Das Beste aus beiden Welten: Ja zur Cloud, aber bitte mit Sicherheit!

Marktforscher schätzen, dass für Cloud-Services, -Technologien, -Integration und -Beratung deutsche Unternehmen allein in diesem Jahr mehr als zehn Milliarden Euro investieren werden. Studien über den Cloud-Einsatz belegen: Hybride Szenarien sind dabei auf dem Vormarsch.

World Business teamwork puzzle pieces. © bas121/ fotolia.

Notwendiges Puzzle: Den Nutzen aus der Cloud mit maximaler Sicherheit verbinden. Foto: © bas121/ fotolia.

Vielleicht sind deutsche Unternehmer ja schizophren. Privat sind sie begeistert von den leicht verfügbaren, intuitiv verständlichen Apps, die das tägliche Leben erleichtern. So planen sie selbstverständlich ihre Urlaubsreise komplett online. Angefangen bei der Suche nach der schnellsten Route von A nach B, über das Finden idealer Unterkünfte und Restaurants, die Buchung und Bezahlung, bis hin zur Recherche über Sehenswürdigkeiten und den Kauf der entsprechenden Tickets im Voraus.

Was privat als bequem und komfortabel empfunden wird, ist im beruflichen Umfeld noch mit großen Bedenken verbunden. Angefangen mit der Frage nach der Vertraulichkeit der eigenen Angaben, der Speicherung der Daten und Buchungsvorgänge, der mobilen Zugriffsmöglichkeit auf die Dokumente bis hin zu der Überlegung, wer denn nun eigentlich für die Reisebuchung verantwortlich sei. Weiterhin die Reise-Abteilung, die IT-Abteilung oder gar der einzelne Mitarbeiter selbst?

Nein, deutsche Unternehmer sind nicht schizophren, sondern äußerst verantwortungsbewusst und anspruchsvoll. Sie wollen beides. Den Komfort von Cloud-Services gepaart mit der Sicherheit klassischer IT. Aktuelle Studien belegen das. (Links zu den Studien-Berichten siehe unten)

Datensicherheit hat oberste Priorität

Eine Forrester-Studie vom November 2014 zu Cloud-Computing formuliert es so: Unternehmen in Deutschland wollen das, was ihnen Amazon, Microsoft oder Google anbieten, allerdings mit mehr Privatsphäre und Rechtssicherheit.

So nennt auch IDC im Januar 2015 als die drei größten Hürden bei der Einführung von Cloud-Lösungen erstens die starken Sicherheitsbedenken, zweitens die Notwendigkeit, neue Prozesse und Strukturen einführen zu müssen, drittens eine eindeutige Made-in-Germany-Orientierung: Die Rechenzentren sollen in Deutschland stehen und am besten eben auch einem deutschen Unternehmen gehören.

Die hohe Sensibilität für Datensicherheit ist eindeutig „typisch deutsch“. Wie der BITKOM in seiner aktuellen Untersuchung feststellt, sind hierzulande die Sorgen selbst der privaten Nutzer um Datensicherheit und Datenschutz viel ausgeprägter als bei unseren europäischen Nachbarn. Jeder fünfte Bundesbürger (21 Prozent) gibt an, wegen entsprechender Bedenken keine Cloud-Speicher zu verwenden. Laut einer PAC-Studie vom September 2014 sind Unternehmen in Deutschland da noch „pingeliger“:

  • Für 97 Prozent der Befragten ist es wichtig, dass sich die Rechenzentren in Deutschland befinden.
  • 94 Prozent legen Wert darauf, dass der Hauptsitz des Unternehmens in Deutschland liegt und kein Near- oder Offshoring betrieben wird.
  • 91 Prozent der Befragten richten ihr Augenmerk auf deutsche Zertifizierungen oder Gütesiegel.
  • Zudem achten 82 Prozent der Entscheider darauf, dass alle Leistungen des Anbieters in Deutschland erfolgen.

Cloud-Services erobern die Unternehmens-IT

Dennoch wollen auch Unternehmen keinesfalls auf den Komfort von Cloud-Anwendungen verzichten. Die bereits erwähnte IDC-Umfrage zeigt, dass mehr als 80 Prozent der befragten 200 Unternehmen in Deutschland bereits Anwendungen aus der Cloud beziehen (45 Prozent) oder ihren Einsatz in den kommenden zwei Jahren planen (36 Prozent).

Zu ähnlichen „Hausnummern“ gelangen auch andere Studien. So kommt beispielsweise Crisp Research auf einen Wert von 74 Prozent der deutschen Mittelständler und resümiert: Cloud-Computing ist in Deutschland endgültig angekommen. Das bestätigt eine Studie von KPMG / BITKOM. Ihre Beobachtung: 40 Prozent der Unternehmen in Deutschland nutzen Cloud bereits seit 2013, weitere 29 Prozent planen oder diskutieren sie. Lediglich für 31 Prozent der Unternehmen sei Cloud kein Thema.

In Euro und Cent ausgedrückt bedeuten diese Prozentangaben nicht weniger als rund 10,9 Milliarden Marktvolumen für Cloud-Services, -Technologien, -Integration und -Beratung (Crisp / HP). Experton und BITKOM schätzen das Volumen für 2015 auf 8,8 Milliarden Euro und 2016 bereits auf 11,8 Milliarden Euro.

Hybride Szenarien sind die Lösung

Doch wie lassen sich die Annehmlichkeiten der Cloud mit den hohen Ansprüchen an Sicherheit in Einklang bringen? Die Zauberworte sind hier Private-, Hybrid- oder Multi-Cloud. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie das Beste aus beiden Welten vereinen: einfache Verfügbarkeit und hohe Sicherheit:

  • Entweder indem der Cloud-Dienst in einem durch verschiedene Sicherheitsmechanismen geschützten „privaten“ Bereich nur innerhalb der Organisation betrieben wird und damit von außen unerreichbar ist.
  • Oder indem hybride IT-Services in einer Kombination aus einem IT-Service-Katalog und einem App-Store angeboten werden, die den unternehmenseigenen Ansprüchen an Compliance und Sicherheit genügt.
  • Oder indem unterschiedliche Cloud-Dienste auf einer übergreifenden, aber unternehmenseigenen Plattform integriert und betrieben werden, um auf diese Weise die Sicherheit zu gewährleisten.

Plattform- und Datenbank-Services werden dominieren

Private-Cloud-Modelle zeichnen sich vor allem durch ihre kurzen Einführungszeiten aus. Fast zwei Drittel der von IDG für Oracle befragten Unternehmen berichten von einer sofortigen oder zumindest schnellen Einsatzfähigkeit von der Private Cloud. Für das Jahr 2017 steigt diese Zahl auf 82 Prozent.

Viele Unternehmen haben hier bereits positive Erfahrungen gemacht. Laut KPMG / BITKOM beschreiben 83 Prozent der Nutzer von Private Clouds sie als positiv, die restlichen 17 Prozent als neutral.

Aber es gibt auch Bedenken rund um das Thema Private Cloud bei den Themen Datensicherheit, Integration mit bestehenden Anwendungen, knappe Ressourcen und hohe Hardware-Kosten. Laut IDG wird daher die Landschaft für Cloud-Computing im Jahr 2017 zunehmend von Plattform- und Datenbank-Services dominiert sein, die hybride Infrastrukturen unterstützen.

Die Vertriebswege müssen sich anpassen

Schnelligkeit, Einfachheit, Verfügbarkeit immer und überall – wenn Unternehmen davon profitieren wollen, wirkt sich das auch auf die Vertriebswege aus. Kunden wollen ihre standardisierten Cloud-Services nicht mehr einzeln und aufwendig bei dem jeweiligen Anbieter beziehen, sondern gebündelt über ihren festen IT-Serviceprovider oder Reseller – heißt es im Cloud Vendor Benchmark 2014 von Experton.

Darauf müssen sich die Systemhäuser einstellen: Sie sollten nicht nur ihre Beratungs- und Lösungskompetenz ausbauen, sondern neben Hardware, Software-Lizenzen oder individuellen Managed Services auch immer mehr standardisierte Cloud-Service-Lösungen direkt anbieten – aus einer Hand.

Für Anbieter mit Zielgruppe Mittelstand stellt sich zunehmend die Frage, ob sie ihre Cloud-Services nicht besser über eigene Marktplätze vertreiben, vorbei an der Distribution und dem eigenen Channel. Der Ansatz „Cut out the middle man“ würde helfen, die wegbrechenden Margen im Software und IT-Service Geschäft wenigstens etwas zu kompensieren. Oder sollen sie doch lieber auf das etablierte Channel-Modell vertrauen, basierend auf den gewachsenen Kundenbeziehungen?

Viele Kunden suchen nach wie vor gerne den Rat angestammter IT-Dienstleister, wie eine von QSC geförderte PAC-Studie zeigt, bei der es um Cloud-basierte Arbeitsplatzlösungen geht: Für 35 Prozent der befragten Unternehmen sind sie erste Anlaufstelle, wenn die Migration in die Cloud ansteht.

Der gesamte Geschäftsprozess wird hybrid

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die erste „Erkundungsphase“ der Technologie Cloud ist definitiv abgeschlossen. Die meisten Unternehmen sind heute vertraut mit Cloud-Computing und dem zugrunde liegenden Geschäftsmodell.

Die meisten Unternehmen wissen auch, was sie wollen: Private- oder hybride Cloud-Lösungen. Die wollen sie gemeinsam mit deutschen Providern ihres Vertrauens und auf Basis von Rechenzentren in Deutschland implementieren. Was nicht bedeutet, dass die klassische IT ihre Berechtigung verliert.

Gerade in Deutschland nicht. Hier wird sehr genau differenziert, welche Services aufgrund der benötigten Agilität aus der Cloud bezogen werden, und welche ERP-Systeme weiterhin On Premise oder via Outsourcing genutzt werden. Der gesamte Geschäftsprozess wird also hybrid.

Cloud-Leader QSC

Mit ihren eigenen Rechenzentren in Deutschland, einer hochsicheren Cloud-Plattform, eigenen Software-Entwicklern sowie langjähriger Outsourcing- und Consulting-Erfahrung ist QSC der ideale Partner für mittelständische Unternehmen, die ihre IT sehr bewusst und differenziert für das Cloud-Zeitalter fit machen wollen. 2014 wurde QSC von der Experton Group zum zweifachen „Cloud Leader“ gekürt. Die „Funkschau“-Leser wählten QSC unter die besten Datacenter-Betreiber in Deutschland. Unsere IP-Telefonanlage Centraflex, Teil von tengo – der QSC-Arbeitsplatzlösung aus der Cloud – wurde von der Zeitschrift „Connect“ zudem Testsieger gewählt.

 

Weiterführende Berichte

(über die zitierten Studien – in der Reihenfolge ihrer erstmaligen Nennung im Text)

 

Das Beste aus beiden Welten: Ja zur Cloud, aber bitte mit Sicherheit!
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