Wo stehen die Familienunternehmen auf dem Weg zum digitalen Unternehmen?

Titelbild der Studie „Familienunternehmen im digitalen Wandel“. Computer stehen auf dem Tisch. Zwei Menschen entwickeln eine Strategie auf dem Papier.Serie Studie Digitalisierung (1/3) Exklusiv berichtet Digitales-Wirtschaftswunder.de über die erste deutsche Marktstudie von Crisp Research und QSC zur Digitalisierung in mittelständischen Familienunternehmen. Lesen Sie heute, wie weit die Befragten auf dem Weg zum digitalen Unternehmen sind.

Ob in der Automobilbranche, im Einzelhandel oder der Chemieindustrie: Wer die Unternehmens-Agenda von Familienunternehmen liest, findet die Digitalisierung in der Regel ganz oben auf der Liste: Fast die Hälfte der befragten Unternehmen zwischen 200 und 5.000 Mitarbeitern hat die Bedeutung des Themas für sich und das eigene Geschäft erkannt. Damit nehmen die familiengeführten Betriebe im Vergleich zu den mittelständischen und großen Unternehmen (26,5 Prozent) eine Vorreiterrolle ein.

Eine Balkengrafik aus der Studie. Der Begriff „Digitalisierung“ führt das Ranking an. Die Werte: Familienunternehmen 48,6 Prozent. Andere Unternehmen: 26,5 Prozent.

Die Erhaltung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit Die Digitalisierung ist das Top-Thema auf der Strategie-Agenda der Unternehmen.

Allerdings zeigt sich bei der konkreten Umsetzung Nachholbedarf. Derzeit ist nur weniger als jedes dritte Familienunternehmen (27,6 Prozent) in der Umsetzungs- (23,8 Prozent) oder Wachstumsphase (3,8 Prozent) der Digitalisierung angelangt. Umsetzungshase heißt, dass die Firmen bereits erste Digitalisierungsprojekte eingeleitet und Szenarien für digitale Produkte oder Services entwickelt haben. In der Wachstumsphase profitieren Unternehmen bereits leicht von ihrem digitalisierten Produkt- oder Dienstleistungsportfolio. Doch an diesem Punkt sind erst die wenigsten angekommen.

Eine Illustration aus der Studie zeigt, in welchen Phasen der digitalen Transformaion sich Familienunternehmen und andere Unternehmen gerade befinden.

In welchem Stadium der digitalen Transformation befinden sich die Unternehmen. Für viele beginnt die Reise erst.

Für die überwiegende Mehrheit der Familienunternehmen (72,4 Prozent) beginnt die Reise gerade erst: Sie befinden sich nach ihrer Einschätzung entweder ganz am Beginn (5,7 Prozent), in der Anfangs- (34,3 Prozent) oder Findungsphase (32,4 Prozent). Betriebe in der Digitalisierungs-Anfangsphase haben zumindest bereits mit der Ausarbeitung einer Strategie begonnen. Wer seinen taktischen Fahrplan schon gefunden hat, der versucht sich an der konkreten Umsetzung von Ideen und Konzepten.

Optimierung von Geschäftsprozessen

Die Ziele, die Familienunternehmen mit der Digitalisierung verfolgen, sind für die Befragten recht eindeutig: Rund 84 Prozent halten es für sehr wahrscheinlich, dass die digitale Transformation vielfältige Möglichkeiten böte, Geschäftsprozesse zu optimieren.

62,9 Prozent der Mittelständler im Familienbesitz halten die Digitalisierung entscheidend für den Erhalt der eigenen Wettbewerbsfähigkeit, mehr als jeder zweite sieht in der Digitalisierung außerdem einen Weg, seinen Umsatz zu steigern – und damit etwa doppelt so viel wie nichtfamiliengeführte Unternehmen. Dass die digitale Transformation das Image als innovatives Unternehmen stärkt, glauben dagegen nur 16,2 Prozent der befragten Familienunternehmen – gegenüber 33,8 Prozent der Unternehmen mit anderen Eigentumsverhältnissen.

Eine Balkengrafik aus der Studie. Die „Erhaltung der Wettbewerbsfähgikeit“ führt das Ranking an. Die Werte: Familienunternehmen 62,9 Prozent. Andere Unternehmen: 52,9 Prozent.

Die Erhaltung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit ist der Haupthebel für die digitale Transformation.

Zahlen, die zeigen, welches Potential die digitale Transformation gerade in Familienunternehmen freisetzen kann. Die Experten von Crisp Research sind sich einig: „Somit ist die Digitalisierung kein Selbstzweck, sondern wirkt als Hebel für klassische KPIs und soll den Unternehmen letztendlich auch Geschäftsnutzen bringen.“

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Weitere Artikel zur Studie auf blog.qsc.de:

 

Über die Studie „Familienunternehmen im digitalen Wandel“

Um die Frage zu beantworten, wie Familienunternehmen im Gegensatz zu anderen mittelständischen und großen Unternehmen den digitalen Wandel angehen, hat das renommierte Analystenhaus Crisp Research in Kooperation mit QSC eine empirische Studie durchgeführt. Crisp Research befragte 173 Unternehmen im gehobenen Mittelstand mit Belegschaften von 200 bis 5.000 Mitarbeitern. 60 Prozent davon sind klassische Familienunternehmen nach Eigentümerstruktur, Führung oder Tradition. Die Studie zeichnet ein aussagekräftiges Bild der Digitalisierung in Familienunternehmen und ermöglicht den fundierten Vergleich zum übrigen Mittelstand. Die meisten Befragten gehören zu den Schlüsselentscheidern für die digitale Transformation: CIOs, Leiter Rechenzentrum und ihre noch etwas exotischen Kollegen, die CDOs/Chief Digital Officers, sowie Strategieexperten und Geschäftsführer.

 

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf Digitales-Wirtschaftswunder.de, dem Themenblog der QSC AG

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