Attila Radnai
Publiziert am 20. Dezember 2013 von unter:

Vereinfachung beim TK-Anbieterwechsel: QSC ganz vorne dabei

Die TK-Branche vereinfacht den Wechsel des Anbieters – und fördert damit auch den Wettbewerb: Ein neues Verfahren bringt den Kunden durch ein verändertes Wechselformular mehr Service und berücksichtigt moderne Technologien. QSC bietet das komfortablere Instrument nun als eines der ersten Unternehmen im Markt an.

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Mal einen anderen Internet- und Telefondienstleister testen? Der Wechsel wird jetzt leichter. Bild: Fotolia.

Die Akteure des Breitbandausbaus in Deutschland – Netzbetreiber, Hersteller und die öffentliche Hand – haben gemeinsam neue, vereinfachte Rahmenbedingungen für den Anbieterwechsel geschaffen: Die Arbeitsgemeinschaft Anbieterwechsel und das von der Bundesnetzagentur gegründete NGA-Forum definierte, unter aktiver Mitwirkung der QSC AG, welche zeitgemäßen fachlichen Anforderungen gelten sollen.

Das bislang gebräuchliche Portierungsformular hatte der AKNN (Arbeitskreis Nummerierung und Netzzusammenschaltung) vor über zehn Jahren entwickelt. Es sollte einen Standard schaffen, um Informationen zwischen den Anbietern auszutauschen, etwa zur Portierung von Rufnummern. Mit dem neuen Anbieterwechselformular hat der AKNN diesen Standard nun modernisiert und weiterentwickelt. Ziel war die Gewährleistung reibungsloser und kundenfreundlicher Wechselprozesse, die auch neuen Access-Technologien gerecht werden.

Anbieterwechselformular löst Portierungsformular ab

Das Anbieterwechselformular 2013 erfüllt diese Ansprüche nun technologieneutral und ganz im Sinne der Endkunden. Denn die Akteure fanden einen guten Kompromiss, das Formular möglichst einfach zu gestalten und zugleich ausreichend Komplexität für die verschiedenen Technologien und Geschäftsfälle zu integrieren.

Als einer der ersten Anbieter führt die QSC AG nun das neue Wechselformular ein, auch um das in den letzten Jahren stark gewachsene Angebot besser abzubilden. Denn Kunden nutzen statt klassischer analoger Telefonie immer stärker ISDN sowie Voice over IP in Next Generation Networks. Die Zugangstechnologie spielt hier eine untergeordnete Rolle. Denn sobald ein Telefonanschluss auf IP-Telefonie umgestellt ist, macht es keinen Unterschied, über welchen Anschluss der Kunde telefoniert – ob DSL, Glasfaser oder sogar über mobiles LTE.

Mehr Service für die Endkunden

Das Anbieterwechselformular erwähnt im Bereich für die Kunden nur noch deren tatsächliche Vertragspartner, was die Übersichtlichkeit erhöht. Die gegebenenfalls weiteren Teilnehmernetzbetreiber für Access- und Voice-Dienste sind im unteren Teil erwähnt. Die Auswahloption „Alle Rufnummern portieren“ ersetzt das bisherige „Restliche MSN fallen weg“. Denn mit einem ISDN-Anschluss erhalten Kunden meist drei Rufnummern (MSN), um einzelne Endgeräte direkt anzuwählen. Erinnert sich der Kunde am Point-of-Sale nur an eine Nummer, lassen sich dennoch alle drei portieren.

Einzelne Rufnummern lassen sich nun auch portieren, ohne dass ein Kunde den ursprünglichen Anschluss komplett kündigen muss. Die Option „Reine Rufnummernportierung“ erlaubt es stattdessen einzelne Rufnummern auf Wunsch neuen Anwendungen zuzuordnen, beispielsweise QSC-Cospace business. Weitere Nummern für Fax- und ISDN-Einwahlanschlüsse können so beim ursprünglichen Anbieter bleiben.

Vereinfachte Prozesse für TK-Dienste-Anbieter

Das Formular 2013 bietet allen Anbietern von TK-Diensten deutlich mehr und aktualisierte Informationen, etwa zu Access-Technologien. Integriert ist nun auch eine Rückbestätigung für Stornierungen. Die anzugebene WITA (Wholesale-IT-Architektur)–Vertragsnummer vereinfacht zudem den koordinierten Anbieterwechsel, auch zwischen NGA-Anbietern und Deutscher Telekom. Fehlen einzelne MSN des Endkunden, ermöglicht das Anbieterwechselformular eine strukturierte Rückmeldung.

Eine Entscheidung zur Leitungsübernahme lässt sich nun außerdem getrennt übermitteln. So ist auch ein reiner Access-Wechsel möglich, also eine Leitungsübernahme von Anschlüssen ganz ohne Telefondienste.

Wann kommt der papierlose Anbieterwechsel?

Über 99 Prozent der Wechselvorgänge per Portierungsformular gelingen heute schon reibungslos. Der WBCI (WITA Based Carrier Interface)-Standard könnte diese Quote weiter erhöhen, indem er Papierform und händische Bearbeitung ablöst. Hierfür hat die QSC AG als erster Anbieter eine eigene Schnittstelle nach WBCI 2.0 entwickelt und zertifizieren lassen.

QSC setzt sich nun für eine branchenweite Vereinbarung ein, nach der auch rein elektronische Willenserklärungen von allen Akteuren akzeptiert werden. Dies ist beispielsweise im E-Commerce oder auf dem Energiemarkt schon seit einiger Zeit üblich. Sobald diese Voraussetzung erfüllt ist – möglicherweise schon ab 2014 – profitieren Endkunden und Vertragspartner von moderneren, effizienteren und bequemeren Wechselvorgängen.

Das neue Wechselformular …

… findet sich hier zum Download

Weiterführende Informationen

Beitragsbild auf der Blog-Titelseite und am Beginn des Artikels – „Contact black icons set – mobile, phone, email, envelope“: © redkoala – Fotolia.com

 

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