Neuer Arbeitsplatz aus der Cloud: Windows Virtual Desktop

Mit dem neuen Microsoft-Angebot Windows Virtual Desktop können Unternehmen Arbeitsplatzumgebungen schnell, sicher und nach Bedarf aus der Azure Cloud bereitstellen. Als Bonbon enthält der virtuelle Desktop auch eine Lebenszeitverlängerung für Windows-7-Umgebungen. Ein deutscher Dienstleistungskonzern bezieht Windows Virtual Desktop bereits als gemanagten Service von QSC.

Bild: © Tom Merton / Getty Images

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Der Desktop aus der Cloud erspart den Arbeitsplatzrechner im Haus – gegenüber On-Premises-Installationen bieten Desktop-Lösungen wie Windows Virtual Desktop Unternehmen eine Menge Vorteile. Kosten und Aufwände für Implementierung und Wartung sinken, Arbeitsplätze aus der Cloud lassen sich schneller bereitstellen – und bei Bedarf an zusätzlichen Arbeitsplätzen stehen innerhalb weniger Minuten automatisiert neue virtuelle Desktops zur Verfügung. Eine Skalierung nach unten wie nach oben ist jederzeit möglich. Ebenso sind Rechenleistung und Ressourcen pro Nutzer skalierbar.

Mit Windows Virtual Desktop hat Microsoft ein neues Desktop-Angebot eingeführt, das derzeit – Stand September 2019 – in der Vorschauversion nutzbar ist und bald generell verfügbar sein wird. QSC gehört zu den ersten Microsoft-Partnern, die diesen Service anbieten und bereits Projekte bei Kunden umgesetzt haben.

 

Neue Lösung vereint Single- und Multi-Session

Die Infrastruktur der virtuellen Maschinen mit Arbeitsplatzsystemen basiert auf Azure Active Directory, unterstützt werden Windows 7 und 10 sowie Server-Versionen ab 2012 R2 aufwärts. Via Remote-Desktop-Protokoll lassen sich komplette Desktops ebenso wie einzelne Anwendungen auch mobil nutzen. Die Abrechnung erfolgt nach dem Prinzip Pay-as-you-go, auf Basis der tatsächlich von den virtuellen Maschinen genutzten Azure-Ressourcen.

Hinzu kommt eine sehr praktische Neuerung: Waren bei früheren Desktop-Lösungen entweder nur Single-Sessions mit Virtual Desktop Infrastructure (VDI) oder Multi-Session-Infrastrukturen mit Remote Desktop Services (RDS) möglich, lassen sich mit der neuen Lösung flexibel gemischte Umgebungen umsetzen: Während die einen Nutzer sich eine Betriebssysteminstanz oder Anwendung in Multi-Session teilen, erhalten gleichzeitig andere Nutzer Single-Sessions für ihren jeweiligen Desktop.

 

Windows 7 bis 2023 weiter nutzen – mit Support

Darüber hinaus bietet die neue Lösung eine Alternative für Unternehmen, die sich nur ungern von Windows 7 trennen und noch nicht zu Windows 10 wechseln wollen. Wer sich für Windows Virtual Desktop entscheidet, muss auch nach dem offiziellen Support-Ende von Windows 7 im Januar 2020 nicht auf kostenlose Sicherheitsupdates verzichten, sondern erhält bis 2023 weiterhin Support – und die Gelegenheit, innerhalb dieses Zeitraums das Upgrade auf Windows 10 Enterprise durchzuführen.

 

Anwendungsbereiche für virtuelle Desktops: von CAD-Arbeitsplatz bis Contact Center

Die schnelle Bereitstellung und hohe Skalierbarkeit von Windows Virtual Desktops eröffnet ein weites Feld von Anwendungsbereichen im Unternehmen. So lassen sich auch IT-Umgebungen mit hohen Ressourcenansprüchen wie CAD- und Entwickler-Arbeitsplätze als virtueller Desktop abbilden, da für sie entsprechende dedizierte Servercluster in der Azure Cloud bereitstehen.

Sehr gut eignet sich die Anbindung via Windows Virtual Desktop auch für Szenarien, in denen vorübergehend ein höherer Bedarf an Arbeitsplätzen besteht – wie im Saisongeschäft oder während zeitlich begrenzter Projekte, beispielsweise im Rahmen von Unternehmenskooperationen. Contact Center sowie Mitarbeiter im Home Office und an Niederlassungen, die regelmäßig Zugriff auf zentrale Unternehmensanwendungen benötigen, sind ebenfalls Kandidaten für Windows Virtual Desktops.

 

Gesicherter Zugriff auf SAP-Systeme mit Windows Virtual Desktop

Wie schnell und nutzbringend Unternehmen mit Windows Virtual Desktops ausgestattet werden können, zeigte sich bei einem QSC-Kunden aus dem Dienstleistungssektor. 150 externe Berater benötigten für ein Projekt Zugriff auf dessen SAP-System. In einem Piloten mit QSC richtete der Dienstleistungs-Mischkonzern jedem einen Windows-Arbeitsplatz mit gesichertem SAP-Zugriff ein – als virtuelle Umgebung aus der Microsoft-Cloud. QSC stellte sechs virtuelle Maschinen für 150 Nutzer bereit, die damit über einen mobilen und sicheren Zugriff auf das SAP-System verfügen, ohne auf gemanagte Hardware und einen VPN-Zugang angewiesen zu sein. Innerhalb von zwei Wochen war die komplette Windows-Arbeitsumgebung bereitgestellt und im Produktiveinsatz.

 

Schlüsselfertige Arbeitsumgebungen als Managed Service

So bietet QSC Unternehmen mit Microsoft Virtual Desktop schlüsselfertige Arbeitsumgebungen als Managed Service aus der Public Cloud. Wer seine Legacy-Anwendungen aus Windows 7 wie beispielsweise alte Datenbanksysteme oder spezielle Formulartypen weiternutzen möchte, kann sie eins zu eins in die neue Umgebung übernehmen und sicher sowie datenschutzkonform aus der Cloud bereitstellen. Für Modernisierung und Migration bleiben genügend Zeit, da der Support für Windows 7 ja bis 2023 weiterläuft.

In enger Partnerschaft mit Microsoft stellt QSC seinen Kunden die innovativen Funktionen des Windows Virtual Desktop zur Verfügung und bietet ihnen Support, Beratung und weitere Services – ob es sich beispielsweise um die Office-Nutzung oder die Anpassung der Client-Infrastruktur handelt, oder auch um den Betrieb und das Management von Mail- oder SAP-Systemen.

Unternehmen mit heterogenen Infrastrukturen und unterschiedlichen Nutzungsszenarien sind mit Windows Virtual Desktop als gemanagtem Service gut aufgestellt und müssen sich auch nicht um Software-Lizenzierung und Lizenz-Management kümmern – das ist Sache von QSC. Und da einzelne Cloud-Dienste auch einmal abgekündigt werden können, ist es gerade für mittelständische Unternehmen hilfreich, einen Dienstleister an der Hand zu haben, der viel Erfahrung im Betrieb von virtuellen Systemen hat und sich um passenden Ersatz kümmert.

 

Alternative aus der Private Cloud: Enterprise Workplace

Wer grundsätzlich mehr Wert auf Beständigkeit legt, dem steht mit Enterprise Workplace Services (EWP) aus der Private Cloud eine Alternative zur Verfügung. Damit erhalten Unternehmen dedizierte, standardisierte Systeme mit Servicezusagen (SLA), die sie aus deutschen Rechenzentren beziehen. Bei allen Fragen steht ein fester Ansprechpartner von QSC Rede und Antwort – und Legacy-Anwendungen finden im Enterprise Workplace auch ihren Platz. Für Unternehmen, die auf AWS oder Google setzen, ist EWP ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung.

 

Digitalisierung vorantreiben

Welche Lösung die beste ist, entscheidet sich im Einzelfall nach einer IT-Bestandsaufnahme. Als Partner auf Augenhöhe bietet QSC seinen mittelständischen Kunden eine umfassende individuelle Beratung und Betreuung sowie ein dediziertes Service Management von First- bis Third-Level-Support. So können mittelständische Unternehmen sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und gleichzeitig das Know-how und die Erfahrung von QSC nutzen, um ihr Geschäftsmodell zu digitalisieren – zum Beispiel mithilfe von Windows Virtual Desktop.

 

Microsofts erfolgreiche Aufholjagd in Sachen Sicherheit

In puncto Sicherheit und Datenhaltung hat sich bei Microsoft Einiges getan. Früher oftmals als Achillesferse kritisiert, gehört Sicherheit inzwischen zu den Verkaufsargumenten. So weist Azure über 90 Sicherheits- und Compliance-Zertifizierungen auf und lässt damit nach Angaben von Microsoft alle anderen Public-Cloud-Provider deutlich hinter sich.

Zu den Zertifikaten, die Azure gesammelt hat, gehören weltweite Standards wie ISO27001, industriespezifische Anforderungen wie die Gewährleistung der Compliance zu den Anforderungen der BaFin und nationale Vorgaben wie etwa das C5-Testat des BSI. Mit der EMEA Cloud und Rechenzentren in Deutschland hat Microsoft zudem auf Kundenwünsche und DSGVO-Anforderungen reagiert. Last, but not least gehört der in der Vergangenheit belächelte Windows Defender mittlerweile zur Spitzengruppe unter den Virenscannern.

 

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