IoT auf dem Vormarsch – mehr Projekte, mehr Erfolg

IDG-Studie "Internet of Things 2020" - Titelbild

IDG-Studie „Internet of Things 2020“. Bild: IDG.

Rückenwind für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT): Die Zahl der Unternehmen, die IoT-Projekte umgesetzt haben, ist ein weiteres Mal gestiegen. Die Studie „Internet of Things 2020“ von IDG, die in Zusammenarbeit mit der QSC-Tochter Q-loud entstanden ist, ermittelte gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um fünf Prozentpunkte. Hatten 2018 erst 44 Prozent der Unternehmen Projekte im Internet der Dinge verwirklicht, so war es 2019 mit 49 Prozent bereits fast die Hälfte.

Offenbar gibt es keine IoT-Verweigerer mehr in der deutschen Wirtschaft, denn tatsächlich erklärte keines der 444 für die Studie befragten Unternehmen an, auf IoT-Projekte oder erste Initiativen zu verzichten. 2018 lag dieser Wert noch bei knapp über einem Prozent, 2017 sogar bei 17 Prozent.

Ein weiteres Ergebnis: Die Zahl der Unternehmen, die IoT-Projekte umsetzten, ist erneut gestiegen. Die Forscher ermittelten gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um fünf Prozentpunkte. Hatten 2018 erst 44 Prozent der Unternehmen Projekte im Internet der Dinge verwirklicht, so waren es 2019 mit 49 Prozent bereits fast die Hälfte.

 

Die Relevanz des IoT steigt langsam weiter an

Kleiner Sprung nach vorne: Derzeit bewerten 56 Prozent der Unternehmen die Relevanz des IoT als sehr hoch oder hoch. Im Vorjahr waren es 51 Prozent. Quelle: IDG-Studie "Internet of Things 2020"

Kleiner Sprung nach vorne: Die Relevanz des IoT für die Unternehmen ist wieder etwas gestiegen. Quelle: IDG-Studie „Internet of Things 2020“

Insgesamt zeigt sich, dass sowohl die Relevanz als auch die Nutzung des IoT in der Wirtschaft wächst – allerdings vergleichsweise langsam. Analysten und Investoren sind von zahlreichen B2C-Lösungen ein exponentielles Wachstum gewöhnt, das im B2B-Sektor oft nicht erreicht werden kann. Vor allem in der mittelständischen Industrie denken die Unternehmer und Manager häufiger in längeren Zeiträumen und führen IoT-Lösungen nur in kleinen Schritten ein.

Entsprechend steigt die Relevanz des IoT für die Unternehmen ebenfalls nur in kleinen Schritten, dafür aber seit Jahren stetig. So bewerten 56 Prozent sie als sehr hoch oder eher hoch für ihre eigenen Geschäfte. Zum Vergleich: In der Vorjahresstudie waren es 51 Prozent und 2017 erst 47 Prozent. Mit Blick auf die nächsten zwei bis drei Jahre sehen die Werte allerdings ganz anders aus: Gut 90 Prozent der Unternehmen erwarten am Ende dieses Zeitraums eine hohe bis sehr hohe Relevanz des IoT für ihre eigenen Geschäfte.

 

Einsatz vor allem in der Qualitätskontrolle und der Vernetzten Produktion

Bedingt durch die wachsende Zahl der IoT-Projekte haben die Unternehmen inzwischen vielfältige Erfahrungen mit unterschiedlichen Einsatzszenarien. Neben industriellen Einsatzgebieten wie der Logistik oder der vernetzten Produktion gibt es auch Szenarien für den Handel oder Service-Konzepte wie Smart Home.

Die Spitzenreiter sind allerdings seit Jahren dieselben, mit einer bemerkenswerten Änderung: 40 Prozent der Unternehmen nutzen das IoT für die Qualitätskontrolle. Dieses Anwendungsgebiet löste den bisherigen Spitzenreiter Vernetzte Produktion ab (37 Prozent), in diesem Jahr gefolgt von Smart Connected Products und Sales / Verkaufssteuerung mit jeweils 35 Prozent.

IoT-Anwendung vor allem in der Produktion. Quelle: IDG-Studie "Internet of Things 2020"

IoT-Anwendung vor allem in der Produktion. Quelle: IDG-Studie „Internet of Things 2020“

 

93 Prozent sind sehr zufrieden

Die Studie hat einige Kennziffern zu den Erfahrungen der Unternehmen mit IoT-Projekten ermittelt. Zuerst die Zufriedenheit mit den Ergebnissen der bisherigen IoT-Projekte, die in etwa gleichgeblieben ist: Fast alle Unternehmen (93 Prozent) sind sehr zufrieden, zufrieden oder eher zufrieden.

Anschließend berichteten die Befragten über die Erfolgsquote der Projekte. Sie ist nach wie vor hoch und mit rund 88 Prozent sogar noch gestiegen. Sahen im Vorjahr noch 15 Prozent der Firmen keinen Mehrwert in den IoT-Projekten, so sind es 2019 nur noch acht Prozent. Ein Prozent der IoT-Projekte ist gescheitert (2018: zwei Prozent). Allerdings sind „Quickwins“ weiterhin selten; lediglich bei neun Prozent der erfolgreichen Unternehmen trat der Mehrwert sofort ein. Die Kriterien für die Ermittlung des IoT-Erfolgs sind nach wie vor eine höhere Produktivität (55 Prozent), gefolgt von Kostensenkung (46 Prozent) und steigenden Umsätzen (41 Prozent).

Die Erfahrungen mit den bisherigen Projekten schlagen außerdem auf die Erwartungen durch, die in einer weiteren Frage zum Thema wurden. So steht eine allgemeine Kostensenkung an der Spitze der größten Chancen durch das IoT, die in einer weiteren Frage ermittelt wurde. Höhere Kundenzufriedenheit und Wettbewerbsvorteile folgen erst auf dem zweiten und dritten Rang. Neue oder verbesserte Service-Angebote dagegen befinden sich im Mittelfeld und werden nur von etwa jedem sechsten Unternehmen als IoT-Chancen genannt.

 

Optimierung bringt den größten Nutzen

Steigende Erfolgsquote bei IoT-Projekten. Quelle: IDG-Studie "Internet of Things 2020"

Steigende Erfolgsquote bei IoT-Projekten. Quelle: IDG-Studie „Internet of Things 2020“

Die Studie widmete sich auch der Frage, worin die Unternehmen den Mehrwert des Internet of Things sehen. Etwa 42 Prozent nannten hier die Optimierung bestehender Geschäftsprozesse und fast ebenso viele (39 Prozent) die Verbesserung vorhandener Produkte oder Services.

Damit liegt auch weiterhin der Schwerpunkt auf Produktverbesserung („inkrementelle Innovationen“). Der Aufbau neuer Geschäftsmodellen oder das Angebot von smarten Produkten und Services findet lediglich das Interesse einer kleinen Gruppe von Unternehmen. Doch da alle Kurven nach oben zeigen, dürfte diese Minderheit ebenfalls wachsen.

 

Weitere Informationen:

IoT-Studie 2020: Zum Download der Studie

IoT-Studie 2020 – Artikelserie im QSC-Blog:

IoT-Studie 2019 – Artikelserie im QSC-Blog:

Q-loud GmbH

 

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