Solucon auf der E-world 2016: Aus analog wird digital

Der Knoten ist geplatzt. Jedenfalls konnten wir uns über mangelndes Besucherinteresse auf unserem Stand 418 in Halle 1 auf der diesjährigen „E-world energy & water“ in Essen nicht beschweren. Das Solucon-Team rund um unsere Plattform für das Internet der Dinge hatte jedenfalls alle Hände voll zu tun. Unser Aufhänger: Wie bereite ich Verbrauchsdaten aus Strom-, Wasser- oder Gaszählern für die digitale Nutzung auf, ohne dafür teuer umrüsten zu müssen?

Der QSC Stand auf der E-world 2016. Besonders das Thema Digitalisierung analoger Messdaten sorgte bei den Besuchern für Interesse. Foto: Dennis Knake/QSC AG

Der QSC-Stand auf der E-world 2016. Besonders das Thema Digitalisierung analoger Messdaten sorgte bei den Besuchern für Interesse. Foto: Dennis Knake/QSC AG.

Unser Kooperationspartner, die FastForward AG aus Halle an der Saale, hat dafür ein cleveres Stück Technik entwickelt: Ihre EnergyCam wird auf herkömmliche Mengenzähler „geklippt“ und liest buchstäblich die angezeigten Zahlen, also die Verbrauchsdaten, ab. Diese werden per eingebauter Texterkennung digitalisiert und verschlüsselt in unsere Plattform für das Internet der Dinge (IoT/Internet of Things) – Solucon – übertragen.

Die Evolution der EnergyCam: Das erste Modell wurde aufgeklebt und benötigte noch ein Übersetzungs-Interface für die Solucon Plattform. Foto: Dennis Knake/QSC AG

Die Evolution der EnergyCam: Das erste Modell wurde aufgeklebt und benötigte noch ein Übersetzungs-Interface für die Solucon-Plattform. Foto: Dennis Knake/QSC AG.

Wie sich diese Idee in ihrer Evolution entwickelt hat, erfuhren die Besucher dabei aus erster Hand: Die erste Version der EnergyCam bedurfte noch eines zusätzlichen „Übersetzers“, der die eingelesenen Daten Cloud-gerecht in die richtige Protokollsprache aufarbeitete. Die zweite Version der EnergyCam hat diese Solucon-Technologie bereits integriert.

Zielgruppe der Technik sind für uns nicht primär Privatanwender, sondern Versorger oder die Wohnungswirtschaft. Diese bekommen mit unserer IoT-Plattform und der EnergyCam die Möglichkeit, einfach und kostengünstig Verbrauchsdaten in den jeweiligen Liegenschaften digital zu erfassen, um diese dann bedarfsgerecht über die Solucon-Plattform abzurufen.

So stellt Solucon eine ausgefeilte Programmier-Schnittstelle (REST-API) zur Verfügung, mit deren Hilfe sich ganz individuelle Apps entwickeln lassen. Diese sind dann entwender auf mobilen Endgeräten abrufbar, via Webbrowser oder sie lassen sich direkt in jeweilige Branchensoftware integrieren.

Die neue EnergyCam hingegen hat die Solucon-Technologie bereits integriert und läßt sich vom analogen Zähler wegklappen, so dass jederzeit auch direkter Zugang zu den Ablesedaten möglich ist. Foto: Dennis Knake/QSC AG

Die neue EnergyCam hingegen hat die Solucon-Technologie bereits integriert und lässt sich vom analogen Zähler wegklappen. So ist jederzeit auch direkter Zugang zu den Ablesedaten möglich. Foto: Dennis Knake/QSC AG.

Und was lässt sich mit den digitalisierten Daten anfangen?

Eine ganze Menge. Zum einen erleichtert sich dadurch die automatische Erfassung der Verbrauchsdaten. Das ermöglicht beispielsweise eine schnelle und exakte Rechnungsstellung. Gleichzeitig lassen sich die Daten aber auch als Instrument für die Kundenbindung einsetzen. Erhält der Verbraucher nun bequem Überblick über seinen Verbrauch, beispielsweise über eine App, so kann er jederzeit sein Verhalten optimieren, zum Beispiel in dem er Stromfresser schneller identifiziert.

Aber auch im Bereich der Sicherheit ließe sich die Technologie sinnvoll einsetzen. Sobald ungewöhnliche Messwerte auftauchen, deutet das auf ein Problem hin. Denken wir an einen Wasserrohrbruch oder den offenen Wasserhahn in der Badewanne. Werden ungewöhnliche – also von der Regel abweichende – Verbrauchswerte identifiziert, können Wohnungseigentümer oder Mieter umgehend informiert werden und handeln. Die Palette der Einsatzmöglichkeiten lässt sich zudem auf weitere Geräte erweitern. Brandmelder, Feuchtigkeitssensoren, etc.

Die Besucher der Messe und auch die Kollegen am Stand waren sich nach einer kurzen Präsentation meist einig: Hier liegt Potenzial für künftige Geschäftsmodelle. Hürden waren bislang eine teure Modernisierung der Haustechnik und das fehlende Know-how der technischen Umsetzung. Beides sind nun keine Argumente mehr dagegen.

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