QSC-Partnerkonferenz: All-IP im Fadenkreuz

Am 16./17. November lud der Indirekte Vertrieb von QSC seine Partner nach Köln zur traditionellen Herbstkonferenz ein.

Zielen, treffen und gewinnen: Was beim Sport gilt, lässt sich oft aufs Geschäft übertragen. Für den Indirekten Vertrieb von QSC passte dieses Bild – als Leitmotiv für die Herbstkonferenz, zu der er seine Partnerunternehmen kürzlich einlud. Wurden beim Vorabend-Event noch mit Pfeilen die Darts-Champions ausgespielt, ging es am Konferenztag um zielgenaue Kundenansprache und passgenaue Produkte. In diesem Jahr konzentrierte sich alles auf All-IP-Lösungen, Rechenzentrumsdienste und Unternehmensvernetzung.

Rund 100 Vertriebspartner, Verantwortliche von Value Added Resellern, Internet-Service-Providern und Carriern waren der Einladung von Arnold Stender, Leiter des Indirekten Vertriebs von QSC, nach Köln gefolgt. Gemein war den Gastgebern und Gästen das lebhafte Interesse am Thema All-IP, weil die Deutsche Telekom ISDN bis Ende 2018 einstellt und ihren Kunden nach und nach diesen Dienst kündigt. Dementsprechend stellte QSC ihr All-IP-Produktportfolio und alle Neuerungen dazu ausführlich vor.

Vorabend-Programm: Das Darts-Turnier gewann Christian Backe von euNetworks, Zweiter wurde QSC-Mitarbeiter Ralf Spindler, den dritten Platz machte Sascha Reiß von NetTask. Foto: © Daniela Eckstein / QSC AG.

Am Vorabend der Konferenz hatte QSC zum Get-together eingeladen und den Veranstaltungsraum im Hotel Hilton in eine Darts-Location umfunktioniert. Doch auch für kulinarische Leckereien und entspannte Gespräche blieb noch genügend Zeit.

Der Konferenztag startete mit Vorträgen der All-IP-Produktmanager von QSC. Sie referierten über die Trends und erläuterten die Produkte, Lösungen und Neuerungen im All-IP-Produktportfolio von QSC.

Nachmittags konnten sich die Gäste auf einer Hausmesse alle Produkte detailliert zeigen lassen. Auch Lösungen, die diesmal nicht Thema von Vorträgen waren, wurden ausgestellt, zum Beispiel die Richtfunk-Angebote von QSC oder die IoT-Produkte der QSC-Tochterfirma Q-loud GmbH. Anschließend erläuterte QSC-Vorstandschef Jürgen Hermann den Plan, die Telekommunikationssparte in eine eigene Gesellschaft auszugliedern. Krönender Abschluss der Konferenz war die Ehrung von Partnern, die für ihr langjährige Treue Urkunden überreicht bekamen.

 

Vorträge: Auf dem Programm standen All-IP-Lösungen, wie die cloudbasierte Telefonanlage, das Thema Unternehmensvernetzung sowie die Rechenzentrumsdienste von QSC. Foto: © Daniela Eckstein / QSC AG.

Erfolgsfaktoren fürs All-IP-Geschäft

In seinem Eingangsreferat berichtete Produktmanager Stefan Pasternak, dass die Deutsche Telekom bereits 65 Prozent ihrer Telefonanschlüsse auf IP umgestellt habe. Nach den kleineren Unternehmen kündigt sie inzwischen auch bei ihren Großkunden die ISDN-Anschlüsse. Dadurch ergäben sich für QSC und ihre Partner gute Chancen: Pasternak verwies darauf, dass QSC mit einem breiten All-IP-Portfolio punkten könne und vergleichbare Leistungen teilweise günstiger und mit flexibleren Komponenten anbiete als die Mitbewerber. Vor allem könne QSC aufgrund der mehr als zehnjährigen Erfahrung mit IP-Telefonie – also mit IP-basiertem ISDN, SIP-Trunks und cloudbasierten Telefonanlagen – mit deutlich ausgereifteren Produkten punkten.

Zu den Erfolgsfaktoren zählte Produktmanager Andreas Steinkopf auch, wie man Kunden auf ihrem Weg zu All-IP begleitet. In seinem Vortrag erläuterte er, wie Unternehmen die erzwungene All-IP-Einführung für eine Konsolidierung ihrer Filialvernetzung nutzen können. Statt jeden Standort aufwändig mit einer eigenen Telefonanlage zu versorgen, könne man über ein MPLS-VPN und eine einzige Telefonanlage die Voice-Anbindung der gesamten Unternehmenskommunikation via SIP-Trunk steuern.

QSC-Hausmesse: Produktmanager Oliver Schäferhoff (2.v.l.) führte das neue Web-Portal vor. Foto: © Daniela Eckstein / QSC AG.

Doch wer so eine Komplettumstellung noch nicht wünscht, findet bei QSC passende Lösungen für eine schrittweise Migration, wie Steinkopf betonte. Sein Vertriebskollege Holger Uebbing zeigte an Kundenbeispielen – detailliert an der Ingenieurfirma Invenio – wie ein solches MPLS-VPN von QSC funktioniert.

 

Von der Cloud-Telefonanlage zur Unified-Communication-Plattform

Großes Interesse fanden auch die Vorträge von Frank Pingel, Fabian Zürz und Oliver Schäferhoff, die die Weiterentwicklung der Cloud-Telefonanlage von QSC und ein neues Administrationsportal vorstellten.

Vor rund zehn Jahren war QSC einer der ersten deutschen Anbieter, die mit solch einer auf IP-Centrex basierenden Anlage auf volle Digitalisierung in der Telefonie setzten. Inzwischen wünschten die Kunden über Voice-Dienste hinaus Kollaborations-Features über alle Endgerätetypen, PC, Smartphone, Tablet, – und fragen diese bereits verstärkt nach, so die Referenten. QSC habe sich daher entschlossen, ihre Telefonanlage peu à peu zu einer Unified Communication & Collaboration (UCC) TK-Anlage zu erweitern. Dazu würden ab Frühjahr 2018 sowohl die Desktop Clients als auch die Mobile Clients und die App überarbeitet und erweitert und zusätzliche Endgeräte zur Verfügung gestellt. Integriert werde in diesem Zuge auch tengo centraflex.

15 Jahre „Stark verbunden“ und dafür von QSC-Vertriebsleiter Arnold Stender ausgezeichnet: (v.l.n.r.) SIB Systeme, Nouvellecom, beckconsult. Foto: © Daniela Eckstein / QSC AG.

Zur Weiterentwicklung zählt auch das neue Administrationsportal. Geplant ist es als zentrales Web-Portal für Partner und Kunden zur selbstständigen Verwaltung von Stammdaten, Verträgen, Lizenzen und Bestellungen im Zusammenhang mit der Cloud-Telefonanlage und weiteren ITK-Produkten von QSC. Zur Verfügung gestellt werden soll es im kommenden Frühjahr.

 

QSC-Rechenzentren: Colocation & Virtual Datacenter

Seit Juli 2017 arbeitet der Bereich „Colocation & Virtual Datacenter“ als eigenständiges Profitcenter und stellt damit die fünfte Säule im Gesamt-Portfolio von QSC dar. Produktmanager Manuel Jenne betonte in seinem Vortrag, dass damit auch der Ausbau und die Erneuerung der Rechenzentrumsflächen in Nürnberg und München einhergingen sowie die Konzeption von Virtual-Datacenter-Angeboten.

Ausgezeichnet für 10 Jahre treue Partnerschaft: (v.l.n.r.) TMT, teleto, M94, DeTeWe Communications, ecotel communications und MK Netzdienste. Foto: © Daniela Eckstein / QSC AG.

Über das QSC-Virtual Datacenter sollen Firmen ab 2018 cloudbasierte Rechenleistungen und Speicherkapazitäten abrufen können. Man adressiere damit Kunden vom Startup bis Mittelstand, deren primäres Business auf einem flexiblen und schnell anpassbaren Geschäftsmodell beruht, wie es im E-Commerce oder im agilen IT-Umfeld häufig zu finden sei. Colocation richte sich dagegen vor allem an Firmen, die bereits eigene Server im eigenen Gebäude oder in einem Rechenzentrum betreiben und dieses Modell auch weiterhin verfolgen. Dabei handele es sich überwiegend um Kunden mit eigener IT-Abteilung.

Jenne erläuterte auch die Datacenter-Struktur und das Backbone von QSC: Mehr als 5.000 Quadratmeter Rechenzentrumsfläche stünden aktuell zur Vermarktung zur Verfügung. Für die Anbindung der Kunden würden an vier Standorten in Deutschland Hochsicherheitsrechenzentren betrieben, die über ein 100 Gbit/s Core-Backbone verbunden seien und höchste Ansprüche an Sicherheit und Qualität erfüllten. Damit realisiere QSC auch Services wie die Pure Enterprise Cloud und Multi-Cloud-Angebote und ermögliche den Kunden von jedem Standort in Deutschland eine Anbindung an die Rechenzentren.

 

Eigenständige Telekommunikationsgesellschaft von QSC in Gründung

QSC-Vorstandschef Jürgen Hermann erläuterte, weshalb QSC ihr Telekommunikationsgeschäft in eine eigene Gesellschaft auslagert. Foto: © Daniela Eckstein / QSC AG.

Last, but not Least erläuterte QSC-Vorstandsvorsitzender Jürgen Hermann, weshalb die QSC AG ihr Telekommunikationsgeschäft in eine Tochtergesellschaft ausgliedern werde: Es ginge darum, flexibler am Markt agieren und Kundenanforderungen schneller umsetzen zu können. „Die neue Struktur wird uns insbesondere das Eingehen von Kooperationen und Beteiligungen erleichtern und die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle mit Partnern beschleunigen.“

QSC hatte im August 2017 angekündigt, dazu den Netzbetrieb, die Netz-Services sowie das gesamte Management der Vor- und Endprodukte für Geschäftskunden und Wiederverkäufer inklusive Kunden- und Partnermanagement, Vertrieb und Marketing zusammenzufassen. Die endgültige Ausgliederung bedarf noch der Zustimmung der nächsten ordentlichen Hauptversammlung, die im Sommer 2018 stattfinden soll.

Rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von QSC werden der neuen GmbH – einer 100-prozentigen QSC-Tochterfirma – voraussichtlich angehören. Viele Konferenz-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer zeigten sich sehr erfreut darüber, dass QSC durch die Gründung einer TK GmbH das Telekommunikationsgeschäft stärkt.

 

 

 

Weitere Informationen:

  • Diese und weitere Bilder von der QSC-Partnerkonferenz 2017 finden Sie (in besserer Auflösung) in unserem Fotoalbum auf Flickr.
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