Minister Pinkwart diskutierte bei QSC über Digitalisierung

Wie steht es um die Digitalisierung in NRW und was trägt der Mittelstand dazu bei? Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart machte sich bei QSC und ihrer IoT-Tochter Q-loud selbst ein Bild davon: Im September nahm er in der Unternehmenszentrale in Köln an einer Podiumsdiskussion u.a. mit Q-loud-CEO Dr. Myriam Jahn teil. Dazu gibt es jetzt auch einen Film.

Prominenter Besuch in der QSC-Zentrale: NRW-Wirtschaftsminister Prof. Andreas Pinkwart (2.v.r.) im Gespräch mit QSC-Vorstandschef Jürgen Hermann (2.v.l.). Bild: © Daniela Eckstein / QSC AG.

Prominenter Besuch bei QSC: NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Andreas Pinkwart (2.v.r.) im Gespräch mit QSC-Vorstandschef Jürgen Hermann (2.v.l.). Bild: © Daniela Eckstein / QSC AG.

Eingeladen zu der prominenten Diskussionsrunde hatte die Friedrich-Naumann-Stiftung gemeinsam mit Q-loud. Der Veranstaltungsort war mit Bedacht gewählt worden: Köln gehört laut Pinkwart zu den „digitalsten Städte Deutschlands“ und ist Anziehungspunkt für zahlreiche Digitalunternehmen und Start-ups. Zu diesen Digitalunternehmen zählen auch die QSC AG und die Q-loud GmbH.

QSC-Vorstandsvorsitzender Jürgen Hermann wies in seiner kurzen Begrüßung auf die besondere Rolle des Mittelstands für die Digitalisierung hin. Vor allem er sei es, der für ein lebendiges wirtschaftliches Leben sorge, Arbeitsplätze schaffe, Innovationen voranbringe und neue Geschäftsmodelle entwickelt.

 

#Köln – Die Domstadt als Hot Spot der digitalen Wirtschaft

Mit Blick auf die „Digitale Domstadt“ sagte Hermann: „Mit großer Überzeugung unterstützen wir als Digitalisierer des deutschen Mittelstands die Initiative von NRW und der Stadt Köln, die aus der Kölner Region einen Hot Spot der digitalen Wirtschaft machen will. Was uns besonders gefällt: Sie hat dabei vor allem die mittelständischen Unternehmen im Blick.“

Prof. Andreas Pinkwart – NRW-Minister für Wirtschaft, Digitalisierung, Innovation und Energie – wies in seinem Impulsvortrag auf verschiedene Bereiche des Lebens und der Wirtschaft hin, die sich seiner Meinung nach durch Digitalisierung zum Besseren verändern werden. Als Beispiele nannte er E-Government, Autonomes Fahren, Online-Kurse an Universitäten, Künstliche Intelligenz in der Medizin und neue Geschäftsmodelle für die Industrie.

 

Diskussionsrunde (v.l.n.r.): Prof. Andreas Pinkwart, Dr. Myriam Jahn, Claudia Schmitz. Bild: © Daniela Eckstein / QSC AG.

Spannende Diskussion (v.l.n.r.): Prof. Andreas Pinkwart, Dr. Myriam Jahn, Claudia Schmitz. Bild: © Daniela Eckstein / QSC AG.

Der weite Weg der Digitalen Transformation

Um die richtigen Rahmenbedingungen für die Digitalisierung ging es bei der Diskussion zwischen Prof. Andreas Pinkwart, der Q-loud-Geschäftsführerin Dr. Myriam Jahn und der Kölner Unternehmerin Claudia Schmitz. Moderator war WDR-Redakteur Wolfgang Meyer (WDR 5 Westblick).

Klar wurde dabei, dass auf dem Weg der Digitalen Transformation noch manche Hindernisse zu beseitigen sind: sei es die Bürokratie in der öffentlichen Verwaltung, die Angst vor Jobverlust, die mangelnden IT-Kenntnisse von Lehrern und Ausbildern oder fehlendes Venture Capital für Existenzgründer.

Auch auf juristische Probleme ging Dr. Myriam Jahn ein: „Nach derzeitigem Recht dürfen ausländische Cloud-Anbieter auf die Sensordaten in deutschen Maschinen zugreifen, wenn deren IoT-Daten dort gespeichert sind. Das ist problematisch!“ Pinkwart sagte dazu, er wünsche sich so etwas wie eine europäische Cloud, sei aber skeptisch, ob das zu realisieren sein wird.

 

 

Exzellente Wissenschaftler, schlagkräftige Allianzen, flexibler Mittelstand

Aber wie kann die deutsche Industrie dann bei der industriellen Digitalisierung ganz vorne mitspielen? Jahn verwies darauf, dass Q-loud unlängst der Open Industry 4.0 Alliance beigetreten ist, einem Zusammenschluss deutscher und europäische Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Automatisierungs- und der Software-Branche. Ein Ziel der Alliance sei die technische Standardisierung. Es gehe aber auch darum, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam bessere Rahmenbedingungen für ihre Industrie-4.0-Entwicklungen zu erstreiten. Die Ingenieurin betonte dabei die Stärken mittelständischer Unternehmen: „Gerade sie haben die für die Digitalisierung notwendige Schnelligkeit und beweisen die Fähigkeit, neue Geschäftsfelder zu besetzen und das eigene Netzwerk zu erweitern.“

Dr. Myriam Jahn, Vorsitzende der Geschäftsführung der Q-loud GmbH, erläutert das Edge Computing Gateway im Industrial IoT Ecosystem, Bild: © FNF.

Industrielle Digitalisierung ganz praktisch: Dr. Myriam Jahn, Vorsitzende der Geschäftsführung der Q-loud GmbH, erläuterte das Edge Gateway im Industrial IoT Ecosystem. Bild: © FNF.

Der Wirtschaftsminister kam am Ende noch einmal auf Köln und NRW zurück und beschwor ein Rhine Valley nach dem Vorbild des Silicon Valley: An Rhein und Ruhr gebe es mehr Exzellenz-Cluster als in anderen Bundesländern. Ganz Deutschland sei führend in Mathematik und Physik, unzählige IT-Experten würden an den Universitäten Nordrhein-Westfalens ausgebildet: „Und die Firmen gehen dahin, wo die besten Köpfe sind.“

Die Q-loud-Geschäftsführerin stimmte zu: „Hier im Rhine Valley haben wir alles, was wir brauchen, um Motor für die industrielle Digitalisierung zu sein: IT-Affinität, qualifizierten Nachwuchs und jede Menge Know-how in Elektrotechnik und Maschinenbau.“

 

Weitere Informationen:

 

Unser Film über die Veranstaltung:

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