, neue Kontakte zu knüpfen und mich weiterzuentwickeln. Sehr interessant fand ich auch, dass INFO AG und QSC zwar sehr verschieden sind, aber in beiden Unternehmen die Mitarbeiter Veränderungen offen gegenüberstehen. Zusammen können sie in Zukunft sicher Großes erreichen.“

Vorbereitung auf das nächste Rennen

Während sich die Neuen einleben, stehen für die Personalbetreuer in Sachen Ausbildung schon die nächsten Herausforderungen an. Sie müssen zum Beispiel überlegen, wie man die verschiedenen Ausbildungskonzepte in der neu entstandenen Unternehmensgruppe angleichen könnte.

Und natürlich ist das Ausbildungsjahr 2013 nicht fern. Also heißt es, wieder frühzeitig um die besten, motiviertesten und ausbildungswilligsten jungen Leute zu werben – über die Firmenwebsites, auf Messen, via Inserat und nicht zuletzt mit Hilfe der aktuellen Azubis von QSC, INFO AG und IP Exchange. Denn wer könnte eine bessere Empfehlung für einen Ausbildungsbetrieb abgeben als diejenigen, die selbst dort gerade in die Lehre gehen.

Weitere Informationen

Filme, Texte sowie Fotos zum Berufseinstieg in der QSC-Unternehmensgruppe sowie Online-Jobbörsen finden Sie auf den Websites der drei Unternehmen:

Interesse? Sie können sich auch per E-Mail bei den Ausbildungsleiterinnen melden …

  • … bei der QSC AG/Plusnet unter email hidden; JavaScript is required
  • … bei INFO AG unter www.info-ag.de
  • … bei IP Exchange unter email hidden; JavaScript is required
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