Enterprise Mobility: IT-Strategien für mobiles Arbeiten

Enterprise MobilityAktuelle Studien zeigen, dass mobiles Arbeiten sich zu einem der zentralen ITK-Themen deutscher Unternehmen entwickelt hat. QSC trägt diesem Trend mit dem Aufbau des Geschäftsbereichs „SAP Mobile“ in unserem „SAP Profit Center“ Rechnung. Als einer der ersten deutschen Dienstleister wurden wir vor einem Jahr zum Beispiel Partner im Rahmen des SAP-Managed-Mobility-Programms. Inzwischen bieten wir Unternehmen ein umfangreiches Leistungsportfolio zur Erarbeitung und Umsetzung ihrer Enterprise-Mobility-Strategie an.

Für die Studie „ITK-Perspektiven 2020 – Trendradar Mittelstand“ hat die QSC AG die Megatrends der Zukunft „Mobilität“ und „Arbeitsplatz der Zukunft“ untersuchen lassen. Danach planen 75 Prozent aller Unternehmen in naher Zukunft, mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablet-PCs umfangreich im Unternehmen zu nutzen, um damit Wertschöpfungsketten zu optimieren.

Aus Sicht von IDC wird flexibles und mobiles Arbeiten ein zentrales Thema für deutsche Unternehmen in den nächsten Jahren darstellen. Das Beratungshaus befragte im Sommer dieses Jahres 276 IT- und Fachbereichsverantwortliche aus Unternehmen in Deutschland dazu, inwieweit in ihren Betrieben bereits mobil gearbeitet wird und welche Anforderungen auf sie als Vorgesetzte dadurch zukommen. „IT-Abteilungen stehen bereits heute vor der Aufgabe, Mitarbeitern eine hohe Mobilität und damit verbundene Produktivitätssteigerung zu ermöglichen“, so Mark Alexander Schulte, Consultant und Projektleiter bei IDC, der die Studie „Enterprise Mobility in Deutschland 2013“ verantwortete. Einige Unternehmen gingen heute sogar noch einen Schritt weiter und beabsichtigen, ganze Geschäftsprozesse mobil verfügbar zu machen.

Hohe Mobilität soll Produktivitätssteigerungen bringen

Die IDC-Befragung förderte zutage, dass die Vielfalt an mobilen Geräten und Betriebssystemen die IT-Abteilungen vor große Herausforderungen stellt: zum einen hinsichtlich deren Verwaltung, zum anderen in Hinblick auf die Entwicklung und Bereitstellung von Applikationen. Daher sei es besonders wichtig, dass alle mobilen Lösungen – egal ob dabei der Fokus auf den Endgeräten, den Applikationen oder den Nutzern liegt –, Plattform- und Device-unabhängig implementiert werden können.

Als zentrales Thema rund um Enterprise Mobility filterte die Studie auch Sicherheitsaspekte heraus: Zu klären sei beispielsweise, was passiere, wenn mobile Endgeräte verloren gehen, Unternehmensinformationen auf privaten Geräten gespeichert werden oder Mitarbeiter sich nicht an Richtlinien halten.

 

Die Abbildung verdeutlicht: Die Herausforderungen kreisen aber nicht mehr nur um IT-relevante Themen, sondern auch um Themen, mit denen sich die Personalabteilung oder die Geschäftsleitung auseinandersetzen muss. Quelle: IDC 2013, 153 Befragte aus Fachabteilungen.

Die Abbildung verdeutlicht: Die Herausforderungen beim Thema Enterprise Mobility kreisen nicht nur um IT-relevante Themen, sondern auch um Aspekte, mit denen sich die Personalabteilung oder die Geschäftsleitung auseinandersetzen muss. Quelle: IDC 2013, 153 Befragte aus Fachabteilungen, Mehrfachnennungen waren möglich.

 

Enterprise Mobility als neuer Geschäftsbereich von QSC

QSC hat den Trend „Enterprise Mobility“ bereits Anfang 2012 aufgegriffen. So wurde entschieden, sich auf die damit einhergehenden veränderten Anforderungen an die IT der Kunden einzustellen und Kompetenz für die Planung, den Bau und den Betrieb von mobilen Applikationen und Infrastrukturen aufzubauen.

Dabei zogen wir unterschiedliche Technologien zur Evaluierung der Möglichkeiten heran. Am Ende gab es, auch aufgrund unserer langjährigen Partnerschaft zu SAP, dem größten europäischen Anbieter von Unternehmenssoftware, nur eine richtige Antwort: die SAP Mobile Platform.

Anknüpfen an die langjährige Zusammenarbeit mit SAP

INFO AG, die im August 2013 auf die QSC AG übergegangen ist, blickt auf eine langjährige erfolgreiche Partnerschaft mit SAP zurück. Inzwischen erbringen mehr als 150 SAP-Berater von QSC Consulting Sevices für die gesamte SAP Business Suite inklusive den Anwendungen SAP Customer Relationship Management, SAP Supply Chain Management und Business-Intelligence-Lösungen für mittelständische Unternehmen überwiegend aus den Branchen Retail, Consumer Products und Manufacturing.

Für den Ausbau unseres Enterprise-Mobility-Geschäfts überzeugte uns die SAP Mobile Platform vor allem aufgrund ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten: Sowohl die Individualentwicklung von mobilen Applikationen – nativ, webbasiert oder hybrid – im Rahmen der Entwicklungsumgebung, als auch der Einsatz der mittlerweile großen Anzahl von mobilen SAP-Standardapplikationen wird unterstützt. Darüber hinaus bietet die SAP Mobile Platform eine sichere Anbindung von SAP- und auch Non-SAP-Backendsystemen. Komplettiert wird das Ganze durch die integrierte Geräteverwaltung, um auch die mobilen Geräte sicher und compliant zu verwalten.

Ein Jahr Managed-Mobility-Partner von SAP

Ein weiteres Argument war die steigende Nachfrage nach mobilen SAP-Dienstleistungen, die wir von unseren SAP-Kunden erfahren: Der Bedarf, SAP-Anwendungen jederzeit auch mobil nutzen zu können, wird in den Unternehmen nachweislich immer größer.

Als einer der ersten deutschen IT-Dienstleister schloß die damalige INFO AG (damals bereits ein Unternehmen der QSC-Gruppe) im Juni 2012 eine Partnerschaft mit SAP im Rahmen des Managed Mobility Programmes. Dies umfasst eine Zusammenarbeit im Bereich Managed Mobility, bei der QSC die SAP-Produkte rund um die Themen SaaS (Software as a Service) und MaaS (Mobility as a Service) in die Cloud bringt und mobil verfügbar macht. Im Detail handelt es sich neben der SAP Mobile Platform auch um Produkte wie die Gerätemanagementlösung SAP Afaria sowie mobile Anwendungen von SAP. Dadurch kann eine Vielzahl an unternehmerischen ERP-Geschäftsprozessen künftig auch auf mobilen Endgeräten angewendet werden.

Nach und nach Mobility-Know-how aufgebaut

Das vergangene Jahr war nun für uns durch zahlreiche Lernprozesse geprägt: Es ging  darum, Know-how in den Bereichen Design und Realisierung mobiler Applikationen sowie Aufbau und Betrieb der notwendigen Infrastruktur aufzubauen. So haben wir beispielsweise für den Aufbau und Betrieb der mobilen Applikationen sehr eng mit unseren Sicherheitsfachleuten zusammengearbeitet, um alle Belange von Datenschutz und Datensicherheit auch nachweisbar zu berücksichtigen.

Mobile Endgeräte beruflich einsetzenDamit zu jeder Zeit sichergestellt ist, dass die Geschäftsprozesse und die dazu notwendigen Daten auf den Geräten verfügbar sind und einwandfrei laufen, war zudem die Anbindung von mobilen SAP-Standardapplikationen erforderlich: Sowohl auf den mobilen Geräten, als auch in der SAP Mobile Platform und dem SAP-Backendsystem mussten sie entsprechend angepasst werden.

Praxisorientierte Ausbildung im SAP Mobile Lab von QSC

Unsere Mitarbeiter wurden zur Schulung nicht nur zu SAP geschickt, sondern wir richteten im eigenen Haus auch ein SAP Mobile Lab ein, in dem komplexe SAP-Standardapplikationen wie z.B. CRM Sales Mobile und SAP Retail Execution integriert wurden.

Das SAP Mobile Lab steht uns auch in Kundensituationen zur Verfügung, um gemeinsam mit unseren Kunden proof-of-concepts durchzuführen, die richtige Vorgehensweise zu evaluieren und zu entscheiden.

Eigenentwicklungen „PLAMA“ und „Invoice Traffic Manager“

Das umfassendste Know-how erlangt man immer dann, wenn man eigene Entwicklungen vorantreibt. So entwickelten wir in den letzten Monaten sowohl eine native Applikation für iOS-Endgeräte als auch eine hybride Webapplikation, die in Kürze dem Markt vorgestellt werden.

Die native Applikation „PLAMA“ synchronisiert Serviceaufträge aus dem Customer- Service-Modul auf iOS-Endgeräten und ermöglicht es den mobilen Servicetechnikern, Aufträge auf dem mobilen Gerät zu bearbeiten und Rückmeldung zu geben. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Möglichkeit, sämtliche Funktionalitäten sowohl off- als auch online anbieten zu können und die dazugehörigen Stammdaten wie Kunden und Artikel jederzeit auf dem mobilen Gerät verfügbar zu haben. Auch die Integration in Standardapplikationen wie Routenplanung und Mail sind dabei ein notwendiges Feature für mobile Servicetechniker.

Die hybride Webapplikation „Invoice Traffic Manager“ ist aus einem Kooperationsprojekt mit unserem Partner LiNKiT Consulting GmbH entstanden und ermöglicht die mobile Freigabe von Rechnungen. Die Eingangsrechnungen werden dabei mit Hilfe des SAP-Standardworkflows an die mobilen Nutzer übergeben und lassen sich dann mittels Tablet sowie Smartphone freigeben oder ablehnen. Um jederzeit einen qualifizierten Überblick über den Arbeitsvorrat zu haben, werden dabei die freizugebenden Rechnungen mit Hilfe einer Ampelfunktion farblich dargestellt, um auch die Bearbeitung nach Dringlichkeit und Priorität sicherzustellen. Die Priorität wird dabei aus dem Backend vorgegeben und ist kundenindividuell, z.B. nach Fälligkeitsdatum und Betrag, definierbar.

Gesamter Lebenszyklus mobiler Applikationen wird abgedeckt

Das aktuelle Portfolio der QSC AG im Bereich SAP Mobile umfasst den gesamten Lebenszyklus von mobilen Applikationen und den zugehörigen Infrastrukturen, wie die folgende Grafik zeigt:

SAP Mobile-Rundumpaket: Die QSC AG bietet ein umfangreiches Leistungsportfolio zur Erarbeitung und Umsetzung einer Enterprise-Mobiity-Strategie.

SAP-Mobile-Rundumpaket: Die QSC AG bietet ein umfangreiches Leistungsportfolio zur Erarbeitung und Umsetzung einer Enterprise-Mobility-Strategie.

 

Die Module im Einzelnen:

  • Ideas: Im Ideenworkshop stellen wir aktuelle Trends und die existierenden Möglichkeiten dar und diskutieren mit unseren Kunden die Einsatzmöglichkeiten verschiedener Gerätetypen und Infrastrukturen sowie die Potenziale für Geschäftsprozessoptimierungen. Damit schaffen wir die Grundlage, um zu entscheiden, ob und in welcher Art und Weise das Thema Enterprise Mobility bei unseren Kunden ein- oder fortgeführt wird.
  • Plan: Hier wird festgeschrieben, in welchen Schritten, mit welchen Geräten, in welchen Fachbereichen und mit welcher Technologie die Mobilisierung des Unternehmens unseres Kunden vorangetrieben wird. QSC hat einen Baukasten entwickelt, um für den Kunden eine ganzheitliche mobile IT-Strategie zu erarbeiten. Ziel ist eine geschäftsorientierte und prozesswirksame Integration mobiler Technologien beim Kunden.
  • Build: Hier gilt es zunächst, mit dem Kunden die getroffenen Möglichkeiten bzgl. Design und Realisierung von mobilen Prozessen zu evaluieren. Auch wird in dieser Phase die Realisierung von Applikationen und deren Integration in Backendsysteme abgestimmt. Hierfür wurde ein eigenes SAP Mobile Lab eingerichtet, in dem entsprechende komplexe SAP-Standardapplikationen wie CRM Sales Mobile und SAP Retail Execution in vollem Umfang integriert wurden. Dieses Mobile Lab steht auch in Kundensituationen zur Verfügung, um kundeneigene Proof of Concepts durchzuführen, die richtige Vorgehensweise zu evaluieren und zu entscheiden.
  • Run: Finalisiert wird das SAP Mobile Portfolio durch den Betrieb der mobilen Infrastruktur und der Verwaltung mobiler Endgeräte – aus der Cloud oder dediziert  – aus einem der fünf deutschen Rechenzentren der QSC AG.

 

Unser Anspruch: Rundumbetreuung für mobile Anwendungen und Infrastrukturen

Als ITK-Dienstleister übernehmen wir die Beratung sowie den Bau und Betrieb der kundenspezifischen SAP-Mobile-Anwendungen und der dazugehörigen mobilen Infrastrukturen. Des Weiteren binden wir über das QSC-eigene Netz Filialen und Standorte an und statten auch Filialen mit Wi-Fi aus. Das SAP-Mobile-Team bündelt Mitarbeiter aus der Entwicklung, der SAP-Basis, der Netz- und Datenbankadministration, der Security sowie Spezialisten aus der SAP-Beratung. Darüber hinaus haben wir ausgewiesene Expertise in den Branchen Handel, Nahrung- und Genussmittel.

So machen Sie Ihr Unternehmen „mobile ready“

Aus unserer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Enterprise Mobility haben sich einige erfolgversprechende Strategien für Unternehmen herauskristallisiert, die ich Ihnen für Ihre Strategie ans Herz legen möchte:

  • Setzen Sie nicht auf temporäre Punktlösungen, sondern werfen Sie einen langfristigen Blick in die Zukunft. Welche mobilen Szenarien streben Sie für Ihr Unternehmen langfristig an?
  • Bringen Sie zunächst die mobilen Geräte Ihres Unternehmens mitsamt deren Anwendungen und Daten unter die Kontrolle der IT. Anschließend sollten prozessunterstützende Apps zum Einsatz kommen. Hier empfiehlt es sich, vorab den Markt auf bereits vorhandene mobile Lösungen zu erkunden. Ergibt sich hier kein ausreichender Deckungsgrad mit den eigenen Anforderungen, ist die Entwicklung einer eigenen App ein möglicher weiterer Weg.
  • Achten Sie bei der Auswahl einer technischen Lösung auf eine möglichst zentrale, skalierbare und zukunftssichere Technologie, die einerseits unterschiedliche mobile Geräteplattformen als auch verschiedene Endsysteme miteinander verbinden kann. Klassischerweise übernimmt diese Aufgabe eine mobile Middleware-Plattform.
  • Und ganz wichtig: Schaffen Sie die nötige innerbetriebliche Akzeptanz der Mitarbeiter – denn das letzte Wort hat im mobilen Szenario immer der Anwender!

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  • Einige Details zur Studie „Enterprise Mobility in Deutschland 2013“ finden Sie auf der IDC-Website.
  • Eine Zusammenfassung bieten wir Ihnen in Kürze unter www.qsc.de zum Download an.

 

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