Flüchtlingshilfe: QSC-Mitarbeiter packen an

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Die soziale Initiative der HSV-Stiftung „Der Hamburger Weg“ wird u.a. von der QSC AG unterstützt. Bei der Kleidersammlung für Flüchtlinge halfen QSC-Youngsters mit.

Flüchtlingshilfe ist bei QSC-Kollegen derzeit ein großes Thema. Viele ergreifen privat die Initiative und helfen an ihrem Wohnort. So wie etwa Marcus Schulz, Abteilungsleiter Service Desk bei QSC in Hamburg, der bei Kollegen ungenutzte Kinderräder einsammelte. Auch die Unternehmensleitung fördert das Engagement der Belegschaft – etwa im Rahmen der Partnerschaft mit dem „Hamburger Weg“, einer sozialen Initiative des HSV. Der bat kürzlich um Winterkleidung für Flüchtlinge. QSC-Azubis halfen dabei, die Spenden anzunehmen.

So langsam wird es draußen kälter. Daher sind Winterjacken, Pullover, Mützen, Schals und Handschuhe Dinge, die Flüchtlinge in Deutschland derzeit besonders benötigen. Das hatte sich auch „Der Hamburger Weg“ zu Herzen genommen, die HSV-Stiftung für Hamburgs Nachwuchs, die von der QSC AG unterstützt wird.

Unter dem Motto „Nachbarschaftshilfe für Geflüchtete“ rief er die HSV-Fans auf, gut erhaltene Winterkleidung zu spenden. Zugute kommen sollten die Sachen ihren „neuen Nachbarn“ – den rund 2000 Bewohnern im Container- und Zeltdorf an der Schnackenburger Allee 81, das auf einem der Großparkplätze („Parkplatz Braun“) des Volksparkstadions errichtet worden war.

QSC unterstützt den „Hamburger Weg“ und seine Flüchtlingshilfe

Nach dem öffentlichen Spendenaufruf des HSV war es dann am vorigen Donnerstag soweit: Eine rot-blaue Truppe von rund 20 Helferinnen und Helfern nahm Hunderte von Kleiderbeuteln entgegen. Mit von der Partie waren neben Aktiven des HSV-Fanprojekts auch HSV-Spieler – u.a. Dennis Diekmeier, René Adler und Sven Schipplock – und ihre Frauen oder Freundinnen. Nicht zuletzt halfen drei Auszubildende sowie drei duale Studierende des QSC-Standorts Hamburg. Sie wurden dafür einen Tag lang von ihrer Arbeit bei QSC freigestellt.

Rebecca Hahn war eine dieser QSC-Youngsters. Sie erzählt: „Die Atmosphäre unter uns Helfern war von Anfang an sehr offen und herzlich. Dadurch funktionierte das Annehmen und Sortieren der Spenden Hand in Hand und die Arbeit ging gut voran.“

Am zweiten Spendentag half auch Andreas Waubke, QSC-Mitarbeiter in der Abteilung Data Center Services, der auf der QSC-Facebook-Seite über die Aktion gelesen hatte. Nach Dienstschluss bei QSC packte er mit an. Gerne unterstützte er diese Initiative des HSV, weil er selbst Sportler ist und sich seit einigen Monaten mit Flüchtlingen regelmäßig zum Laufen trifft. Er sagt: „Das Konzept des ‚Hamburger Weg‘, die gute Organisation, der klare Zweck – für mich war das eine rundum gelungene Aktion.“

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Promi-Einsatz: Dennis Diekmeier war einer der HSV-Profis, die bei der Spendenaktion halfen. QSC-Azubi Firat Kitay freut sich über das gemeinsame Foto.

Lohn der Mühe: Am Freitagabend war ein 13,5 Meter langer Sattelschlepper bis an die Decke mit Spenden gefüllt. Die Kleidung wurde dann noch nach Größen sortiert und verpackt. Am Sonntag gab es für jeden Bewohner des Flüchtlingslagers schließlich ein Päckchen mit passender Wäsche und Kleidung.

Tolle Erfahrungen für die Helfer

Für QSC-Studentin Rebecca Hahn war die Hilfsaktion eine tolle Erfahrung: „Das war ein super Erlebnis, das total viel Spaß gemacht hat. Ich würde sowas jederzeit wieder machen, denn man kann etwas für die Geflüchteten tun und lernt dabei auch noch viele nette Menschen kennen.“

Auch der „Hamburger Weg“ verbucht die Sachspendensammlung als Erfolg. Die „Hamburger-Weg“-Mitarbeiterin Nicola Menke freut sich darüber, dass die gespendeten Sachen zum größten Teil in hervorragendem Zustand waren: „Das zeugt davon, dass die Menschen es wirklich gut mit den Geflüchteten meinen.“

Das Engagement für Flüchtlinge stellt eine der wesentlichen Säulen der neuen HSV-Stiftung dar, die inzwischen den „Hamburger Weg“ trägt. So geht es nach der Sammelaktion weiter mit dem Angebot an Sportmöglichkeiten für die Bewohner von „Parkplatz Braun“.

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QSC-Nachwuchs im Trikot des „Hamburger Weg“ (v.l.n.r.): Laurens Thiede, Dennis-Maximilian Geilert, Rebecca Hahn, Anna Doreen Gauger, Malte Bender und Firat Kitay.

Menke: „Trainer aus der HSV-Fußballschule und Aktive des HSV-Fanprojekts trainieren schon seit einiger Zeit mehrmals wöchentlich mit Geflüchteten auf der Wiese neben der Flüchtlingsunterkunft. Geplant ist, immer häufiger Kinder und Jugendliche aus dem Camp zum Sport auf das HSV-Trainingsgelände einzuladen. Das soll regelmäßig stattfinden.

Ein besonderes Highlight aber sei die Einladung an Kinder und Jugendliche zu Heimspielen des HSV. „Dafür versuchen wir, stets ein kleines Kartenkontingent zur Verfügung zu stellen“, so Menke.

Individuelle Unterstützung für die neuen Nachbarn

Auf ganz andere Art engagiert sich Marcus Schulz, der als Abteilungsleiter bei QSC in Hamburg arbeitet.

Zwischen fünf und zehn Stunden pro Woche – „jede freie Minute, die meine Familie verkraften kann“ – investiert der Vater von zwei kleinen Töchtern in die Unterstützung von Flüchtlingen an seinem Wohnort Bardowick.

In der Gemeinde mit 16.000 Einwohnern, knapp 50 Kilometer südlich von Hamburg, leben derzeit rund 150 Geflüchtete, die meisten syrische und albanische Familien mit Kindern. Sie sind dezentral in normalen Wohnungen untergebracht, benötigen aber Hilfe zur Integration.

Von engagierten Bürger werden sie nach Kräften unterstützt, etwa mit kostenlosem Deutsch-Unterricht, Begleitung bei Behördengängen oder mit Dingen, die sie sich nicht leisten können – zum Beispiel Kinderfahrrädern.

Um das Sammeln von zum Beispiel Kinderrädern hat sich Marcus Schulz gekümmert. Der 39jährige QSC-Abteilungsleiter Service Desk, der in seinem Job gemeinsam mit seinen Teamleitern rund 140 Kolleginnen und Kollegen steuert, nutzte dafür das soziale Netzwerk des Unternehmens. Über das Microblogging-System „Chatter“ startete er im Sommer einen Aufruf.

Dann ging es ganz schnell: Innerhalb weniger Tage meldeten sich zahlreiche QSC-ler aus Hamburg und Köln als Spender. Kollegen, die regelmäßig zwischen den Standorten pendeln, sorgten für den Transport von der QSC-Zentrale in den Norden. Auf diese Weise kamen für die Bedürftigen in Bardowick sieben Kinderfahrräder, zwei Laufräder und drei Kinderhelme zusammen.

Marcus Schulz freut sich über die schnelle und unbürokratische Hilfe und wünscht sich, dass sich möglichst viele Menschen engagieren: „Ihr müsst gar nicht viel tun. Meist reicht es aus, die Unterstützer gezielt zu unterstützen, wenn sie Bedarf melden.“ Die nächsten Sammelaktionen hat er schon angestoßen. Gebraucht werden als nächstes CD-Player, Laptops, Kindersitze und Fahrradanhänger. Die Kolleginnen und Kollegen von QSC hat er schon darüber informiert.

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QSC-Mitarbeiter Marcus Schulz: „Es wird zu viel über Flüchtlinge geredet, ich spreche lieber mit ihnen. Man lernt dabei tolle Menschen kennen.“

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Flüchtlingshilfe in Bardowick: Ehrenamtlich und unbürokratisch.

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Vor der QSC-Zentrale in Köln: Auch QSC-ler aus Köln spendeten Kinderräder für Flüchtlinge, die vom Hamburger Kollegen Marcus Schulz betreut werden.

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  • Marcus Schulz

    Vielleicht ein kleiner Nachsatz:

    Wofür werden CD-Player und Laptops benötigt?
    – CD-Player brauchen wir für die Selbstlernkurse, die mit Audio-Material auf CD ausgeliefert werden.
    – Laptops (idealerweise inkl. Headsets) benötigen wir für Intensiv-Internet-Lernkurse, die Flüchtlingen mit abgeschlossener Berufsausbildung bzw. Studium im Rahmen ihrer Bildungsabschluss-Anerkennung angeboten werden, damit mangelnde Sprachkenntnisse kein Hindernis für eine Integration in den Arbeitsmarkt darstellen. Innerhalb eines halben bis dreiviertel Jahres kann damit das Sprachniveau B2 erreicht werden.

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