Aktuelle PAC-Studie: Alternative Arbeitsplatzkonzepte gefragt

Kein Home Office möglich, weil man von zu Hause aus keinen Zugriff auf die internen IT-Systeme hat? Kollegen und Partner mailen sich in Projekten unterschiedliche Dokument-Versionen zu und man verliert den Überblick im Dateien-Wust? Die aktuelle PAC-Studie zeigt: Der moderne ITK-Arbeitsplatz wird zum Wettbewerbsfaktor für Unternehmen.

Die „neue“ Arbeitswelt wird flexibler und mobiler – das ist Fakt. Und auch Marktforscher verweisen seit einiger Zeit regelmäßig darauf, dass nicht zuletzt mit der Generation Y Arbeitskräfte in die Unternehmen strömen, die sich nicht auf einen “five to nine” Job reduzieren lassen und auf flexible Arbeitsbedingungen bestehen.

Diesem Flexibilitäts- und Mobilitätstrend in der Arbeitswelt muss jedoch auch die Informations- und Kommunikationstechnologie Stand halten; Arbeitgeber müssen ihren Mitarbeitern eine moderne ITK-Infrastruktur zur Verfügung stellen.

Die Bedeutung von Homeoffice- und mobiler Arbeit steigt weiter an. Etwas überraschend: “Bring your own Device” (BYOD) spielt für deutsche Unternehmen eine untergeordnete Rolle. Quelle: PAC, 2013.

Die Bedeutung von Homeoffice- und mobiler Arbeit steigt weiter an. Etwas überraschend: “Bring your own Device” (BYOD) spielt für deutsche Unternehmen eine untergeordnete Rolle. Quelle: PAC, 2013.

Aus Sicht von Anwender- und Anbieterunternehmen gibt es eine Menge Fragen: Wie steht es eigentlich heute in Unternehmen um die Ausstattung mit modernen Arbeitsplätzen und in welche ITK-Technologien werden Unternehmen investieren? Was muss ein zeitgemäßer ITK-Arbeitsplatz leisten können? Wie sieht es mit der Unterstützung durch externe Dienstleister aus und sind Public Cloud Services schon bei den Unternehmen angekommen?

Das unabhängige Marktanalyse- und Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC) hat zur Beantwortung dieser Fragen in einer repräsentativen ITK-Studie Ausgangslage und Ziele, Strategien und Entscheidungen, den Investitionsbedarf sowie die Bedeutung von externen Dienstleistern und Cloud Services bei der Ausstattung mit ITK-Arbeitsplätzen untersucht. Die QSC AG ist einer der Hauptsponsoren der Studie.

Die Marktforscher befragten dazu zwischen Juli und September für die Studie “Future Workplace in Deutschland 2013: Strategien, Ziele, Handlungsbedarfe” 241 IT-Verantwortliche von deutschen Unternehmen ab 10 Mitarbeitern.

Sicherheit & Compliance sowie bessere Usability und Vernetzung sind Top-Ziele bei der Modernisierung von ITK-Arbeitsplätzen. Quelle: PAC, 2013.

Sicherheit & Compliance sowie bessere Usability und Vernetzung sind Top-Ziele bei der Modernisierung von ITK-Arbeitsplätzen. Quelle: PAC, 2013.

In diesem Blogbeitrag werde ich kurz die aus meiner Sicht wesentlichen Ergebnisse der Punkte „Ausgangslage und Ziele“ sowie „Strategien und Entscheidungen“ vorstellen. In einem zweiten Beitrag werde ich dann in Kürze auf die beiden anderen Punkte (Investitionsbedarf, Bedeutung von externen Dienstleistern und Cloud Services) eingehen.

Ausgangslage und Ziele bei der ITK-Arbeitsplatzausstattung: Alternative Arbeitsplatzkonzepte auf dem Vormarsch

Die Studie beginnt für mich mit einem in dieser Klarheit überraschenden Ergebnis: Für 85 Prozent aller befragten IT-Entscheider hat die Ausstattung ihrer Mitarbeiter mit moderner ITK zumindest in Teilen höchste Priorität.

Trotz großer Relevanz: Die Modernisierung der ITK-Arbeitsplätze befindet sich zumeist noch in der Diskussions- oder Planungsphase. Quelle: PAC, 2013.

Trotz großer Relevanz: Die Modernisierung der ITK-Arbeitsplätze befindet sich zumeist noch in der Diskussions- oder Planungsphase.
Quelle: PAC, 2013.

Weniger überraschend: In den Resultaten erkennt man einen eindeutigen Trend hin zu flexiblen und mobilen Arbeitsplätzen. So nutzt bereits heute etwa jeder fünfte Arbeitnehmer mobile Endgeräte in seiner täglichen Arbeit, Home Office-Arbeitsplatzmodelle nutzen derzeit sieben Prozent der Mitarbeiter. Die Anzahl an Mitarbeitern, die außerhalb des angestammten Büros arbeiten wird, vergrößert sich zunehmend – die Bedeutung alternativer Arbeitsplatzkonzepte steigt.

Befragt nach den Zielen einer geplanten ITK-Arbeitsplatz-Modernisierung antworten die meisten IT-Entscheider, dass ein höheres Maß an Sicherheit und Compliance, eine bessere Bedienbarkeit von Arbeitsplatzanwendungen sowie bessere Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten angestrebt werden. Auch hier spielt BYOD eine untergeordnete Rolle – und rangiert an letzter Stelle der angestrebten Ziele.

Strategien und Entscheidungsstrukturen

Mitarbeiter mit individuellen Anforderungen an ihre Arbeitsplätze gibt es in großen wie kleinen Unternehmen gleichermaßen. Quelle: PAC, 2013.

Mitarbeiter mit individuellen Anforderungen an ihre Arbeitsplätze gibt es in großen wie kleinen Unternehmen gleichermaßen. Quelle: PAC, 2013.

Im zweiten Abschnitt der Marktstudie befragte PAC die Unternehmen, inwieweit sie eine Strategie bei der Arbeitsplatz-Modernisierung formuliert und umgesetzt haben. Bei dem Ergebnis zeigt sich: Die hohe Relevanz, die Entscheider einer Modernisierung zuschreiben, spiegelt sich nicht in einer Strategie wider. Zwei Drittel der Unternehmen haben geplante Maßnahmen weder umgesetzt noch sind sie in der Umsetzung.

Interessant finde ich die Antworten auf die Frage an die ITK-Verantwortlichen, inwieweit die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter vom Standard abweichen. Es zeigt sich: Eine Mehrheit der Mitarbeiter hat – und das über alle Unternehmensgrößen hinweg – Zugriff auf Spezialsoftware und benötigt zudem spezielle Kommunikationsanwendungen. Die Schlußfolgerung von PAC: „Standardarbeitsplätze für Jedermann reichen nicht aus, um den spezifischen Anforderungen vieler Mitarbeiter gerecht zu werden.“

In kleinen Unternehmen ist neben der IT das Top-Management häufig (Mit-) Initiator, in großen oft einzelne Mitarbeiter oder Fachbereiche. Quelle: PAC, 2013.

In kleinen Unternehmen ist neben der IT das Top-Management häufig (Mit-) Initiator, in großen oft einzelne Mitarbeiter oder Fachbereiche. Quelle: PAC, 2013.

Befragt nach den Entscheidungsstrukturen, wenn es um die Modernisierung der ITK-Arbeitsplätze geht, zeigen die Ergebnisse: Es führt – trotz aller Unkenrufe, dass verstärkt die Fachabteilungen treibende Kraft bei IT-Investitionsentscheidungen sind – kein Weg an der IT-Abteilung und dem Top-Management vorbei. Beachten sollte man bei diesem Ergebnis jedoch, dass es sich um die Einschätzung von IT-Verantwortlichen handelt, was das Resultat dann doch abschwächt.

Nachtrag am 29.11.2013: Einen Bericht über den zweiten Teil der Studie lesen Sie jetzt ebenfalls auf dem Blog, siehe Aktuelle PAC-Studie: Integrierte Lösungen sind gefragt

 

Aktuelle PAC-Studie: Alternative Arbeitsplatzkonzepte gefragt
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