Sieben Schritte: So veranstalten Unternehmen einen Hackathon

Wie veranstalte ich einen Hackathon? In sieben Schritten zum Erfolg. Bild: © Hero Images / Getty Images

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Das Tagesgeschäft fesselt viele in ihren Gewohnheiten. Doch wer seine Fesseln nie sprengt, verhindert Innovation. Unternehmensinterne Hackathons bieten die Möglichkeit, aus dem operativen Alltag auszubrechen und neue Wege zu gehen. Doch wie initiieren Firmen einen Hackathon, damit er zum Erfolg führt? Eine Anleitung in sieben Schritten.

Wie oft beginnen Sätze in Unternehmen mit „Man müsste doch mal …“? Und im nächsten Moment gehen dann doch alle zum Tagesgeschäft über. Frustrierend, denn so werden aus spannenden Ideen und guten Ansätzen von Kolleginnen und Kollegen nie Innovationen. Hackathons, die im Unternehmen von Mitarbeitern für Mitarbeiter veranstaltet werden, sind ein hervorragendes Mittel, um aus diesem Teufelskreis auszubrechen und der Kreativität und dem Talent der Teilnehmer freien Lauf zu lassen.

 

Was ist überhaupt ein Hackathon?

Der Begriff ist etwas irreführend, denn Hackathons haben nichts mit Hacken im Sinne des Unterwanderns von Systemen zu tun. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Methode, mit der in Teamarbeit Lösungen für Probleme gefunden werden. Obwohl Hackathons aktuell stark in Mode sind, ist der Begriff bereits mehr als 20 Jahre alt und eine Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“.

Ursprünglich ging es dabei darum, während solcher Veranstaltungen Softwarecode zu schreiben. Inzwischen ist der Begriff weiter gefasst. Denn bei Hackathons im modernen Sinn geht es schlicht darum, Herausforderungen mit digitalen Mitteln zu lösen. Programmierkenntnisse sind dafür nicht mehr zwingend erforderlich.

 

So veranstalten Unternehmen einen Hackathon

Um einen Hackathon zu veranstalten, sollten Unternehmen die folgenden sieben Schritte beherzigen.

Schritt 1: Spannendes Thema entwickeln

Es mag trivial klingen, ist jedoch die wichtigste Voraussetzung für einen gelungen Hackathon: ein spannendes Thema, für das sich genügend Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeistern lassen. Denn je mehr kluge Köpfe mitmachen, desto größer ist die Chance auf ein gutes Ergebnis.

Schritt 2: Sponsoren finden

Nichts ist umsonst, auch Hackathons wollen finanziert und gefördert werden. Darum ist die zweite grundlegende Voraussetzung ein Protegé, der hinter dem Projekt steht und bereit ist, die Kosten für das Event zu tragen. Das kann die Geschäftsführung sein oder der Budget-Verantwortliche einer Fachabteilung, der sich von dem Hackathon eine Lösung verspricht, die ihn oder sie in der täglichen Arbeit unterstützt.

Schritt 3: Themenpapst definieren

Jeder Hackathon braucht einen Moderator, der das Zepter in die Hand nimmt. Dabei geht es unter anderem darum, den Prozess in richtigen Bahnen zu lenken. Aber nicht ausschließlich. Es muss jemand sein, der sich mit dem definierten Thema auskennt und Kraft seiner Kompetenz in der Lage ist, der Veranstaltung die richtige Richtung zu geben. Und der dafür sorgt, dass die Teilnehmer im Laufe der Diskussion das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Das kann ein kompetenter Kollege sein oder aber ein externer Trainer, der noch dazu neue Impulse in den Prozess einbringen könnte.

Schritt 4: Arbeitsmaterial bereitstellen

In der Regel sind Hackathons zusätzliche, freiwillige Arbeit, die von den teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen investiert wird. Aus diesem Grund ist die Vorbereitung entscheidend. Arbeitsmaterial wie Flipboards, WLAN-Zugänge, Schnittstellen und Kabel zum Verbinden von Laptops mit dem Beamer, genügend Steckdosen sowie Zugangsdaten zu notwendigen Tools sollten daher unbedingt bereits im Vorfeld beschafft werden und am betreffenden Termin bereitliegen. So bleibt mehr Zeit fürs Wesentliche. Und die Köpfe frei für das eigentliche Ziel.

Schritt 5: Convenience-Faktor bedenken

Wer gute Ergebnisse möchte, sollte unbedingt ausreichend Nervennahrung bereitstellen. Denn nichts drückt mehr auf die Stimmung als kollektiv knurrende Mägen. Um zu verhindern, dass die erste Amtshandlung eines Hackathons eine ausufernde Diskussion darüber wird, ob man nun beim Chinesen oder beim Italiener Essen bestellt, sollte sich der Organisator bereits im Vorfeld um das leibliche Wohl kümmern.

Schritt 6: Erfolgserlebnis sicherstellen

Am Ende eines Hackathons muss ein Ergebnis stehen, um Frustration zu vermeiden. In jedem Fall sollte der Moderator verhindern, dass ein Hackathon ohne konkreten Schlusspunkt endet. Dabei muss es sich nicht unbedingt um eine bahnbrechende Lösung handeln, die in der Gruppe im Rahmen des Termins erarbeitet wurde. Ein Ergebnis kann auch sein, dass die vorgesehene Zeit nicht gereicht hat. Und schon einmal der Termin für den nächsten Hackathon festgelegt wird, an dem die Gruppe ihre Arbeit fortgesetzt und an ihre Ideen anknüpft.

Schritt 7: Werbung machen

Tue Gutes und rede darüber: Was nützt ein erfolgreiches Event mit möglicherweise innovativem Ergebnis, wenn niemand davon erfährt? Ein Bericht über den Hackathon inklusive einiger Schnappschüsse sind hervorragendes Futter für das Intranet, eine Rundmail an die Kollegen oder für Social-Media-Posts. Am besten gleich mit einem großen Dank an den großzügigen Sponsor, der dieses Event und die daraus entstandene innovative Idee erst ermöglicht hat. Auf dass er auch beim nächsten Mal wieder dabei ist!

 

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Wir hoffen, dass unsere Tipps Ihnen eine gute Hilfestellung geben, um Hackathons auch in Ihrem Unternehmen zu etablieren. Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit Hackathons gemacht? Welcher Tipp war für Sie am hilfreichsten und was können Sie empfehlen? Ich freue mich über den Austausch mit Ihnen.

Hinterlassen Sie gerne Ihren Kommentar unter diesem Blog-Beitrag oder kontaktieren Sie mich direkt. Sie erreichen mich via …

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