Marktstudie startet: Cloud Computing in Deutschland 2017

Ab Oktober 2016 befragt IDC CIOs und Fachentscheider, wie sie die Überführung ihrer Unternehmens-IT in die Cloud erfolgreich meistern wollen. Oft findet sich dort ein Sammelsurium aus Public und Private Cloud Services neben den vorhandenen On-Premises-Strukturen – und das ohne übergreifenden Ansatz.

Integration von On-Premises-Lösungen in Cloud-Umgebungen

Titelbild: © TechnoVectors/Shutterstock.com

Die „Cloudifizierung“ nimmt deutlich an Fahrt auf – gerade auch im Mittelstand: Nach einer längeren Phase des Abwartens virtualisieren immer mehr Unternehmen forciert ihre IT-Strukturen und Applikationen. Besonders Services aus der Public Cloud werden stark nachgefragt – der Markt boomt. Nach einer Prognose von IDC steigen die Investitionen in diesem Segment jährlich um 23 Prozent. Bereits 2020 werden demnach die meisten Unternehmen weltweit mit einer cloudbasierten IT-Umgebung arbeiten.

Cloud-Plattformen werden Kernelement der Unternehmens-IT

Skalierbare und agile Services verdrängen dabei immer öfter On-Premises-Lösungen oder residente Systeme. Das verwundert nicht, denn Cloud Computing ermöglicht die optimale – da schnell und flexibel an wechselnde Bedarfe anpassbare – IT-Unterstützung von kundenzentrierten Geschäftsprozessen in digitalen Ökosystemen. Gleichzeitig bietet der Wechsel in die Cloud eine spürbare Erleichterung bei den IT-Kosten, denn aus Kauf und Abschreibung werden Miete und Betriebskosten. Das macht finanzielle Ressourcen für die Entwicklung innovativer Produkte und Services frei – ein wesentlicher Schlüsseleffekt für die digitale Transformation.

Wechsel in die Cloud stellt Unternehmen vor große Voraussetzungen

Gerade in mittelständischen Unternehmen fragen sich gleichzeitig viele IT-Verantwortliche besorgt: Wie kann ich bestehende residente Systeme und On-Premises-Lösungen erfolgreich in die Multi-Cloud-Umgebung meiner IT integrieren, ohne bei der enormen Komplexität den Überblick bei Orchestrierung, operativer Steuerung und Governance zu verlieren? Und entspricht – bei so viel Aufwand – die Kosten-Nutzen-Rechnung nach der Überführung der IT in die Cloud überhaupt noch der positiven Prognose? Vieles spricht nach TCO-Betrachtung für Cloud Computing als dominierendes Nutzungsmodell für IT-Ressourcen. Ob die Rechnung für die Sourcing-Strategie am Ende tatsächlich aufgeht, hängt entscheidend von der Bandbreite der jeweiligen Anforderungen und Einsatzszenarien im Unternehmen ab. Und diese Bandbreite wird immer größer.

Cloud Computing steigert die Komplexität der IT-Strukturen

Das hat auch historische Gründe: Viele Unternehmen sind das Thema Cloud Computing in der Vergangenheit zu opportunistisch angegangen. Ein allzu bekanntes Szenario dabei: Fachabteilungen entscheiden sich immer häufiger – gerne auch ohne Beteiligung der IT-Abteilung – für SaaS-Lösungen aus der Public Cloud. Nachträglich fordern sie dann deren Integration in die Unternehmens-IT. Für die IT-Sourcing-Strategie bedeutet dieser dezentrale Wildwuchs eine enorme Herausforderung. Es gilt für die IT-Verantwortlichen, verschiedenste Services von unterschiedlichen Anbietern in einer Multi-Cloud zu integrieren und zu managen. Gleichzeitig müssen die vorhandenen konventionellen Systeme und Anwendungen im Backend modernisiert und angebunden werden.

Gesucht: Unterstützung beim Wechsel in die Cloud

Ohne einen übergreifenden Handlungsansatz wird die Überführung der Unternehmens-IT in die Cloud nicht gelingen. Eine umfassende und strukturierte Vorgehensweise auf Organisations-, Technologie-, Architektur und Prozessebene wird damit zum Schlüsselfaktor für die gelungene digitale Transformation von Unternehmen – und auch zum Prüfstein für die zukünftige Rolle der Unternehmens-IT in diesem Ökosystem. Gelingt ihr die nötige agile, aber zentrale Unterstützung für die digitalen Geschäftsmodelle des Unternehmens? Oder verselbstständigt sich im Unternehmen der bisherige Trend zum dezentralen Nutzer-Self-Service bei der Bereitstellung von Applikationen und Ressourcen aus der Cloud weiter? Gerade im Mittelstand ist der Informations- und Beratungsbedarf bei der Cloud-Transition hoch. Auch fehlt hier häufig einfach das spezialisierte IT-Personal. Für Vendoren, Provider, Beratungsunternehmen und Systemintegratoren bieten sich daher sehr gute Erfolgs- und Wachstumschancen für Cloud Services und Cloud-Technologie.

An diese Zielgruppe richtet sich primär die Multi-Client-Studie „Cloud-Computing in Deutschland 2017“. IDC wird dafür ab Herbst 2016 rund 250 IT-Fach- und Führungskräfte aus Organisationen mit mehr als 50 Mitarbeitern in Deutschland befragen, um einen Überblick über die aktuellen Anforderungen und Erwartungen der Unternehmen beim Wechsel in die Cloud zu gewinnen. Die Marktstudie beleuchtet dabei die aktuelle Situation, Trends und zu erwartenden Entwicklungen. Vielleicht gehören Sie auch zu den Befragten?

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf Digitales-Wirtschaftswunder.de, dem Themenblog der QSC AG

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