Was ist eigentlich SAP HANA? – INFO AG unterstützt Echtzeitanalysen

Spätestens seit SAP mit der High Performance Analytic Appliance, kurz HANA, eine der innovativsten In-Memory-Datenbanken auf den Markt gebracht hat, ist die „In-Memory-Technologie“ in aller Munde. Sie sorgt dafür, dass Handelsunternehmen und Kunden von Echtzeitanalysen profitieren können. Erfahren Sie hier, wie die INFO AG Sie dabei mit einem eigens dafür eingerichteten Testlabor unterstützt.

Server im Rechenzentrum der INFO AG: Seit 2012 betreibt das Unternehmen ein eigenes HANA-Competence Center.

Server im Rechenzentrum der INFO AG: Seit 2012 betreibt das Unternehmen ein eigenes SAP-HANA-Competence-Center.

In-Memory bedeutet nichts anderes, als das alle Daten der SAP-Anwendungen direkt im Server-Hauptspeicher für weitere Verarbeitungsfunktionen dauerhaft vorgehalten werden, statt diese auf langsamere Festplatten zu schreiben. Der dadurch erzielte Gewinn an Geschwindigkeit bringt gerade für Prozesse mit großen Datenmengen, die hohe Anforderungen an die Antwortzeit stellen, spürbare Vorteile.

Als Teilnehmer an SAP-Ramp-Up-Programmen, bei dem neueste Technologien in enger Zusammenarbeit mit SAP getestet werden, hat die INFO AG bereits im April 2012 ein eigenes HANA-Competence-Center gegründet und ein Testlabor eingerichtet. Dort können interessierte Kunden die Effizienz und Umsetzbarkeit, angepasst an die individuellen Unternehmensanforderungen, der In-Memory-Technologie auf Herz und Nieren überprüfen. Es können nun Lösungen oder Berechnungsalgorithmen gezeigt werden, die bisher verworfen worden sind, weil die Bearbeitung oder Erstellung des Ergebnisses inakzeptabel lange gedauert hätte. Mit In-Memory eröffnen sich den Unternehmen ganz neue Möglichkeiten der Kundenanalyse, Kundenbindung und effizienter Lagerverwaltung.

Handeln in Echtzeit: Der personalisierte Einkauf

Handelsunternehmen haben erfahrungsgemäß mit hohen Datenvolumina, vor allem Abrechnungsdaten der Kassen, zu tun. Diese stetig anwachsenden Datenmengen stellen immer höhere Anforderungen an die Verarbeitungsgeschwindigkeit in den Systemen der Unternehmen. Doch nicht nur das Datenvolumen steigt, auch die Kunden werden anspruchsvoller: So haben erfolgreiche Handelsunternehmen längst einen Weg gefunden, das Einkaufserlebnis zu personalisieren. Bestes Beispiel Amazon: Hier erhält der Kunde ein auf Basis der letzten Einkäufe aktualisiertes und personalisiertes Angebot. Auf Basis der vorhandenen Daten werden so neue Geschäftsmöglichkeiten erkannt und zeitnah umgesetzt. Noch bevor der Kunde den Shop verlassen hat, erhält er weitere Vorschläge. So wird Bindung an das eigene Angebot gestärkt. Um dies zu realisieren, sind schnelle und effiziente Prozesse in der der Warenwirtschaft notwendig.

Hier spielt die Geschwindigkeit der Verarbeitung und die Verfügbarkeit der Detaildaten die Hauptrolle. Die Bereitstellung der Analyseergebnisse in Echtzeit heißt, dass die Interaktion zwischen dem Nutzer und dem Datenverarbeitungssystem ohne zeitliche Verzögerung erfolgt. Auf die Antwort zu einer Recherche folgt die Detaillierung der Recherche, ohne Ablenkung durch zu lange Wartezeit, die einen dazu verleitet, sich mal eben mit einem weiteren Thema, den E-Mails oder ähnlichem zu beschäftigen. Der Nutzen dieser sogenannten Real-Time-Analytics (zu Deutsch Echtzeitanalysen) ist offensichtlich: der Anwender erhält die Möglichkeit, schnell und flexibel jede Frage auf Basis von Detaildaten zu beantworten. Häufig kommt die richtige Frage erst bei der Detailanalyse.

Real-Time Analytics am Beispiel von Kassendaten

Real-Time-Analytics steigert die Geschwindigkeit im Reporting. Die Bedeutung der Größe des Datenvolumens nimmt ab und die Qualität der Informationen nimmt zu. Am Beispiel der Verarbeitung von Kassendaten lassen sich die Vorteile von Echtzeit-Analysen auf Basis von SAP HANA sehr gut zeigen:

Eine große Handelskette kommt schnell auf ein Volumen von zehn Millionen Bon-Zeilen pro Tag. Die Kassendaten eines Handelsunternehmens sind eine wahre Fundgrube für neue Erkenntnisse über Geschäftschancen oder für die Optimierung von logistischen Prozessen. Jeder Bon enthält wertvolle Informationen über Artikel, Menge, Preis, Rabatte oder Zahlungsart. Jede Bon-Zeile lässt sich zusätzlich in eine Beziehung zu den weiteren verkauften Artikeln setzen. Hier entstehen wichtige Informationen über das Kaufverhalten der Kunden und über den Erfolg der einzelnen Produkte.

Meist werden die Kassendaten heute nur verdichtet zur Verfügung gestellt. Die Menge der Daten erschwert oder verhindert die zeitnahe Auswertung. Die aktuellen Technologien in bisherigen Business Intelligence Lösungen können diesen Detailgrad, Bon mit Einzelzeilen, häufig nicht zu akzeptablen Kosten zeitnah für Auswertungen erschließen. So bleibt diese Informationsquelle für viele Unternehmen verschlossen.

Im Rahmen des SAP-Ramp-Up-Programms testet die INFO AG das neue Point-of-Sale Data Management (POS DM). In dieser neuen Version verlagert das POS DM die Bearbeitung der Kassendaten komplett nach dem In-Memory-Prinzip in den Server-Hauptspeicher. Das erste Mal stehen damit die Bon-Einzelzeilen in einem einfach zu interpretierendem Format für Echtzeitanalysen zur Verfügung. POS DM nutzt die Funktionen des SAP Business Information Warehouse (SAP BW) für Datenverarbeitung und Bereitstellung für das Reporting. Erste Erfahrungen sind sehr vielversprechend.

Die Bereitstellung der Kassendaten für das Reporting gibt dem Management im Outlet die Werkzeuge an die Hand, die es benötigt, um Absatz und Umsatz im Detail. So lassen sich Chancen erkennen, wie die Kundenzufriedenheit und damit der Abverkauf noch gesteigert werden kann. Schlecht laufende Artikel lassen sich umgehend mit verkaufsfördernden Maßnahmen unterstützten.

Mit Echtzeitanalysen Regallücken schließen

Neben einer besseren Kundenanalyse bieten die Kassendaten noch mehr: Bei einer Verknüpfung des Abverkaufs mit der Warenwirtschaft des Outlets über einen ausreichend langen Zeitraum lassen sich Regallücken automatisch erkennen und zukünftig vermeiden. Regal-Lücken treten immer mal auf und verhindern den Verkauf von Artikeln, obwohl Nachfrage besteht. Für den Händler bedeutet dies Umsatzverlust. Mit In-Memory-Technologien und Real-Time-Analytics steht nun eine Innovation zur Verfügung, die jedes Handelsunternehmen für sich nutzen kann.

Die Grundlage für Real-Time-Analytics ist die sofortige Bereitstellung aller relevanten Informationen sobald diese benötigt werden. Das lässt sich nicht durch die aufwendige Modellierung von vorverdichteten InfoCubes, die in gängigen Business Intelligence Lösungen erforderlich sind, erreichen. Zum einen ist die Reaktionsgeschwindigkeit der IT für die Umsetzung neuer Anforderungen in diesem Szenario oft zu gering, zum anderen bedeutet jede Auswahl einer Teilmenge möglicher Daten eine Einschränkung der Auswertungsmöglichkeiten.

Der Hamburger IT-Dienstleister INFO AG ist bevorzugter SAP-Vertriebspartner. Seit 2012 betreibt das Unternehmen ein Competence Center für SAP HANA.

Der Hamburger IT-Dienstleister INFO AG ist bevorzugter SAP-Vertriebspartner. Seit 2012 betreibt das Unternehmen ein Competence Center für SAP HANA.

Die Anwender im Handelsunternehmen benötigen dagegen die Möglichkeit, flexibel Adhoc-Anfragen zu formulieren. Die Einschränkung des verfügbaren Datenbestandes kann da nur hinderlich sein. Besser wäre die Nutzung aller Daten des Unternehmens. Die Aufbereitung der Daten findet während der Ausführung der Adhoc-Anfrage mit Hilfe der In-Memory-Technologien statt.

Der Optimalzustand wäre die Aufhebung der Trennung zwischen dem operativen Datenbestand des Unternehmens und dem dispositivem Datenbestand der Business Intelligence Lösungen. Der Weg in diese Richtung ist beschritten, wie an der Behandlung der Kassendaten bereits dargestellt. In dem Beispiel werden die Kassendaten sowohl für die operative Abrechnung als auch für die Nutzung in den Auswertungen zur Verfügung gestellt. Die Trennung nach operativer Nutzung (OLTP) und Nutzung für Auswertungen (OLAP) entfällt.

Bis es jedoch überall soweit ist, wird noch ein Stück Weg zu gehen sein. Die Gültigkeit dieses Ansatzes wird sich mit der Bereitstellung des SAP R/3 ERP in SAP HANA beweisen. Sobald das komplette operative System mit allen seinen Funktionen und Anwendungen wie FI, CO, SD, MM auf IN-Memory-Basis läuft, wird man die Data Warehouse Konzepte neu schreiben müssen.

INFO-AG-Testlabor: Der sichere Weg zu SAP HANA

In der In-Memory-Technologie gibt es nicht nur Chancen, sondern auch Herausforderungen. Auch wenn SAP von einer „Non-Disruptive“-Technologie und einer „Risk-free Transition“ spricht, gilt es, einige Klippen zu umschiffen. Die Erfahrungen des HANA-Competence Centers helfen bei der Vermeidung der Risiken und bei der effizienten Durchführung des Umsetzungsprojektes. Dazu hat die INFO AG ein dreistufiges Verfahren entwickelt, um den Einstieg in die neue Technologie zu vereinfachen:

  1. Der erste Schritt ist eine Potenzialanalyse. Hier wird mit dem Handelsunternehmen festgelegt, welcher Geschäftsprozess am ehesten von der neuen Technologie profitieren kann. Dieser Schritt hilft, den Mehrwert zu erkennen und Risiken transparent zu machen. Eventuell erschließen sich sogar Argumentationshilfen bei der Gewinnung anderer Projekten im Wettbewerb.
  2. In einem zweiten Schritt erhalten die Kunden im HANA-Labor der INFO AG die Möglichkeit, das ausgewählte Szenario in einer Testumgebung zu validieren. So können die Unternehmen den Nutzen auf Basis eigener Daten für das individuelle Szenario nachweisen. Diese Proof-of-Concept Umgebung wandelt die Ahnung in Wissen um, ganz ohne Investitionen in Hardware oder Lizenzen.
  3. Als dritter Schritt folgt die Umsetzung in der kundenseitigen Anwendungslandschaft. Demnächst auch aus einer von der INFO AG bereitgestellten Cloud-Umgebung.

Was für die „global Player“ möglich ist, lässt sich mit SAP HANA auch im Mittelstand realisieren. Warum sollen nicht alle Unternehmen die Möglichkeit bekommen, „Amazon“-Prozesse zu leben? Real-Time-Analytics und die In-Memory-Technologie bieten die Basis. Innovationsprojekte mit erfahrenen Partnern bieten die Gelegenheit. Schon 2011 empfahlen die Marktforscher von Gartner: Die Unternehmen sollten die neue Technologie vorzugsweise für High-return/fast ROI Projekte oder für solche Anwendungen, die nicht unternehmenskritisch sind, aber extreme Anforderungen an komplexe Analysen stellen, einsetzen. Siehe Gartner-Report „SAP Throws Down the NEXT-Generation Architecture Gauntlet With HANA“.

Zusammengefasst bietet die In-Memory-Technologie und Real-Time-Analytics die Chance für Handelsunternehmen auf innovative Anwendungen, die bisher einfach nicht möglich waren sowie schnelle Reaktion auf Ereignisse im Markt durch Echtzeit-Analysen auf dem Unternehmensdatenbestand. Darauf sollte man im Wettbewerb nicht mehr verzichten.

Rundumbetreuung für SAP-HANA-Anwendungen

Als ITK-Full-Service-Provider übernimmt die INFO AG die Beratung sowie den Bau und Betrieb der kundenspezifischen SAP-HANA-Anwendungen. Das HANA Competence Center bündelt Mitarbeiter aus der Entwicklung, der SAP-Basis, der Netz- und Datenbankadministration sowie Spezialisten aus der BI- und Retailberatung. Das Unternehmen hat ausgewiesene Expertise in den Branchen Handel, Nahrung- und Genussmittel. Die Migration des SAP BW nach SAP BW on HANA bieten wir als Paket zum Festpreis an.

Weitere Informationen

  • Persönlicher Kontakt auf der CeBIT. Auch bei unseren CeBIT-Präsentationen in diesem Jahr geht es unter anderem um SAP HANA. Treffen Sie unsere Fachleute dazu in Halle 4, Stand C 04, Nr. 128. Klicken Sie hier für Details und Anmeldung
  • Vortrag auf der CeBIT. Zum Thema „BW on HANA – Von der Idee zum Dauereinsatz“ hält Claudio Forte, Senior Consultant Business Intelligence der INFO AG, einen Vortrag am 7. März 2013 um 15 Uhr auf der CeBIT in Halle 9, Stand E 54.
  • Kurzer Draht zu mir. Gerne beantworte ich Ihnen Ihre Fragen zu diesem Thema. Schreiben Sie mir bitte einfach eine E-Mail an email hidden; JavaScript is required oder nutzen Sie die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag.
  • Überblick über unsere Services. Auf der Website der INFO AG halten wir Sie über unsere SAP-Dienstleistungen auf dem Laufenden. Siehe: www.info-ag.de

 

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