Studie Digitalisierung Teil 2: Welche Digitalisierungs-Ziele verfolgen die Unternehmen?

Serie Studie Digitalisierung (2/3) – Exklusiv berichtet Digitales-Wirtschaftswunder.de über die erste deutsche Marktstudie von Crisp Research und QSC zur Digitalisierung in mittelständischen Familienunternehmen. Lesen Sie heute, wo die digitale Transformation den stärksten Einfluss nimmt.

Die Befragung der Unternehmen zwischen 200 und 5.000 Mitarbeitern hat gezeigt: Der Mittelstand ist unterwegs in Richtung digitaler Transformation. Viele stehen zwar erst am Anfang ihrer Reise. Aber: Im Gegensatz zu den großen und mittelständischen sind es gerade die familiengeführten Unternehmen, die die Hebelwirkung für Umsatz und Wettbewerbsfähigkeit erkennen.

Die Experten von Crisp meinen: „Es scheint also so zu sein, dass Familienunternehmen in Deutschland eine viel konkretere Vorstellung von Ziel und Ergebnis der Digitalisierung haben als die restlichen befragten Unternehmen und somit auch höhere Erwartungen an den damit verbundenen Umsatz.“ Losgelöst von Größe oder Eigentumsverhältnissen stellt sich die Frage, welche Erfolge die Firmen erzielen möchten?

 

Eine Tabelle aus der Studie. Die Spalten zeigen, an welchem Punkt der Digitalisierungsreise die Befragten stehen. In den Zeilen ist vermerkt, wie hoch die Erwartungen ausfallen. So zeigt sich: 70 Prozent der Unternehmen in der Umsetzungsphase möchten ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten.

Je weiter die Digitalisierung vorangeschritten ist, desto konkreter erwarten die Unternehmen auch betriebswirtschaftliche Ergebnisse.

 

Je weiter die Unternehmen bereits digital gereist sind, desto konkreter sind auch ihre Erwartungen: So möchten 70 Prozent in der Umsetzungsphase ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. Ernten die Betriebe bereits die Früchte der Transformation, dann zielen 66,7 Prozent in der Wachstumsphase darauf ab, ihre Agilität zu erhöhen. Am anderen Ende der Skala zeigt sich das umgekehrte Bild: Wer gerade erst anfängt, seine Produkte und Services zu digitalisieren, der sieht es mit nur 15,4 Prozent noch eher als vage Chance, sich so auch neue Märkte zu erschließen. Anders in der Wachstumsphase: Hier erwartet fast jeder Zweite Ergebnisse von seinem skalierbaren Digitalportfolio (44,4 Prozent).

 

Appetit auf Digitalisierung kommt beim Essen

Es zeigt sich: Je digitalisierter die Unternehmen sind, desto stärker zielen sie auf betriebswirtschaftliche Erfolge ab. Und: Viele Unternehmen realisieren erst dann richtig, welche Vorteile und Potentiale sich ihnen bieten, wenn sie Produkte, Prozesse und Services auch wirklich digitalisieren. Der Appetit kommt – im sprichwörtlichen Wortsinn – auch hier beim Essen.

So konkret wie die Befragten die Auswirkungen der digitalen Transformation erwarten, so konkret stellen sie sich auch den Einfluss auf Bereiche und Funktionen des eigenen Unternehmens vor.

Eine Balkenkgrafik aus der Studie: Die „Optimierung der Prozesse in Produktion, Logistik und Qualitätssicherung“ führt das Ranking an. Die Werte: Familienunternehmen 57,1 Prozent. Andere Unternehmen: 45,6 Prozent.

Wo hat die Digitalisierung den stärksten Einfluss im eigenen Unternehmen?

Gerade Familienunternehmen schauen dabei auf ihre internen Prozesse (57,1 Prozent). Und sie möchten verstärkt Angebote entwickeln, die sie über Sensoren oder Software zum Leben erwecken (46,7 Prozent). Mit anderen Worten: Die Betriebe entdecken das Internet of Things, um ihre Produkte digital aufzuwerten oder in neue Anwendungsszenarien zu bringen.

 

Starre IT macht Platz für dynamische Modelle

Außerdem erwarten die Umfrageteilnehmer, dass sich die eigene IT-Landschaft wandelt. 29,5 Prozent der Familienbetriebe und 30,9 Prozent der Unternehmen mit anderen Eigentumsverhältnissen sehen hier den stärksten Einfluss der digitalen Transformation. Die Experten von Crisp halten fest: „Der klassische ‚starre‘ IT-Betrieb, der noch mit hohen Infrastrukturkosten verbunden ist, weicht dynamischen Modellen, die beispielsweise über Cloud Computing flexibel über die Nutzung abgerechnet werden können und sofort ohne hohe Investitionen einsatzbereit sind.“

Die damit verbundene Transformation zeigt sich auch auf dem Schreibtisch der Mitarbeiter. 21,9 Prozent der Unternehmen in Familienhand und 23,5 Prozent der mittelständischen und großen Firmen gehen davon aus, dass Cloud-basierte Arbeitsplätze und mobile Endgeräte ein Ergebnis der Transformation im eigenen Unternehmen sind.

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Über die Studie „Familienunternehmen im digitalen Wandel“

Um die Frage zu beantworten, wie Familienunternehmen im Gegensatz zu anderen mittelständischen und großen Unternehmen den digitalen Wandel angehen, hat das renommierte Analystenhaus Crisp Research in Kooperation mit QSC eine empirische Studie durchgeführt. Crisp Research befragte 173 Unternehmen im gehobenen Mittelstand mit Belegschaften von 200 bis 5.000 Mitarbeitern. 60 Prozent davon sind klassische Familienunternehmen nach Eigentümerstruktur, Führung oder Tradition.

Die Studie zeichnet ein aussagekräftiges Bild der Digitalisierung in Familienunternehmen und ermöglicht den fundierten Vergleich zum übrigen Mittelstand. Die meisten Befragten gehören zu den Schlüsselentscheidern für die digitale Transformation: CIOs, Leiter Rechenzentrum und ihre noch etwas exotischen Kollegen, die CDOs/Chief Digital Officers, sowie Strategieexperten und Geschäftsführer.

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