Sebil Sahin & Yannick von Witzenhausen
Publiziert am 7. November 2012 von unter:

Azubis fragen nach … bei Barbara Stolz

Leiterin der Finanzabteilung!? Sie stellen sich eine strenge Person mit dicker Hornbrille vor? Weit gefehlt! Auf Barbara Stolz, Leiterin der Finanzabteilung der QSC AG, passt so ein Klischee gar nicht.

Barbara Stolz, Leiterin der Finanzabteilung der QSC AG.

Barbara Stolz, Leiterin der Finanzabteilung der QSC AG.

Die freundliche und jugendlich wirkende Dame hat uns beiden – Duale Studenten der QSC AG im ersten Ausbildungsjahr – etwas von ihrer wertvollen Zeit zur Verfügung gestellt. Im Interview widerlegt sie gängige Stereotype und gibt uns, „den Neuen“, Tipps für den erfolgreichen Start ins Berufsleben.

Dieser Blog-Beitrag ist der dritte Teil der Reihe „Azubis fragen nach“, bei der die „Kleinsten“ im Unternehmen die „Größten“ befragen. Die ersten Interviewpartner waren Ingo Hattendorf und Jürgen Hermann.

 

Frau Stolz, zum Warmwerden ein kleines Fragen-Blitzgewitter:

Schwarz oder weiß?

Stolz: Weiß.

Land oder Stadt?

Stolz: Land.

E-Mail oder Brief?

Stolz: E-Mail.

Alt oder neu?

Stolz: Neu.

 

Nun interessieren uns einige Details zu Ihrem Job bei der QSC AG.

Wie haben Sie zur QSC AG gefunden, und seit wann arbeiten Sie hier?

Stolz: Ich habe mit 16 eine kaufmännische Ausbildung bei einem Verlag begonnen. Nach Abschluss der Lehre arbeitete ich bei verschiedenen Großunternehmen, in denen ich eine Menge Konzernerfahrung sammeln konnte. Auf der Abendschule bildete ich mich zur Bilanzbuchhalterin weiter. Als ich 2004 von München nach Köln zog, suchte die QSC AG gerade jemanden für die Leitung der Finanzabteilung und ich bewarb mich darauf. Seit 1. Januar 2005 arbeite ich nun schon hier.

Was machen Sie als Leiterin der Finanzabteilung? Können Sie Ihren Job in einem Satz beschreiben?

Stolz: In einem Satz ist das schwer. Ich verantworte die Bereiche Rechnungswesen und Controlling für Köln und Hamburg. Das Rechnungswesen ist eher auf die Vergangenheit und das Controlling sehr stark auf die Zukunft ausgerichtet. Anders ausgedrückt: Unsere Aufgabe im Finanzbereich ist die Aufbereitung der Zahlen für das externe und interne Reporting. Das externe Reporting betrifft den Kapitalmarkt. Das interne Reporting dient dem Vorstand und den Bereichsleiter für die Steuerung und Planung des Unternehmens. Daneben beschäftigen wir uns mit dem Jahresabschluss und dem Geschäftsbericht.

Barbara Stolz im Gespräch mit Sebil Sahin und Yannick von Witzenhausen.

Barbara Stolz im Gespräch mit Sebil Sahin und Yannick von Witzenhausen.

Was begeistert Sie an Ihrer Arbeit?

Stolz: Ganz klar mein Team und meine Kollegen. Denn ohne mein Team  das sind etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  könnte ich die Arbeit nicht bewältigen. Ich bin in meinem achten Jahr im Betrieb und arbeite immer noch in einem Umfeld, in dem ich mich wohlfühle.

Welche Tätigkeit gefällt Ihnen an Ihrem Job am besten?

Stolz: Projekte! Ich brauche die Abwechslung.

Wie versuchen Sie, eine gute Chefin zu sein – und was zeichnet eine gute Chefin oder einen guten Chef aus?

Stolz: In der Sache hart, aber sonst fair bleiben. Ich weiß, ich bin sehr streng, aber ich versuche das Zwischenmenschliche nicht zu vergessen und auch mitzubekommen, wenn es jemandem nicht gut geht. Grundsätzlich gilt: Ein guter Chef sollte zuhören können.

Würden Sie Ihren Freunden empfehlen, bei der QSC AG anzufangen?

Stolz: Ja! Wenn jemand gerne selbstständig arbeitet, Spaß an Veränderung hat und die Ärmel hochkrempelt, kann er oder sie gerne zu QSC kommen.

 

Jetzt mal etwas Privater …

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Stolz: Bleib Dir immer selber treu! Man sollte zu dem stehen, wovon man überzeugt ist, sonst ist man nicht authentisch. Und es ist wichtig, authentisch zu bleiben!

Was ist Ihr liebstes Urlaubsziel?

Stolz: Der ganze afrikanische Kontinent. Ich reite sehr gerne und habe zum Beispiel eine Pferdesafari in Botswana gemacht. Man kommt sehr nah an die Tiere heran und es ist ein Wahnsinnsgefühl, neben Giraffen zu galoppieren. Nächstes Jahr plane ich die Kilimandscharo-Umrundung mit dem Pferd.

Wie wir gehört haben, hegen Sie eine Leidenschaft für Autos. Woher kommt die?

Stolz: Nein, das stimmt so nicht. Ich fahre gerne schnelle und auch schöne Autos, aber meine Leidenschaft gehört den Pferden, und das schon von klein auf. Ich reite bei Wind und Wetter und springe auch sehr gerne. Dabei kann ich entspannen.

Sebil Sahin und Yannick von Witzenhausen, Azubis der QSC AG.

Mutige Interviewer: Sebil Sahin und Yannick von Witzenhausen, Duale Studenten der QSC AG im ersten Ausbildungs- und Studienjahr.

Oft diskutiert ist das Thema Frauenquote. Was halten sie als Frau in einer leitenden Position davon?

Stolz: Wenn die Gegebenheiten und das Bewusstsein der Gesellschaft dementsprechend wären, bräuchte ich gar keine Frauenquote. Wenn ich eine Frauenquote beschließe, muss ich aber auch gewährleisten können, dass zum Beispiel genügend Kita-Plätze zur Verfügung stehen. Ich sehe die Zerreißprobe zwischen Kinderbetreuung und Job. Das ändert auch keine Frauenquote. Zudem will man nicht als Quotenfrau abgestempelt werden. Und im Endeffekt überzeugt immer die Leistung.

 

Welche Tipps fürs Arbeitsleben können Sie uns Azubis geben? Etwa dazu:

Was ist das Wichtigste, um seine Arbeit in den Griff zu bekommen?

Stolz: Man darf den Blick für das Wesentliche nicht verlieren und muss die Aufgaben klar priorisieren. Das ist als Auszubildender bestimmt nicht so einfach, aber da muss man dann die Kommunikation mit den Ausbildern suchen, um die Prioritäten abzustimmen.

Was muss man mehr im Blick behalten: die eigenen Ziele oder die Ziele des Arbeitgebers?

Stolz: Optimaler Weise handelt es sich um dieselben Ziele. Klar, oft gehen die etwas auseinander. Aber ich stelle es mir schwierig vor, wenn persönliche Ziele und die Ziele des Arbeitgebers in völlig konträre Richtungen laufen. Man sollte also versuchen, die Ziele übereinander zu bringen.

Haben Sie einen Rat, wie wir Azubis uns am besten einbringen können, um effektiv zur täglichen Arbeit beizutragen?

Stolz: Beharrlich bleiben. Fragt nach, wenn Ihr etwas nicht versteht! Das Verständnis kommt mit der Zeit. Jeder Anfang ist schwer, und der war auch bei mir schwierig.

Abschließend eine Frage, die uns besonders interessiert:

Die QSC AG stellt verstärkt Azubis ein und will einen Ausbildungsanteil von zehn Prozent erreichen. Was halten Sie davon?

Stolz: Das finde ich super! Bei dem aktuellen Fachkräftemangel ist es gut, wenn Unternehmen in Ausbildung investieren und in diesen Bereich viel Energie stecken.

 

Barbara Stolz, Leiterin der Finanzabteilung von QSC.Über Barbara Stolz

Die Leiterin der Finanzabteilung der QSC-Gruppe kam 2005 zum Unternehmen. Sie startete hier zunächst als Leiterin des Rechnungswesens und wurde 2009 Leiterin der gesamten Finanzabteilung. Seit 2012 verantwortet sie die Bereiche Rechnungswesen und Controlling für die ganze QSC-Gruppe.

Ihre Karriere begann Barbara Stolz (Jg. 1968) nach der Mittleren Reife mit einer kaufmännischen Ausbildung in einem großen Verlag. Dann arbeitete sie viele Jahre in Großunternehmen und bildete sich auf einer Abendschule zur Bilanzbuchhalterin weiter.

Barbara Stolz ist ledig und wohnt in Köln. Ihr Glück findet sie in ihrer Freizeit auf dem Rücken der Pferde.

 

 

Azubis fragen nach … bei Barbara Stolz
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