Warum die mittelständische Industrie jetzt handeln sollte

Der mittelständische Maschinenbau und die Fertigungsindustrie stehen nach einer langen Periode voller Auftragsbücher mächtig unter Druck. Investitionen in Maschinen und Anlagen bleiben aus. Von einer Rezession möchten die Ökonomen noch nicht sprechen, die Krise hat die Industrie aber bereits erreicht. Um auch zukünftig erfolgreich zu sein, gehen immer mehr Unternehmen ins Industrial Internet of Things (IIoT).

Der Druck auf die Industrie steigt. Martin Walcker, Präsident des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V (VDMA) fasst die Situation so zusammen: „Die Party ist noch nicht vorbei, aber man sollte nahe am Ausgang tanzen.“

Um auch zukünftig erfolgreich zu sein, gehen immer mehr Unternehmen ins Industrial Internet of Things (IIoT). Vielversprechend sind Retrofit-Lösungen aus einer Kombination von Operational Technology (OT) auf dem Shopfloor, der IT-Welt und Connectivity wie 5G. Standardisierte Angebote für Proof-of-Concept erleichtern den Start in digitale Geschäftsmodelle.

 

Um auch zukünftig erfolgreich zu sein, gehen immer mehr Maschinenbauunternehmen ins Industrial Internet of Things (IIoT). Bild: © Filip Krstic / Shutterstock.com

Um auch zukünftig erfolgreich zu sein, gehen immer mehr Maschinenbauunternehmen ins Industrial Internet of Things (IIoT). Bild: © Filip Krstic / Shutterstock.com

Konjunkturdelle oder Paradigmenwechsel?

Die Ursachen für diesen Einbruch sind vielfältig. Im Allgemeinen wirken sich der Handelskrieg zwischen China und den USA aber auch die unklare Situation um den Brexit auf die Investitionen der Kunden aus. So geht der VDMA als führender Verband des Maschinen- und Anlagenbaus von einem Produktionsrückgang von rund zwei Prozent für 2019 und noch einmal zwei Prozent für das Folgejahr aus.

Neben diesen globalen Verwerfungen spielt der industrielle Strukturwandel in Deutschland eine große Rolle. Deutlich wird diese Situation im Werkzeugmaschinenbau. Die Unternehmen sind beispielsweise konfrontiert mit dem politischen Willen zur Elektromobilität. Die Veränderungen, die sich daraus ergeben, sind für Werkzeugmaschinenbauer und deren metallverarbeitende Kunden gleichermaßen eklatant.

Als Beispiel: Ein Verbrennungsantrieb setzt sich aus gut 1.400 Teilen zusammen, sein elektrisches Pendant aus rund 210. Ein Elektroauto braucht schlicht keine Getriebezahnräder, keine Kupplung und keinen Tank. Hinzu kommt, dass statt Metall eher carbonisierte Synthetik-Fasern verarbeitet werden, um Gewicht zu sparen. Als wäre das noch nicht genug, ist das Thema 3D-Druck von Metallteilen nach wie vor aktuell. Wenn aber Metallteile nicht gegossen, sondern gedruckt werden, sind klassische Werkzeuge ein Auslaufmodell. Das macht eines deutlich: Es handelt sich nicht nur um eine Konjunkturdelle. Das ist ein Paradigmenwechsel.

 

Kombination von OT, IT und Konnektivität für neue Geschäftsmodelle

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, wollen Maschinenbauer und Fertigungsindustrie ins Industrial Internet of Things (IIoT) und digitale Geschäftsmodelle etablieren. Denn Studien belegen, dass in absehbarer Zeit zu 70 Prozent des Wertes der produzierten Maschinen aus generierten Daten entstehen. Elektronik und Mechanik sind dann nur nachgelagert. Die Lösung ist eine intelligente Kombination der Operational Technology (OT) auf dem Shopfloor mit der IT-Welt und Konnektivität wie 5G.

 

Retrofit mit Edge-Computing und Gegenstelle in der Cloud

Natürlich ist es keine Option, die Fertigungsmaschinen ohne IoT-Fähigkeiten einfach auszutauschen. Ein Erfolgsrezept für einen raschen und vor allem bezahlbaren Retrofit von Maschinen und Anlagen lautet Edge Computing mit der Gegenstelle in der Cloud. So können Maschinenbauunternehmen in kurzer Zeit neue digitalisierte Geschäftsmodelle wie beispielsweise Pay-per-Use oder Smart Maintenance realisieren.

Die auf IoT spezialisierte QSC-Tochterfirma Q-loud unterstützt in diesem Zusammenhang mit einer Kombination aus Edge-Computing und performanter Gateway-Technologie an der Peripherie. Sensoren und Aktoren werden als unterste Ebene der Automatisierung „ungehemmt“, skalierbar und sicher eingebunden. Das Edge-Gateway von Q-loud sichert die konfigurierbare Filterung, Verarbeitung und Speicherung der Maschinendaten. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz können die Daten aufbereitet und an die gewünschte IIoT-Plattform oder Cloud übergeben werden.

 

Mittelstandstaugliche Lösung

Der Benefit der Q-loud-Lösung entsteht durch die Mittelstandstauglichkeit. Denn der mittelständische Maschinenbau und die Fertigungsindustrie benötigen kundenspezifische Lösungen, die auf Standards beruhen. Als Beispiel: Ein geeignetes Edge-Gateway muss individualisierbar und plattformunabhängig nutzbar sein. Nur dann haben Hersteller und Betreiber die Datenhoheit der gespiegelten Daten tatsächlich in der Hand.

 

Proof of Concept als Schnellstart ins IIoT

Natürlich ist dieser Transformationsprozess eine Herkulesaufgabe für die mittelständischen Unternehmen. Eine gute Option ist der Q-loud Proof-of-Concept. Bei diesem Schnellstart ins Industrial IoT erhalten die Kunden von Q-loud zum Festpreis innerhalb von 100 Tagen einen funktionierenden Demonstrator für ihren konkreten Anwendungsfall mit Hardware, Konnektivität und IoT-Plattform. Das schafft ein Maximum an Investitionssicherheit auf dem Weg zu digitalen Geschäftsmodellen.

 

Weitere Informationen:

 

Drucken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Um die Diskussionsqualität zu wahren, veröffentlichen wir nur noch Kommentare mit nachvollziehbarem Vor- und Nachnamen sowie authentischer E-Mail-Adresse. Bitte beachten Sie zudem unsere Social Media Guidelines.