OpenStack – der Universalstecker fürs Rechenzentrum

OpenStack ist mittlerweile weltweit die Technologie der Wahl, wenn es um virtuelle Rechenzentren geht, die sich mit wenigen Mausklicks konfigurieren lassen. Kaum ein Public-Cloud- oder IaaS-Angebot kommt ohne diese Open-Source-Architektur aus. QSC bringt mit ihr sogar die beiden Welten der Cloud und der kundeneigenen Server-Hardware unter ein gemeinsames Dach.

Bild: © Mischa Keijser / Getty Images

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Rechenzentrumsbetreiber sind Infrastrukturanbieter: Sie stellen Server, Switches, Load-Balancer, Firewalls und die dazugehörigen Schränke (Racks) zur Verfügung. Hinzu kommen kritische Aufgaben wie Stromversorgung, Kühlung und Sicherheit. Braucht ein Kunde heutzutage schnell mehr dieser Ressourcen, stehen ihm diese in einer Public Cloud einfach und zudem kostengünstig zur Verfügung. Per Mausklick kann er benötigten Ressourcen hinzubuchen oder bei Bedarf auch wieder freigeben. Die Orchestrierung und Verteilung auf der Hardware des Rechenzentrumsanbieters übernimmt dabei meistens OpenStack. So auch im Virtual Datacenter von QSC.

Bei OpenStack handelt es sich um eine ursprünglich von der NASA und Rackspace geschaffene Open-Source-Software, die Aufgaben wie Netzwerk- und Speicherplatzverteilung übernimmt und sich mittlerweile zu einem weltweiten Standard entwickelt hat. Sie läuft im Hintergrund, doch der Kunde bemerkt an den Schnittstellen zum Rechenzentrum und seinem Anwender-Interface, dass OpenStack im Einsatz ist.

 

Standardisiert, offen, zertifiziert

Der Siegeszug von OpenStack erklärt sich einfach: Die Technologie ist gewissermaßen ein Universalstecker für das virtuelle Rechenzentrum, zumal immer mehr Software-Produkte OpenStack-zertifiziert sind. Die standardisierte und offene Architektur von OpenStack macht die Technologie hochautomatisierbar, bietet eine perfekte Grundlage für komponentenorientierte Dienste wie Infrastructure as a Service (IaaS), Container as a Service (CaaS) oder Desktop as a Service (DaaS). Und OpenStack ist kompatibel zu zahlreichen Arten standardisierter Unternehmenssoftware.

Die Bedürfnisse seitens der Rechenzentrumskunden fallen dabei sehr unterschiedlich aus: Die einen wollen einfach nur virtuelle Server betreiben, ohne zu wissen, was sich unter der Bedienoberfläche verbirgt. Die anderen wiederum legen ausgesprochen großen Wert auf den OpenStack-Einsatz, weil die Technologie gut zu ihrer IT-Landschaft passt und sie von OpenStack funktionale und wirtschaftliche Vorteile erwarten.

 

Wohin mit der eigenen Hardware?

Bei den großen Public-Cloud-Anbietern wie Amazon Web Services (AWS) oder Microsoft Azure gibt es gar keine Alternative mehr zu den eigenen IaaS-Angeboten. Will oder muss ein Unternehmen zum Beispiel eigene Altserver in die Architektur einbringen, muss er sich an andere Dienstleister wenden, da die großen Hyperscaler eine „Virtual only“-Strategie fahren. Allerdings sieht die Realität in den meisten Unternehmen, vor allem auch im Mittelstand, noch nicht nach 100 Prozent virtuellen Ressourcen aus. Und das auch gerade deshalb, weil Migrationsprojekte von einem Rechenzentrum voller eigener Hardware hin zum Virtual Datacenter zumeist Jahre brauchen.

Viele Unternehmen stellen auf diesem Weg oft fest, dass sie ihre Infrastruktur gar nicht komplett auf Public Cloud und IaaS umstellen können – oder wollen. Denn es gibt durchaus auch heute noch den Fall, dass sich ein eigener Server trotz der Skaleneffekte in der Public Cloud besser rechnet. Es muss nur sichergestellt sein, dass der eigene Server dauerhaft und über Jahre komplett ausgelastet ist. Diese Erfahrung machen derzeit viele Unternehmen, die in die Public Cloud gegangen sind. Und sie suchen entsprechend nach hybriden Lösungen, in die sie auch die eigene Hardware einbinden können.

 

IaaS und Colocation als integrierte Lösung von QSC

QSC kommt dieser Anforderung entgegen, indem es sowohl Public-Cloud-Services im Virtual Datacenter anbietet, zugleich aber auch die Brücke zum Colocation im eigenen Haus schlägt – und zwar sprichwörtlich. Bei QSC befinden sich das hauseigene Rechenzentrum (RZ) sowie die Kunden-Hardware des Colocation-RZ im selben Gebäude. Und falls gewünscht, verbindet QSC diese beiden Welten miteinander, ganz klassisch per Kabel. So sind Kunden in der Lage, ihre eigenen Racks ins Colocation-RZ zu stellen, und diese zugleich mit den IaaS-Ressourcen des Virtual Datacenters zu verbinden. Auf diese Weise kann der Kunde weiterhin in beiden Welten leben, mehr noch: diese sogar miteinander verbinden und gemeinsam orchestrieren.

Flexibilität benötigen gerade mittelständische Kunden, wenn es einmal darum geht, vom Standard abzuweichen, wie ihn zum Beispiel OpenStack definiert. Sei es, weil sie eine höhere Verfügbarkeit der Server benötigen als standardisiert angeboten oder bestimmte technische Ansprüche an die eingesetzte Server-Technologie existieren. QSC erfüllt solche kundenindividuellen Anforderungen, solange sie technisch umsetzbar sind, keine erheblichen Betriebsrisiken mit sich bringen und sich preislich abbilden lassen.

Hybride und flexible Lösungen vereinfachen auch die Migration in die Cloud. In einem ersten Schritt kann ein Unternehmen sein eigenes Rechenzentrum auflösen und in ein Colocation-RZ überführen. Danach ist es dann möglich, die eigene Infrastruktur Schritt für Schritt in die Cloud zu transformieren. Umso besser, wenn während dieses Prozesses beide Welten miteinander verbunden und unter einem Dach verbleiben können und nicht getrennt voneinander betrieben werden müssen. Zumal es im Mittelstand die absolute Ausnahme ist, dass Unternehmen spontan Ressourcen vervielfachen oder komplett internationalisieren müssen. Da genügt es in der Regel, wenn sich per Knopfdruck ein paar Server hinzufügen lassen.

 

OpenStack als Plattform für Container-Architekturen

Mit Blick auf die nahe Zukunft zeichnet sich ab, dass neben IaaS vor allem Container-Architekturen zum Thema werden. Diverse Orchestrierungsmethoden wie Kubernetes läuten hier den nächsten Schritt in technischer Hinsicht ein. Kubernetes ist ein Open-Source-System für die automatisierte Verwendung von Container-Architekturen, also von Architekturen mit standardisierten Funktionskomponenten und Funktions-Clustern. OpenStack stellt dank seiner Standardisierung hierfür die ideale Plattform dar. So lassen sich zum Beispiel Kubernetes-Cluster über OpenStack managen. Kunden sind dann in der Lage, per Knopfdruck und OpenStack-Schnittstelle Kubernetes-Container auszurollen (Deployment). Auch ist OpenStack prädestiniert für das DevOps-Vorgehen, das die herkömmlich voneinander getrennten Bereiche der Entwicklung (Dev) und des Betriebs (Ops) miteinander integriert. Dementsprechend sind die meisten DevOps-Werkzeuge wie zum Beispiel Foreman oder Terraform auf eine nahtlose Kommunikation mit OpenStack ausgelegt.

Open Stack bietet darüber hinaus Ansätze, mit denen sich für einen Kunden dedizierte Ressourcen abgrenzen und ausweisen lassen. Dies ist zum Beispiel notwendig, wenn bestimmte gesetzliche Regulatorien, der Datenschutz oder technische Gründe fordern, dass ein Kunde einen eigenen physikalischen Server nachweisen muss, der garantiert nur für ihn bestimmt ist. Nicht zuletzt wird es über OpenStack möglich sein, Server per Knopfdruck nicht nur zu erstellen, sondern auch zu sichern, also komplette Backups zu erstellen. Zwar bieten gängige IaaS-Dienste bereits sogenannte „Snapshots“. Diese können ein vollständiges Backup aber nicht ersetzen. Auch in dieser Hinsicht sind die Möglichkeiten von OpenStack noch nicht voll ausgereizt.

 

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