Bäckerei Evertzberg: All-IP-Umstellung schon gebacken

Die Bäckerei Evertzberg in Remscheid setzt bei Brot und Brötchen auf traditionelles Handwerk. Die Kommunikationstechnik wünscht sich das Familienunternehmen dagegen hochmodern. An allen 44 Standorten soll daher bald die Cloud-basierte Telefonanlage IPfonie centraflex von QSC für komfortables Telefonieren sorgen. Unterstützen lässt sich die mittelständische Firma bei ihrer All-IP-Umstellung vom Wuppertaler Systemhaus ServeNet und vom Aachener QSC-Partner Amian&Witzel.

Fa. Evertzberg in Remscheid Bäckerei Stefan Evertzberg

Stefan Evertzberg, Bäcker in Remscheid, in seiner hochmodernen Produktionshalle. Ob Brot oder All IP: Qualität spielt für ihn die wichtigste Rolle. Foto: Bäckerei Evertzberg.

Als die Unternehmerfamilie Dieter und Stefan Evertzberg – Vater und Sohn – Ende 2014 Thomas Bischzur als weiteren Geschäftsführer in ihren alteingesessenen Handwerksbetrieb einstellten, checkte der erst mal einen Lieferanten und einen Vertrag nach dem anderen.

Beim Thema Kommunikation war ihm schnell klar, dass wegen des Auslaufens von ISDN bald ein Wechsel zur IP-Technologie auf die Bäckerei zukommen würde. Bei 44 Standorten im Radius von 50 Kilometern rund um die Firmenzentrale in Remscheid stand ihm ein Großprojekt bevor. Daher schaltete er zügig den lange Jahre bewährten IT-Dienstleister der Firma ein – das Wuppertaler Systemhaus ServeNet.

ISDN geht, was kommt dann?

Gemeinsam überlegten sie, wie man die All-IP-Umstellung in den Griff bekommen könnte und welche Lösungen überhaupt zur Wahl stünden. Die 43 Evertzberg-Filialen – darunter 20 mit integriertem Café – wurden allesamt mit ISDN der Deutschen Telekom versorgt.

In der Unternehmenszentrale aber, die 2012 neu gebaut worden war, nutzte man bereits IP-Telefonie von QSC – und zwar in einer besonders raffinierten Variante: Über die cloud-basierte Telefonanlage IPfonie centraflex sind die Mitarbeiter dort nicht nur an ihren Schreibtischen mit IP-Telefonie versorgt, sondern auch, wenn sie in der großen Produktionshalle unterwegs sind. Dort nutzen sie mobile Endgeräte und sind problemlos überall erreichbar, weil man dazu ein multicellulares Dect-System installiert hat.

Thomas Bischzur, Geschäftsführer der Evertzberg GmbH & Co. KG, kümmerte sich frühzeitig um die All-IP-Umstellung. Foto: Bäckerei Evertzberg.

Als im Herbst 2015 die erste ISDN-Kündigung für eine der Filialen ins Haus flatterte, hatte Thomas Bischzur sich bereits für QSC entschieden. „Die Lösung in der Firmenzentrale funktionierte ja wunderbar. Und es gab zusätzliche Vorteile: etwa, dass wir so eine Stammnummer für das gesamte Unternehmen bekommen, über die auch die Filialen erreichbar sind“, zählt er Kriterien für seine Entscheidung auf: „Vor allem haben wir so nur noch einen einzigen Ansprechpartner für das gesamten Thema IT und TK.“

ServeNet sollte sich künftig nicht nur um die Firmenserver sondern auch um die Telefonie kümmern – und als Untervertriebspartner von QSC alle Angelegenheiten mit dem neuen Carrier regeln. Mit Außendienstlern oder Technikern einer Telekommunikationsfirma würde man dann nichts mehr zu tun haben.

„Die cloud-basierte Telefonanlage von QSC ermöglicht IP-Telefonie bis in die letzten Winkel der Produktionshalle.“

Guter Service und eine starke Kundenorientierung spielen für die Firma Evertzberg eine große Rolle. Das hat mit dem Selbstverständnis als noch handwerklich arbeitende Bäckerei zu tun, die hochwertige und frische Produkte ohne Backzusätze anbietet. „Wir haben einen sehr hohen Qualitätsanspruch“, betont der Geschäftsführer. Und legt genauso hohe Maßstäbe auch bei seinen  Lieferanten an.

„Dass wir jetzt in jeder der schon umgestellten Filialen zwischen fünf und zehn Prozent weniger für Telefonie bezahlen müssen, freut uns natürlich. Aber entscheidend ist, dass alles gut und sicher funktioniert und wir jetzt Partner haben, die wertschätzend, ehrlich und fair miteinander umgehen.“

Weil sich Thomas Bischzur so frühzeitig mit der All-IP-Umstellung beschäftigte, kann er das Thema schon bald abhaken: In 34 Filialen hat der Wechsel bereits stattgefunden. „Das Projekt läuft super. Wir sind nur wenig involviert und wenn mal Probleme auftreten, werden sie schnell gelöst“, sagt er. Thomas Bischzur hofft auch, dass der Anschluss neuer Cafés oder Verkaufsstellen ans Kommunikationsnetz der Firma demnächst leichter verläuft als bisher. Pro Jahr eröffnet der Familienbetrieb ein bis zwei neue Standorte.

Die neue Lösung sieht so aus: Jede Filiale wird über eine QSC-Leitung mit Internet-Access versorgt und via VPN an die Zentrale angebunden. Der Clou ist, dass darüber auch eine Fernabfrage wichtiger Verbrauchsdaten der Backöfen und Kühlgeräte funktioniert. Zudem wird der Kassenstand der Filialen nun von der Zentrale automatisch ausgelesen.

In 43 Filialen, darunter 20 mit integriertem Café, bietet die Remscheider Bäckerei ihre traditonell hergestellten Backwaren an. Foto: Bäckerei Evertzberg.

Die Gäste in den Cafés können nun auf das WLAN-Netz von Evertzberg zugreifen. Geplant ist zudem ein eigenes Kundeninformationssystem: „Dann werden in unseren Cafés EDV-Tablets bereitliegen, über die sich die Gäste zum Beispiel über Allergene informieren können.“

„Wichtig ist, dass der Kunde und alle ITK-Dienstleister partnerschaftlich und wertschätzend zusammenarbeiten.“

Die hohe Technikaffinität der Firma Evertzberg weiß Volker Jesinghaus zu schätzen. Der Geschäftsführer des IT-Systemhauses ServeNet betreut die Bäckerei schon seit 15 Jahren. Als die Firmenzentrale neu gebaut wurde, durfte er dort eine hochwertige Netzwerkverkabelung installieren und die hochmoderne Produktionshalle per Glasfaser anbinden.

Mit QSC hat der ITK-Fachmann seit dem Neubauprojekt der Evertzberg-Firmenzentrale Kontakt: „Die cloudbasierte Telefonanlage IPfonie centraflex von QSC funktioniert dort sehr gut.“ Er setzt sie inzwischen auch in seinem eigenen Unternehmen ein – und verkauft sie regelmäßig weiteren Kunden.

Jesinghaus ist gelernter Telekommunikationstechniker. Da sein Unternehmen aber vor allem IT-Dienstleister ist, arbeitet er bei TK-Projekten mit externen Kollegen zusammen. Bei Evertzberg etwa mit Oliver Niehnus, Chef des Aachener Systemhauses Amian & Witzel, ein langjähriger Vertriebspartner von QSC.

Gut funktionierende Arbeitsteilung

Konkret bedeutet das: Jesinghaus kümmert sich bei Evertzberg um die technische Umsetzung vor Ort, Niehnus sorgt für die Vertragsabwicklung mit QSC und die Terminkoordination zum Beispiel mit Technikern der Deutschen Telekom. „Mit denen gibt es Abstimmungsbedarf, wenn QSC eine Leitung der Telekom übernimmt“, berichtet der TK-Profi.

Oliver Niehnus freut es, wie frühzeitig die Remscheider Traditionsbäckerei sich mit dem Thema All-IP-Umstellung beschäftigte. „Viele vergessen, dass sie nach der Kündigung einer ISDN-Leitung nur drei Monate Zeit für die Umstellung haben. Wer sich in dieser Zeit nicht bewegt, steht plötzlich ohne Anschluss da“, sagt er: „Und wenn es um mehrere Standorte geht, sollten man schon ein Jahr Vorlauf einplanen.“

Bäcker mit Herz und Seele

1945 gegründet und Familienunternehmen in der dritten Generation, hat sich die Firma Evertzberg zu einer der leistungsstärksten Handwerksbäckereien im Städtedreieck Remscheid, Wuppertal, Solingen und den angrenzenden Städten entwickelt. An 44 Standorten beschäftigt Evertzberg etwa 380 Mitarbeiter. Einzigartig ist die moderne Produktionsstätte in Remscheid, die über aufwändige Gär- und Kühlräume und ein ausgeklügeltes Energiekonzept für einen geringen CO2-Ausstoß verfügt. www.evertzberg.de

IT-Partner mit Full Service

Mit Sitz in Wuppertal ist die ServeNet GmbH seit mehr als 20 Jahren regionaler Partner kleiner und mittlerer Unternehmen. Das Full-Service-Systemhaus bietet ein umfassendes und auf die Kundenbedürfnisse abgestimmtes Gesamtkonzept – von der Strategieplanung bis hin zur Unternehmensvermarktung. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Computerservice und –technik sowie Netzwerke. Der ITK-Dienstleister hat zwölf Mitarbeiter und engagiert sich als Ausbilder für die Nachwuchsförderung. www.servenet.de

 

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