Dennis Knake
Publiziert am 2. April 2013 von unter:

Q-loud meets CODE_n: „Neben Grundlagenforschung treiben wir echte Umsetzung voran“

„Smart Solutions for Global Challenges“ lautete des Motto von CODE_n, einem internationalen Innovationswettbewerb für Startups, der sich auf der diesjährigen CeBIT in Halle 16 präsentierte. Gesucht wurden digitale Geschäftsmodelle für eine nachhaltige Energieversorgung und -nutzung. Das Q-loud-Team der QSC AG war als Eventpartner mit dabei. In unserem Interview erläutern Fred Schmidt und Mirja Steels, warum. 

Wie war es für euch auf dem Stand von CODE_n, immerhin ein europaweiter Innovationswettbewerb, in diesem Jahr mit dabei zu sein?

Mirja Steels: Genau genommen waren wir in diesem Jahr auf zwei Messeständen in Hannover präsent. Neben unserem Auftritt bei CODE_n als Eventpartner hat uns darüber hinaus das BMWi  im Rahmen unseres SensorCloud-Projektes einen Platz auf dem TrustedCloud-Gemeinschaftsstand zur Verfügung gestellt.

Und warum nun CODE_n?

Fred Schmidt: Als Q-loud-Team kümmern wir uns ja um „das Internet der Dinge“ und dabei um sichere Interaktivität, kundengetriebene Innovation und nachhaltige Problemlösungsfähigkeit. Ein für uns strategisches Handlungsfeld ist in dem Kontext der Energiebereich. Und da interessieren uns die Mitgestalter eines neuen Energiemarkts. Darüber wollten wir bei CODE_n mit Gleichgesinnten sprechen und unseren Open-innovation-Ansatz als gestaltende Drehscheibe aus der IKT-Welt präsentieren.

Deutschland bietet einmalige Aufsatzpunkte, die andere Länder und potenzielle Business-Partner interessieren: das betrifft die hiesigen Datenschutz- und Sicherheitsbestimmungen, als auch ein grundsätzlich politisch und gesellschaftlich gewolltes Großprojekt mit Namen „Energiewende“. Wir gestalten diese Herausforderung jetzt schon mit: in verschiedenen Projekten treiben wir neben Grundlagenforschung auch echte Umsetzung voran.

Um welche Projekte geht es dabei konkret?

Mirja Steels: Das sind seit einiger Zeit schon Projekte wie Sensorcloud, und Osc4car auf der eher forschenden Entwicklungsfront. (Projekte zur intelligenten Erfassung und Weitergabe von (Energie-)Messdaten unter Zuhilfenahme moderner IKT-Technologien / Anm. d. Red.) Dazu sind neue Projekte auch im europäischen Kontext gekommen, in denen echte Anwendungsszenarien in die Tat umgesetzt werden.

Könnt ihr schon was zu den neuen Projekten sagen?

Fred Schmidt: Da ist noch nicht alles Spruchreif, aber sobald dies der Fall ist, erzählen wir an dieser Stelle gerne mehr.

Konntet Ihr denn auf der Messe gute Kontakte im Bereich Energieversorgung knüpfen?

Mirja Steels: Ja. Kontakte zu CEOs, potentiellen Projektpartnern und intensive Gespräche mit interessanten Startups haben unsere Tage auf der CeBIT 2013 sehr gut ausgefüllt.

„Energiewende“ ist ein Thema, welches aus gutem Grund die Gemüter bewegt – und im Zusammenspiel mit dem gewaltigen Medienecho, welches CODE_n hervorgerufen hat, kam eigentlich fast jeder, der fachlich und wirtschaftlich interessiert ist, in unserer Halle vorbei. So konnten wir auf der einen Seite viele wichtige Informationen sammeln und auf der anderen Seite qualitativ hochwertige Fachkontakte herstellen.

An eurem Stand habt Ihr eine Modellwelt mit Windrädern, Solarplatten und einer Biogasanlage aufgebaut. Die Besucher konnten mit einer App einen fahrenden Zug je nach verfügbarem Strom mal schneller, mal langsamer fahren lassen. Was hatte es damit auf sich?

Mirja Steels: Das Thema, welches wir hier besetzen, ist unglaublich komplex und sowohl auf die Randbedingungen und die dahinterliegenden Technologien bezogen, nur schwer erklärbar. Mit dem Modell und der dazugehörigen iOS-App haben wir einen Ansatzpunkt, der erstmal die Aufmerksamkeit auf uns lenkt – die Leute bleiben stehen und wollen auch mal „spielen“.

Viel wichtiger ist aber, dass beide Medien die Geschichten erzählen, an denen wir konkret arbeiten. Denn das Modell im Maßstab 1:160 für Auftritte auf der CeBIT oder auch zuletzt auf der E-World enthält die Technologie der echten Cloud für ein Smart-Grid-Szenario bei dezentraler Energieerzeugung. Und das bauen wir jetzt 1:1 in Deutschland und Belgien auf, aber dazu dann gerne später einmal mehr Details.

Ulrich Hacker, Geschäftsführer der neu gegründeten Q-loud GmbH im Interview mit einem Kamerateam für Code_n in Halle 16 zum Thema SmartGrids. Foto: Dennis Knake/QSC AG

Ulrich Hacker, Geschäftsführer der neu gegründeten Q-loud GmbH im Interview mit einem Kamerateam für CODE_n in Halle 16 zum Thema SmartGrids. Im Hintergrund die Smart-Grid Modellwelt. Foto: Dennis Knake/QSC AG

Welchen Sinn macht denn die Kooperation mit Startups für QSC und das Q-loud-Team?

Fred Schmidt: Wir haben hier viele Unternehmer erlebt, die nicht alles besser wissen, sondern besser machen wollen. Das an sich ist schon mal klasse und motiviert unseren Ansatz. Wir schaffen „intellectual property“ in einem Bereich, die Du – wie Ulrich Hacker immer so schön sagt – nicht googlen kannst. Und das verbindet unser Q-loud-Team mit vielen der Startups, die sich hier bei CODE_n gezeigt haben.

Davon abgesehen, bringen wir ja auch was zur Party mit: unsere Cloud-Lösung für den Energiebereich und B2B-Erfahrung als Ende-zu-Ende-Anbieter im IKT-Markt interessiert beispielsweise jeden Smart-Home- oder Smart-Metering-Anbieter, wenn er es mit Datenübermittlung an Dritte zu tun bekommt oder seinen Kunden wichtige Sicherheitsstandards anbieten will.

CODE_n zeichnete sich auch durch eine ganze Reihe von Fachvorträgen aus. Wie sah euer Anteil dabei aus?

Mirja Steels: CODE_n lebt unter anderem auch davon, dass interessante Redner aus Politik und Wirtschaft sprechen. Thema 2013 sind Innovationen rund um die Energiewende – und natürlich hat Ulrich Hacker, CEO der Q-loud GmbH, am „Investors Day“ die Gelegenheit genutzt, unsere Themen vor Fachpublikum zu platzieren.

Im Rahmen einer BMWi-Vortragsreihe stellte er dann noch das Projekt „SensorCloud“ vor, bei dem die Konsortialleitung in den Händen der QSC liegt. Fred präsentierte zudem noch am Samstag im Rahmen des „Recruiting Day“ von CODE_n unser Q-loud-Team als potenziellen Arbeitgeber. Für das, was wir vorhaben, brauchen wir gute Leute!

Wo kann man sich bewerben?

Fred Schmidt: Wer sich in einer leistungsorientierten Innovationskultur zurechtfindet, kann sich im Karrierebereich auf www.qsc.de über aktuelle Stellenangebote informieren.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Mirja Steels

Mirja SteelsMirja Steels arbeitet seit Oktober 2012 im Q-loud Team der QSC AG. Dort verantwortet sie im Rahmen der Entwicklung neuer Produkte im Bereich „Cloud Computing“ den Themenkomplex Softwareergonomie. Zuvor war Steels seit der Gründung bei der accom (heute NetAachen) tätig und dort unter anderem für die kommunikative Ausgestaltung der Internet- und Telekommunikationsprodukte sowie den Marktauftritt des Unternehmens verantwortlich.

 

Fred Schmidt, QSC AG.Fred F. Schmidt

Der studierte Soziologe, Erziehungs- und Politikwissenschaftler (Jg. 1972) ist als Chief Networking Officer (CNO) im Q-loud-Team der QSC AG tätig. Zuvor leitete er fünf Jahre lang die Personal- & Organisationsentwicklung des Unternehmens. Seit einigen Jahren engagiert sich Schmidt in verschiedenen Projekten rund um das Thema Kompetenzentwicklung für die Arbeitswelt der Zukunft und twittert unter @potenzialraum. Er ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und lebt mit seiner Familie in Bonn.

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